MotoGP™ Basics

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Verlauf

Mit seiner 63-Jährigen Geschichte ist die MotoGP die älteste Motorsport-Weltmeisterschaft – das erste Event fand 1949 statt.

Seit den frühen 1990ern wurden Motorrad Grand Prix' in den verschiedendsten Ländern abgehalten, 1938 durch den Vorläufer der heutigen FIM, der FICM (Fédération Internationale des Clubs Motocyclistes), die damals eine Europameisterschaft ins Leben rief. Doch der Beginn des zweiten Weltkrieges verhinderte das Vorhaben, erst nach dem Krieg und als es wieder genügend Treibstoff gab, konnte das Projekt umgesetzt werden.

FRÜHE TAGE

1949 wurde dann die erste Weltmeisterschaft ausgetragen, damals gingen im Grand Prix vier Klassen an den Start, die 'Königsklasse' war die 500ccm. Den ersten Titel holte sich der Brite Leslie Graham auf einer AJS. Ein weiterer Brite, Freddie Frith (Velocette) holte den ersten in der 350ccm, Italiens Bruno Ruffo (Moto Guzzi) und Nello Pagani (Mondial) waren in der 250ccm und 125ccm erfolgreich.

Die 600ccm Sidecar Meisterschaft wurde in diesem Jahr durch die Briten Britons Eric Oliver und Denis Jenkinson mit einer Norton Maschine gewonnen. Ab 1951 wurde die Sidecar Meisterschaft mit 500cc ausgetragen.

Die italienischen Hersteller erwiesen sich als erfolgreich, wie die bereits erwähnten Mondial und Moto Guzzi, aber auch Gilera und MV Agusta, sie dominierten die Weltmeisterschaft in den 1950ern und unterstrichen die Sonderstellung des Landes als Motorradhersteller. MV Agusta war vor allem am Ende des Jahrzehnts extrem erfolgreich, sie konnten von 1958 bis 1960 in alles Klassen die Titel holen. Ihre Vorherrschaft in der 500cc blieb für 17 Jahre ungebrochen, 1958 bis 1974.

DIE SCHWINGENDEN SECHZIGER

In den 60er Jahren startete dann die japanische Motorradindustrie durch, ein wahrer Boom folgte mit Honda, Suzuki und Yamaha die in die Weltmeisterschaft einstiegen und Titel in der 125, 250 und 500er Kategorie holen konnten. Suzuki erlebte die erfolgreichsten Jahre in der 50cc, die 1962 eingeführt worden war.

Die späten 60er Jahre brachten dann die Motorradlegende Giacomo Agostini hervor – der erfolgreichste Fahrer der Motorradweltmeisterschaft. Bis zum Beginn der modernen Ära war es für die Fahrer üblich, in mehreren Klassen an den Start zu gehen. Agostini holte 10 seiner 15 Titel innerhalb von fünf Jahren, wurde Doppelweltmeister in der 350ccm und 500ccm auf MV Agusta.

Zu dieser Zeit stiegen die Kosten für den Grand Prix Sport ins Unermessliche, einige Hersteller aus Japan zogen sich zurück, nur Yamaha verblieb. Als Folge führte die FIM andere Regeln ein, die Maschinen wurden in der 50ccm auf einen Zylinder reduziert, zwei in der 125ccm und 250ccm und vier in der 350ccm und der 500ccm.

FAIRE AUSEINANDERSETZUNG

In der folgenden Zeit holten die europäischen Hersteller (Bultaco, Kreidler, Morbidelli, MV Agusta), Japan (Kawasaki, Suzuki, Yamaha) und Nordamerika (Harley Davidson) die Titel, die japanischen Firmen schafften es dann in den 1970ern die Dominanz von MV Agusta zu brechen.

Nach einer Pause von 12 Jahren kehrte Honda in die Weltmeisterschaft zurück, von den 1970ern bis 1983 hatte man die Firmenphilosophie geändert und startete mit 4-Taktern und baute den V3-500-2-Takter, auch bekannt als NS500. Mit dieser holte Freddie Spencer den 500ccm Titel, seinen ersten Sieg und den ersten für Honda seit der Rückkehr in den Grand Prix.

