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Bikes

Die Motorräder, die in der MotoGP™ zum Einsatz kommen, sind speziell zu diesem Zweck gebaute Prototypen. Sie können im Handel nicht erworben und im öffentlichen Straßenverkehr nicht legal bewegt werden.

Das Technische Reglement, an welches sich die Teams im Grand Prix Sport halten müssen, wenn sie ihre MotoGP™ Maschinen bauen, ist der Guide dafür, welches Motorrad die Fahrer in welcher Spezifikation nutzen können.

Hubraumgrößen in den Klassen:

MotoGP™ - Zur Saison 2012 wurde das Hubraumlimit auf 1000ccm angehoben, und bei maximal vier Zylindern und mit einer maximalen Bohrung von 81 mm festgelegt. Zweitakt-Motoren sind nicht mehr erlaubt. Permanent eingeschriebene Prototypen-Piloten dürfen maximal 5 Motoren im Jahr verbrauchen. Verstößt ein Fahrer gegen diese Regel, muss er aus der Boxengasse ins Rennen starten - 5 Sekunden nachdem das Rennen freigegeben wurde. Wenn ein Hersteller 2013 kein Rennen im Trockenen gewinnen konnte oder erst dazugekommen ist, darf er 12 Motoren verwenden.

2014 ist eine weitere Änderung in Kraft getreten. Teams, die nicht direkt von den Herstellern beliefert werden - seien es die Werks-Teams oder die Satelliten-Teams - werden in der sogenannten "Open-Klasse" zusammengefasst. Die Werks-Teams (organisiert in der MSMA) müssen eine Einheits-Elektronik-Hardware von Magneti Marelli verwenden, dürfen aber ihre eigene Software einsetzen. Die "Open-Teams" müssen sowohl die zur Verfügung gestellte Hard- als auch Software verwenden. Technisch wird die "Open-Klasse" 2014 mit voll entwickelten Prototypen, aber eben der Magneti Marelli Software, an den Start gehen. Hier kommen Prototypen-Chassis und Werks-Motoren zum Einsatz. Insgesamt sind 12 Motoren erlaubt.

Moto2™ - Die offiziellen Einheits-Motoren der Moto2™ werden momentan von Honda geliefert und von der spanischen Firma ExternPro getunt. Es handelt sich dabei um einen 600ccm-4-Takt-Motor.

Moto3™- 250ccm Viertakt-Einzylinder-Maschinen.

Neben Hubraum und Zylinderzahl unterliegen die Motoren in jeder Klasse weiteren Beschränkungen. Es müssen herkömmliche Verbrennungsmotoren ohne Aufladung oder Turbo und mit Kolben sein. Das Getriebe darf nicht mehr als sechs Gänge haben.

Die erlaubten Mindestgewichte:

MotoGP™ bis zu 800ccm – 150 kg

Moto2™ Motorrad + Fahrer 215 kg

Moto3™- Motorrad + Fahrer 148 kg

Teams dürfen Zusatzgewichte an ihre Motorräder anbringen, um das Mindestgewicht zu erreichen. Das Mindestgewicht kann bereits bei der technischen Abnahme kontrolliert werden, aber im Normalfall findet die Kontrolle des Mindestgewichtes nach einer Trainingssitzung oder nach einem Rennen statt. In der Moto2™ und Moto3™-Klasse wird das Gewicht der Bikes zusammen mit dem Fahrer inklusive der kompletten Schutzausrüstung gewogen.

Im Normallfall hat ein MotoGP-Team pro Fahrer zwei Motorräder, die für die Rennen vorbereitet werden. Damit sollen Verzögerungen vermieden werden, wenn es mit einem Motorrad Probleme gibt. Es kann dann vor dem Rennen, sowie vor und während eines Trainings oder Qualifyings getauscht werden. In der Moto2- und Moto3-Klasse ist jeweils nur ein Motorrad pro Fahrer erlaubt.

VORZEIGEPROJEKTE

Die Grand Prix Maschinen werden gebaut, um Rennen zu gewinnen und gelten als Vorzeigeprojekte der Hersteller in Punkto Design und technischem Know-How. Die Motorräder werden daher aus teuren, strapazierfähigen und extrem leichten Materialien gebaut. Besonders Titan und verstärktes Karbon kommen zum Einsatz. Weiter Vorteile ergeben sich aus fortschrittlichen Technologien wie Karbonbremsen, Motormanagement-Systeme und Traktionskontrollen, wie sie an einem normalen Straßenmotorrad nicht zum Einsatz kommen.

Millionen Fans auf der ganzen Welt schauen die Läufe der Weltmeisterschaft. Damit ist die MotoGP™ für die vielen großen Hersteller und Marken, die bei den Teams und der Serie an sich involviert sind, eine Art Schaufenster. An jedem Motorrad ist vorn und hinten eine Startnummer angebracht, außerdem sind die Maschinen normalerweise in den Farben und mit den Logos des Hauptsponsors des Teams lackiert. Auch die Logos der zahlreichen kleineren Sponsoren eines Teams werden an den Verkleidungen angebracht.