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Biaggi verrät Jetlag Geheimnisse

Biaggi verrät Jetlag Geheimnisse

Biaggi verrät Jetlag Geheimnisse

Es ist nicht ganz dran an "um die Welt in 80 Tagen", aber es ist knapp. Die MotoGP Fahrer sind auf der Hälfte eines 47-Tages Tripps, welcher sie 55.000 Kilometer durch zwei Länder bringt auf drei verschiedenen Kontinenten.

Training, Qualifikation und dann Rennen in Hitze und Feuchtigkeit mit Jetlag auf ihren Schultern kann das Leben für die Fahrer hart werden, aber eine Fahrt mit 330km/h auf zwei Rädern scheint der Trick zu sein.

Camel Honda Fahrer Max Biaggi hat die Welt die letzten vier Jahre bereist, auf seiner Route zu den vier Welttiteln und 42 Grand Prix Siegen. Der Italiener akzeptiert, dass der Jetlag ein Teil des Reisens ist zwischen den Kontinenten, arbeitet aber hart um es aufs Minimum zu reduzieren.

„In diesem fünf Rennen in so vielen verschiedenen Zeitzonen ist das erste mit was man umgehen muss der Jetlag", erklärte Biaggi. „Ich versuche mich selbst mit einem leichten physischen Training zu schützen, so wie um die Rennstrecke zu rennen oder ins Fitnessstudio gehen vor dem Start des Trainings."

Wenn man einmal in der bekannten Routine eines Rennwochenendes drin ist, hat man keine Zeit und Energie mehr darüber nachzudenken, man bleibt allein und leidet unter dem Jetlag. „Ich versuche im Training oder in der Qualifikation nicht zu schlafen", spaßt Biaggi.

„Wenn das Training, technische Anweisungen, Qualifikation und Interviews beginnen, sind es die Konzentration und das Adrenalin die dich wach halten. Ich kann versichern, dass ich mich nach ein paar Tagen immer gut fühle."

Manchmal ist das nicht der Fall. „Einige Male hatte ich Schwierigkeiten in der Nacht zu schlafen und ich lag bis zeitig am Morgen wach. Es gibt nix was man tun kann, weil man immer zur richtigen Zeit aufstehen muss, selbst wenn man nur ein paar Stunden Schlaf hatte. Niemand wartet auf dich, wenn die Ampel in der Boxengasse auf grün schaltet um 10.00 Uhr am Morgen."

In guter Form anzukommen ist lebenswichtig. Biaggis Erfolg ermöglicht ihm erste Klasse zu reisen im Flugzeug, aber rührt niemals den Alkohol an, der immer zur Verfügung steht in dieser luxuriösen Umgebung. Diät ist auch wichtig und wieder einmal bleibt der ehemalige Weltmeister bei seinen Prinzipien mit einer guten Dosis an Willenskraft.

„Ich folge einer leichten Diät, die kein Junk Food zulässt, was ich manchmal zu Hause zu mir nehme. Ich trinke auch keinen Alkohol und versuche so sehr in physischer Aktivität zu bleiben wie es geht, vor dem Start des Trainings."

Die Überflieger-Rennen bedeuten auch, dass die Fahrer in den Hotels bleiben müssen, anstelle ihrer Motorheime, die, wenn man in Europa reist immer eine gleiche Basis für den Fahrer sind. Biaggi hat seine Hotelwahl gut aussortiert.

„Ich wähle immer die Hotels, die nahe an der Rennstrecke liegen und mein Physiotherapeut ist immer im selben Hotel", erklärt er. „Das macht die Dinge um einiges leichter für mich, weil er sicher geht, dass ich morgens wach bin. Er kümmert sich auch um meine Mahlzeiten und zwingt mich ins Bett zu gehen, wenn ich zu lange in der Box auf der Strecke bleibe."

Der MotoGP Reisezirkus ist enorm mit nahezu 1000 Mann Personal, die zu jedem der fünf Überflieger-Rennen reisen. Es ist eine freundliche Atmosphäre, aber Biaggi bringt auf den Punkt, dass es Arbeit ist und es keine Zeit zum relaxen gibt.

„Man kann sich ausruhen, aber nicht wirklich relaxen, weil wir alle zusammen um die Welt reisen. Selbst wenn hier, im Weltmeisterschaftszirkus die Beziehungen zwischen den Menschen freundlich sind und man sich so gut kennt, ist es immer noch ein Arbeitsklima."

Nächstes Jahr bedeuten China und Amerika als 2 weitere Rennen der 17 Rennen in der MotoGP Weltmeisterschaft noch weniger Zeit sich auszuruhen und es ist sicher, dass die Suche nach einem Heilmittel gegen Jetlag weiter geht.

Tags:
MotoGP, 2004, MARLBORO MALAYSIAN MOTORCYCLE GRAND PRIX, Max Biaggi

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