Nach 34 Jahren Wettkampf wurden die Rennen der 350ccm Klasse eingestellt, es blieben noch vier Klassen in der Weltmeisterschaft - 50ccm, 125ccm, 250ccm und 500ccm - wobei die 50er 1984 von der 80ccm Kategorie ersetzt wurde. Eine kurzlebige Geschichte, denn die 80ccm Weltmeisterschaft wurde nur sechs Jahre lang bestritten und brachte vier Titel für Derby und drei Erfolge für den spanischen Fahrer Jorge Martinez.

AMERIKANISCHE VORBILDER

In den 1980er und 1990er fanden in der Königsklasse hochkarätige Rennen statt, besonders mit wilden Kämpfen zwischen Honda, Suzuki und Yamaha und einigen großartigen Kämpfen zwischen amerikanischen Stars wie Eddie Lawson, Randy Mamola, Freddie Spencer, Wayne Rainey und Kevin Schwantz. Währenddessen kämpften die europäischen Hersteller wie Derbi, Garelli und später Aprilia in den 125ccm und 250ccm Kategorien um Anerkennung gegen die japanischen Giganten.

Die lange Organisation von Sidecars in den Grand Prix Rennen wurde nach der Saison 1996 beendet, als die Klasse 1997 zum Sidecar Weltcup wurde.

In den späten 1990ern wurde die 500ccm Klasse komplett von Honda Held und MotoGP Legende Mick Doohan dominiert, der sich fünf aufeinanderfolgende Titel sicherte, bevor einige Rennverletzungen die Karriere des Australiers 1999 beendeten.

DAS MODERNE ZEITALTER

Vor der Überarbeitung der Regeln, die den Wechsel auf 990ccm 4-Takt in der Königsklasse brachte - im Einklang mit moderner Technik und Produktionstrends - gewann ein junger Italiener namens Valentino Rossi den letzten 500ccm-Titel im Jahr 2001 auf einer Honda Maschinen, nachdem er 1997 die 125er-Meisterschaft und 1999 die Viertelliter-Krone mit Aprilia gewonnen hatte.

Nach dem die Weltmeisterschaft 2002 als MotoGP ihren neuen Stempel erhielt und die 990er eingeführt wurden ging Rossi auf die Jagd nach vier aufeinanderfolgenden Titel, zwei Mit Honda und zwei nach einem sensationellen Wechsel zu Yamaha.

In den darauffolgenden Jahren wurden die kleineren Kategorien von jungen europäischen Fahrern gewonnen, die sich auf Aprilia oder Honda Bikes auf die MotoGP vorbereiteten. Dani Pedrosa setzte den Trend mit drei erfolgreichen Titeln - einem in der 125er 2004, gefolgt von zwei weiteren in der 250er - auf einer Honda, bevor er in die Königsklasse aufstieg. In seiner ersten MotoGP Saison teilte sich Pedrosa eine Repsol Honda Box mit dem amerikanischen Fahrer Nicky Hayden, dessen aggressiver, aber konstanter Fahrstil ihm den Titel 2006 einbrachten und Rossis jährliche Siegesfeiern unterbrach.

Zu Beginn der Saison 2007 beschränkten neue Regeln die Anzahl der Reifen an den Grand Prix Wochenenden und auch die Motorengröße in der MotoGP wurde von 990ccm auf 800ccm herabgesetzt – Bridegstone unterstützte Ducati Pilot Casey Stoner bei seinem ersten Beweis als außergewöhnlicher Fahrer der neuen Ära, als Weltmeister 2007. 2008 kehrte Rossi zum Gipfel zurück, er eroberte seinen sechsten Titel in der Königsklasse, Stoner war ein enger Verfolger und wurde Vizemeister.

In der Saison 2009 wurden die Einheitsreifen eingeführt, Bridgestone wurde als alleiniger Reifenlieferant für die MotoGP Klasse ausgewählt. Rossi holte seinen siebten Titel in der Königsklasse nach einem Kampf mit Teamkollegen Jorge Lorenzo. Dem Italiener fehlte nun nur noch ein Titel, um mit Giacomo Agostinis Rekord von acht gleichzuziehen.

In der Saison 2010 zog ein neuer Name in die MotoGP Geschichtsbücher ein, denn Jorge Lorenzo ließ sich nach einer spannenden Saison im Kampf gegen Teamkollegen Valentino Rossi zum Weltmeister krönen. Lorenzo zeigte eine überragende Konstanz und eine bemerkenswerte Reife auf seinem Weg zum ersten Titel in der Königsklasse mit nur 23 Jahren.

