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MotoGP Basics

Übersicht

Die MotoGP ist eine Weltmeisterschaft der Top-Rennsportserien des Motorradsports. In einer Saison werden 18 Rennen in 14 verschiedenen Ländern bestritten, die weltweit übertragen werden. In der Königsklasse sind Fahrer aus acht Nationen vertreten, sie bilden derzeit die 'Elite'. Ihre Prototyp-Maschinen sind mit modernster Technologie ausgestattet, von den Herstellern Ducati, Honda, Suzuki und Yamaha.

1949 wurde die MotoGP offiziell durch die FIM (Federation Internationale de Motocyclisme) als Weltmeisterschaft eingeführt, damit feiert sie bereits ihren 63. Jahrestag. Sie ist die älteste Motorsport Weltmeisterschaft mit drei vertretenen Klassen pro Grand Prix Wochenende. Zuerst war die 500cc die Königsklasse, doch ab 2002 wurde die 990cc eingeführt und ein neues technisches Regelwerk,das erlaubte, Vier-Takt Motoren zu fahren und ein Hub von bis zu 990cc, damit wurde es die MotoGP. Ab 2007 ging man wieder etwas zurück und wechselte auf 800cc. Die Rechte an der MotoGP hat die Dorna Sports seit 1992 unter der Aufsicht der FIM.

Die MotoGP hat eine lange Tradition mit vielen historischen Grand Prix in 62 Jahren Weltmeisterschaft rund um den Globus. 2010 waren insgesamt mehr als 2.2 Millionen Fans an den Strecken. Italien, Großbritannien, Spanien, den USA und Australien sind die Nationen deren Fahrer die meisten Titel und Rennsiege feiern konnten. Alle Ergebnisse können auch unter Ergebnisse & Statistiken nachgelesen werden.

Neben der MotoGP Klasse gibt es in der Weltmeisterschaft noch die 125cc und die Moto2 (vorher 250cc), deren Rennen ebenfalls im Rahmen des Grand Prix Wochenendes ausgetragen werden. Am Ende jeder Saison werden also drei Weltmeister gekürt.

RENN WOCHENENDEN

Während eines Grand Prix Wochenendes finden Rennen in drei verschiedenen Kategorien statt:

  • 125cc – Ist zumeist die Klasse mit der die jungen Fahrer in die Weltmeisterschaft aufsteigen. Maximal 125cc sind erlaubt (und nur 1 Zylinder). Fahrer in der 125cc Klasse dürfen nicht älter als 28 Jahre sein (25 Jahre wenn es Wildcard Fahrer oder Neueinsteiger sind), das Mindestalter beträgt 16 Jahre.
  • Moto2 – Ist die neue Vier-Takt Klasse im Rahmen der Motorradweltmeisterschaft, die die 250cc Klasse ab 2010 ablöste. Die Moto2 soll sich als Klasse mit hohem Niveau etablieren, die kleine Schwester der MotoGP. Honda stellt die Einheitsmotoren zur Verfügung und Dunlop ist der offizielle Reifenhersteller. Es werden 600cc Vier-Takt Motoren gefahren, die 140PS haben. In der Moto2 sollen die Teams weiterhin Prototypen Chassis entwickeln und sind in ihren Möglichkeiten nur durch die Rahmenbedingungen des technischen Regelwerks der FIM beschränkt. Der Rahmen, die Radschwinge, der Tank, Sitz und Abdeckung dürfen nicht aus der Serienproduktion stammen, sie müssen eigens für die jeweiligen Maschinen entwickelt werden. Ein Mindestalter von 16 Jahren ist vorgeschrieben.
  • MotoGP – Die höchste Klasse der Motorradweltmeisterschaft ist die MotoGP in der derzeit 800cc Vier-Takt Motoren gefahren werden. Es werden ausschließlich Prototypen gefahren. Die Fahrer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Bei einigen Grand Prix fahren im Rahmenprogramm der Weltmeisterschaft auch die Nachwuchstatente des Red Bull Rookies Cup.

Ein Grand Prix wird über drei Tage ausgetragen, am ersten finden die Trainings statt, am zweiten die Qualifikation für das Rennen in jeder Klasse. Der dritte Tag ist der Renntag. Es gibt Freie Trainings am Freitag und am Samstag und die Qualifikation am Samstagnachmittag legt die Startreihenfolge für das Rennen am Sonntag fest, bei der der schnellste Pilot die vorderste Position einnimmt. In jeder Kategorie starten die drei schnellsten Fahrer aus der ersten Reihe, der Rest ordnet sich in Dreierreihen dahinter ein.

Nach dem Warm-Up am Sonntagmorgen, aller drei Klassen, finden die Rennen statt. Traditionell beginnen die Fahrer der 125cc, danach folgt die Moto2 und zum Abschluss des Tages die MotoGP. Die Reihenfolge kann jedoch auch geändert werden. Die Länge der Rennen liegen zwischen 95-130km und dauern zwischen 40-45 Minuten. Die Anzahl der zu fahrenden Runden variiert von Strecke zu Strecke. Boxenstops kommen im Regelfall nicht vor, sind aber erlaubt. Bei entsprechenden Wetteränderungen während des Rennens dürfen die Fahrer in der MotoGP Klasse ihre Maschinen während des Rennens wechseln (Flag-to-Flag).

FAHRER

Der amtierende Weltmeister der MotoGP ist Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo, der 2010 seinen ersten Titel in der Königsklasse gewinnen konnte. Hinter ihm wurde Dani Pedrosa (Repsol Honda) nach fantastischen Kämpfen Vizemeister, der neunfache Weltmeister Valentino Rossi kam auf den dritten Rang.

In der Saison 2010 brillierten ebenfalls Honda-Fahrer Casey Stoner (Weltmeister 2007) und Respsol Honda-Pilot Andrea Dovizioso. Colin Edwards, Nicky Hayden und Ben Spies konnten für einige Überraschungen in der Saison sorgen. 2011 werden einige neue Fahrer – auch Rookies genannt – für zusätzliche Spannung sorgen. Der tschechische Fahrer Karel Abraham steigt von der Moto2-Klasse auf, der Brite Cal Crutchlow kommt aus der World Superbike und der Moto2-Sieger 2010, Toni Elías, kehrt in die Elite-Kategorie zurück.

Die Liste der Starter für die Grand Prix ist aus Stammfahrern, die über die gesamte Saison unter Vertrag stehen und Wildcardfahrern zusammengesetzt. Wildcardfahrer sind meist Lokalmatadoren. Im Durchschnitt starten pro MotoGP Rennen 18 Fahrer, in der Moto2 sind es 40 und in der 125cc 30 Fahrer.

Die Fahrer kommen aus allen Ecken der Welt, wie zum Beispiel Australien, Großbritannien, Kolumbien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Malaysia, Niederlande, Norwegen, Österreich, Katar, Russland, San Marino, Spanien, Portugal, Schweiz, Thailand, Tschechische Republik, USA, Ukraine und Venezuela.

Mehr Informationen zu den einzelnen Fahrern im Grand Prix Sport gibt es unter Fahrer & Teams..

Die MotoGP arbeitet zudem eng mit der 'Riders for Health' Stiftung zusammen, die sich dafür einsetzt die Infrastruktur mit Hilfe von Motorrädern, in Afrika zu verbessern, indem man zum Beispiel Ärzten und medizinischem Personal das Fahren beibringt damit sie auch schwer zugängliche Gebiete schneller erreichen können.

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