MotoGP™ Basics

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Wichtigste Regeln

Um die Rennen der MotoGP Weltmeisterschaft mit ihren zahlreichen Grands Prix richtig genießen zu können, ist eine Kenntnis der wichtigsten Grundregeln unerlässlich - egal, ob man dabei an der Strecke sitzt oder wie Millionen andere Fans im Fernseher zusieht.

Die kompletten „FIM Road Racing World Championship Grand Prix“ Regeln und Richtlinien können auf der offiziellen Webseite der FIM hier heruntergeladen werden. Im Folgenden sind hier aber auch die wichtigsten Regeln und Grundsätze des Grand Prix Sportes erklärt.

Werden diese Regeln auf der Strecke gebrochen und/oder ignoriert ein Fahrer die Flaggensignale, so kann dies verschiedene Strafen für den Piloten nach sich ziehen, die je nach Schwere des Vergehens variieren können. Diese sind: Verwarnungen, Geldstrafen, Durchfahrtsstrafen, Rückgabe von Positionen im Rennen, Zeitstrafen, Disqualifikationen, Streichung von Meisterschaftspunkten, Ausschluss oder Sperren.

DURCHFAHRTSSTRAFE

Mit einer Durchfahrtsstrafe kann ein Fahrer belegt werden, wenn er zum Beispiel einen Frühstart hingelegt hat, das heißt, wenn er seine Startposition verlassen hat, ehe die rote Ampel ausgegangen und das Rennen freigegeben worden ist.

In einem solchen Falle wird dem Fahrer während des Rennens angezeigt, dass er eine Durchfahrtsstrafe (Ride Through Penalty) erhalten hat. Er muss dann mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h durch die Boxengasse fahren und darf dann das Rennen wieder aufnehmen. Sollte er dieses Speed-Limit überschreiten, so wird der Pilot mit einer erneuten Durchfahrtsstrafe belegt. Verstößt der Pilot ein zweite Mal gegen das Speed-Limit, wird ihm die schwarze Flagge gezeigt und der betreffende Fahrer wird disqualifiziert.

Nachdem das Team eines Piloten über die Durchfahrtsstrafe informiert wurde, wird in Höhe der Ziellinie eine gelbe Tafel mit der Startnummer des Fahrers gezeigt. Außerdem wird diese Informationen auch über die Zeitnahme-Monitore an alle weitergeleitet. Hat der Fahrer die Tafel fünf Mal passiert ohne die Durchfahrtsstrafe zu absolvieren, wird ihm die schwarze Flagge gezeigt.

Sollte die Rennleitung die Durchfahrtsstrafe nicht vor Rennende umsetzen können, so erhält der betreffende Fahrer nachträglich eine Zeitstrafe von 20 Sekunden.

TROCKEN- & REGEN-RENNEN

Vor dem jeweiligen Start werden alle Rennen von der Rennleitung (Vertreter von FIM, IRTA und Dorna) als Trocken- oder Regenrennen deklariert. Dazu kann in der Startaufstellung eine Tafel gezeigt werden, die den Status des Rennens anzeigt. Wenn keine Tafel gezeigt wird, ist das Rennen automatisch ein Trocken-Rennen. Grund dieser Deklaration ist, dass die Piloten auf die möglicherweise wechselnden Witterungsbedingungen in einem Rennen aufmerksam gemacht werden. Durch den Unterschied von Trocken und Regen ändert sich auch die Reifenwahl von Fahrern und Teams.

Werden während des Rennens von den Streckenposten weiße Flaggen geschwenkt, zeigt das den Piloten an, dass die Rennleitung ein als trocken gestartetes Rennen nun als Regenrennen ansieht. In diesem Falle kann der Fahrer während des Rennens an die Box kommen und sein Motorrad gegen eines mit Regenreifen tauschen. Auch wenn diese Regel bereits 2005 eingeführt wurde, kam sie bislang nur drei Mal zum Einsatz. Im allgemeinen wird diese Regel als „Flag-to-Flag-Race“ bezeichnet.

Das erste Flag-to-Flag-Rennen fand 2005 beim GP von Portugal statt, allerdings kamen die weißen Flaggen erst so spät im Rennen heraus, dass alle Fahrer auf ihren Maschinen mit Trockenreifen blieben. 2006 beim Australien Grand Prix auf Phillip Island und 2007 in Le Mans setzte der Regen aber früher und stärker ein, sodass ein Wechsel der Maschinen unabdingbar war. Resultat war ein immenses Spektakel in der Boxengasse, als das gesamte MotoGP-Fahrerfeld zum Wechseln der Maschinen an die Boxen kam.

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