MotoGP™ Basics

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Kraftstoff

Benzin ist die grundsätzliche Notwendigkeit eines jedes MotoGP™-Motorrades. Darum arbeiten die MotoGP-Teams auch eng mit den Kraftstofflieferanten zusammen, um genau die richtige Art Treibstoff einsetzen zu können - und natürlich die exakt richtige Menge. Alle Motorräder müssen dabei mit bleifreiem Sprit betankt werden.

Firmen wie Elf, Shell, eni und Repsol beliefern die Teams mit Sprit. Der ewige Anspruch dieser Firmen ist dabei, immer die bestmögliche Leistung bei minimalem Gewicht und Verbrauch herauszuholen.

NEUE ÄRA

Im Jahr 2002 traten aus Sicherheitsgründen neue Regeln bezüglich Gewicht, Spritmenge und Hubraum neue Regeln eingeführt. Dass die erlaubte Spritmenge für die Renndistanz reduziert wurde zog nach sich, dass die Motoren effizienter gestaltet werden mussten, dabei aber so wenig als möglich Leistung verlieren. 2004 wurde die maximal zur Verfügung stehende Spritmenge auf 26 Liter festgelegt. Im Verlaufe des Jahrzehnts wurde diese Menge immer weiter nach unten korrigiert. Ab 2005 waren noch 24 Liter erlaubt, 2006 ging es um weitere 2 Liter auf deren 22 nach unten. Ab 2007 an legte die FIM die Spritmenge für die MotoGP-Klasse auf maximal 21 Liter fest, 2014 sinkt sie auf 20 Liter. Die sogenannten „Open-Klasse“-Maschinen dürfen 24 Liter verbrauchen.

Die Rennlänge ist von Strecke zu Strecke unterschiedlich und die Beschaffenheit der jeweiligen Piste bestimmt den Spritverbrauch maßgeblich. So kann der auf Strecken mit ähnlicher Länge ganz unterschiedlich ausfallen. Die Teams messen den Spritverbrauch in den Trainings und Qualifyings. Damit wird sicher gestellt, dass am Start des Rennens ausreichend Benzin im Tank ist. Zu viel Sprit hingegen könnte bedeuten, dass man wichtige Sekundenbruchteile verliert.

Im Qualifying werden die besten Runden meist gegen Ende der Session gefahren, wenn die Fahrer voll aufgewärmt sind und die Reifen den besten Grip bieten - und wenn der Tank weitestgehend leer gefahren ist. Weniger Sprit bedeutet weniger Gewicht und somit kann noch schneller als sonst gefahren werden.

Der Benzin wird von den einzelnen Firmen ganz speziell für den Rennsport angepasst und hergestellt. Das eingesetzte Produkt ist nur leicht anders als das, welches an den Tankstellen erhältlich ist, muss aber von der FIM für den Gebrauch frei gegeben werden.

99 Prozent der im Rennbenzin enthaltenen Komponenten sind dieselben wie in frei käuflichem Benzin. Die Hersteller haben dennoch die Möglichkeit, hunderte von Komponenten zu variieren, um den Kraftstoff so effizient wie möglich zu gestalten. Zu diesen Komponenten gehören: Antioxidantien, Detergenzien und Modifikatoren.

SCHMIERMITTEL

Neben dem Kraftstoff beliefern die Schmierstoffhersteller die Teams auch mit speziellen Racing-Motor-Ölen für die Schmierung und damit die Reduzierung der mechanischen Reibung im Motor. In der Umkehrung kann weniger Kraftstoff effizienter genutzt werden.

Die in der MotoGP eingesetzten Schmierstoffe basieren, wie der Sprit, auf Standard-Produkten. Allerdings können diese Schmierstoffe ein wenig weiter vom Standard abweichen. Aufgabe des Öles ist es, die beweglichen Teile eines Motors und des Getriebes und die Kupplung zu schmieren. All diese Teile werden beim Einsatz auf der Rennstrecke unweigerlich sehr heiß. Je effizienter das Schmiermittel in diesem Bereich ist, desto weniger Sprit wird verbraucht und desto besser funktioniert das Motorrad - womit der Fahrer die Chance auf den Sieg bekommt.

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