2011 wechselte Casey Stoner zum Werks Honda Team, ein Wechsel der sich als durchschlagenden Erfolg herausstellte. Stoner eroberte den Titel 2011 mit einem Sieg auf Phillip Island, bei seinem neunten, aber nicht letzten Sieg der Saison (er gewann auch das letzte Rennen in Valencia).

HERSTELLER - FIE GROSSEN NAMEN

Der folgende Abschnitt bietet die wichtigsten Statistiken der Haupthersteller, die in den letzten sechs Jahrzehnten in der Weltmeisterschaft antraten (Statistiken vom Ende der Saison 2011):

AJS 1 Herstellertitel, 9 Siege in allen Klassen

Aprilia 18 Herstellertitel, 274 Siege in allen Klassen

Derbi 8 Herstellertitel, 93 Siege in allen Klassen

Ducati 1 Herstellertitel, 32 Siege in allen Klassen

Garelli 5 Herstellertitel, 51 Siege in allen Klassen

Gilera 5 Herstellertitel, 59 Siege in allen Klassen

Kreidler 7 Herstellertitel, 71 Siege in allen Klassen

Harley Davidson 1 Herstellertitel, 28 Siege in allen Klassen

Honda 60 Herstellertitel, 646 Siege in allen Klassen

Kawasaki 9 Herstellertitel, 85 Siege in allen Klassen

Mondial 5 Herstellertitel, 18 Siege in allen Klassen

Moto Guzzi 6 Herstellertitel, 45 Siege in allen Klassen

MV Agusta 37 Herstellertitel, 275 Siege in allen Klassen

Norton 4 Herstellertitel, 41 Siege in allen Klassen

Suzuki 15 Herstellertitel, 155 Siege in allen Klassen

Yamaha 37 Herstellertitel, 363 Siege in allen Klassen

MOTOGP LEGENDEN

Seit der Eröffnung der Hall of Fame der MotoGP 2000 waren zahlreiche Fahrer Protagonisten in mehr als einem halben Jahrhundert im Grand Prix Sport, die zu MotoGP Legenden wurden. Der erste, der zur MotoGP Legende erklärt wurde war der australische fünffache Weltmeister Mick Doohan, der im Mai 2000 in Mugello geehrt wurde.

Seitdem zogen zahlreiche weitere bekannte Namen aus verschiedenen Rennbereichen in die MotoGP Hall of Fame ein, wie hier vollständig aufgelistet

Giacomo Agostini (Italien) 15 Weltmeistertitel, 122 Siege in allen Klassen

Mick Doohan (Australien) 5 Weltmeistertitel, 54 Siege in allen Klassen

Geoffrey Duke (GB) 6 Weltmeistertitel, 33 Siege in allen Klassen

Mike Hailwood (GB) 9 Weltmeistertitel, 76 Siege in allen Klassen

Daijiro Kato (Japan) 1 Weltmeistertitel, 173 Siege in allen Klassen

Wayne Gardner (Australien) 1 Weltmeistertitel, 18 Siege in allen Klassen

Eddie Lawson (USA) 4 Weltmeistertitel, 31 Siege in allen Klassen

Anton Mang (Deutschland) 5 Weltmeistertitel, 42 Siege in allen Klassen

Angel Nieto (Spanien) 13 Weltmeistertitel, 90 Siege in allen Klassen

Wayne Rainey (USA) 3 Weltmeistertitel, 24 Siege in allen Klassen

Phil Read (GB) 7 Weltmeistertitel, 52 Siege in allen Klassen

Kenny Roberts (USA) 3 Weltmeistertitel, 24 Siege in allen Klassen

Kevin Schwantz (USA) 1 Weltmeistertitel, 25 Siege in allen Klassen

Barry Sheene (GB) 2 Weltmeistertitel, 23 Siege in allen Klassen

Freddie Spencer (USA) 3 Weltmeistertitel, 27 Siege in allen Klassen

John Surtees (GB) 7 Weltmeistertitel, 38 Siege in allen Klassen

Carlo Ubbiali (Italien) 9 Weltmeistertitel, 39 Siege in allen Klassen

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