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Andrea Dovizioso auf dem schnellen Weg zum Ruhm

Andrea Dovizioso auf dem schnellen Weg zum Ruhm

Andrea Dovizioso fuhr beim Malaysia Grand Prix in Sepang am Sonntag zum 125cc Weltmeisterschaftstitel. Dovizioso beschattete den Gewinner des Rennens Casey Stoner die 19 Runden lang um seinen ersten Welttitel mit 18 Jahren, neun Monaten und 17 Tagen zu gewinnen, Dovizioso ist damit der drittjüngste 125er Fahrer, der jemals den Titel gewonnen hat.

„Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich", sagte Dovizioso am Ende des Rennens. „Ich bin sehr verwirrt, trotz des großen Punkteabstandes mit dem wir ins Rennen gingen und heute schon halb damit rechneten die Meisterschaft zu gewinnen.

„Es gibt keinen Weg zu beschreiben, wie ich mich fühle, ich werde etwas Zeit brauchen, bevor ich überhaupt begreife, was das bedeutet. Wir werden heute Abend eine große Party feiern und wenn ich morgen früh aufwache, werde ich vielleicht realisieren, was ich getan habe.

"Ich muss so vielen Menschen danken, vergebt mir, wenn ich jemanden vergesse. Meiner Familie für all ihre Unterstützung, meinem Team, das fantastisch war und es möglich gemacht hat, Honda, die mir so eine großartige Maschine gegeben haben und Unterstützung, meinen Sponsoren, oh so viele Leute. Ich kann es wirklich nicht erklären, ich bin sehr glücklich."

Als ich ihn über seine Ambitionen und seiner Rennstrategie für die Saison fragte, sagte Dovizioso: „Um ehrlich zu sein, ich habe daran gedacht die Meisterschaft zu gewinnen seit dem ersten Tag, wie alle der besten Fahrer. Ich habe erwartet, dass die Saison sehr hart würde und das war sie.

„Wir glaubten, dass Roberto Locatelli der schnellste unserer Rivalen sein würde und der härteste Fahrer den es in 16 Rennen zu schlagen gilt, aber ich habe nicht erwartet, dass er so schnell ist, wie er es zu Beginn der Saison gewesen ist. Barbera und Lorenzo waren sicher schnell auf einigen Rennstrecken, aber „Loca" war die Gefahr und so hat sich die Saison entwickelt.

„Mein Team hat hart für mich gearbeitet und wir waren immer bereit um den Sieg zu fahren. Die neue Honda war vom Start an gut und wir waren die ganze Saison lang sicher, aber wir waren das konsistent schnellste Team diese Saison. Diese Meisterschaft ist für uns alle im Team."

Der ziemlich uneingenommene Dovizioso kam von Forli aus Norditalien und fuhr sein erstes Mini MX Motorrad mit nur 4 Jahren. Unter dem vorsichtigen Auge seines Vaters Antonie, ein regulärer Konkurrent in der MX Meisterschaft, entwickelte Andrea seine Fahrkünste schnell zu beidem Mini-Moto und Mini-Motocross. Als die beiden Kategorien an einem Wochenende zusammenfielen, entschied Andrea seine Mini-Moto-Maschine zu fahren.

Schnell und konsistent auf beiden, Dreck und Asphalt, zeigte er bereits den weichen leistungsfähigen Fahrstil, der sein Markenzeichen wurde und ihm später viel brachte. Er gewann zwei nationale Mini-Moto Meisterschaften und wurde Dritter in der nationalen Mini-MX mit nur 9 Jahren.

Wie mit sichtbar allen jungen Italiener, hat auch Dovizioso eine Liebe für den Fußball. Er war ein talentierter junger Spieler, der nicht überraschend, ein beträchtliches Talent im Lieblingsspiel der Nation darlegte.

Andrea war in Gefahr, er konnte mit allem umgehen und war in nichts Meister, als sein 14 Geburtstag vor ihm lag, fragte Vater Antonio seinen Sohn, auf welche der drei Sportarten er sich konzentrieren wolle. Glücklicherweise für das Grand Prix Motorradrennen entschied sich Andrea für den Asphalt.

Die Entscheidung bedeutet, dass er 2000 in die Aprilia Jagd ging, nur zwei Monate nach seinem 14. Geburtstag und sein Straßenrennen Debüt war sensationell. Das erste Rennen der Serie wurde auf der Misano Strecke abgehalten und der 14-jährige rannte dem Rennen davon. Andrea hielt die Führung durch die Serie und bekam den wohlverdienten Meisterschaftssieg, ein Trend, der sich in seiner jungen Karriere fortsetzte.

2001 ging Dovizioso in die europäische und italienische Meisterschaft, er war noch immer erst 15 Jahre alt. Andrea erzielte drei Rennsiege in der europäischen Serie und fuhr mit dem Titel davon was ihm einen Platz in der 125cc Grand Prix Serie 2002 sicherte. Er wurde auch Vierter in der italienischen Meisterschaft.

Er machte sein GP Debüt in derselben Saison, er fuhr bei seinem Heim Grand Prix als Wildcard Fahrer auf der fabelhaften Mugello Strecke in Toscana. Es war ein Wochenende voller Höhen und Tiefen für Dovizioso.

Der Junge war von der illustren Gesellschaft um ihn herum überwältigt und endete das Morgentraining am Samstag auf Platz 11 und war sich sicher, seine Position bei der Qualifikation am Nachmittag zu halten. Es war nicht so. Er ergriff seine Maschine und musste von ganzen hinten der Startaufstellung starten, in seinen Worten: „Hatte keine Chance im Rennen Eindruck zu machen."

Sein europäischer Erfolg garantierte ihm 2002 einen GP Platz und er unterschrieb bei einem der besten Teams in der ultra-wettbewerbsfähigen 125er Klasse, dem Team Scot Honda, wo Pesaro war. Der Teammanager Cirano Mularoni kämpfte gegen viele rivalisierende Teams um Dovizioso´s Unterschrift zu bekommen.

"Es war nicht leicht", sagte Mularoni. „Das Team Scot Honda hat eine Sicherheit, junge viel versprechende italienische Fahrer zu bekommen und ihr Talent zu entwickeln. Aber jeder wollte, dass Andrea unterschreibt und es gab starke Konkurrenz von anderen GP Teams bevor wir eine Übereinkunft trafen. Wir sind glücklich, dass er uns gewählt hat. Wir haben gut zusammen gearbeitet und sind auf die best mögliche Weise dafür belohnt worden."

Seine zweite volle GP Saison machte er auf dem fünften Platz mit 157 Punkten. Der magische erste GP Sieg lies auf sich warten, aber machte zwei zweite Plätze, einen in Südafrika, wo er weniger als eine halbe Sekunde hinter dem Sieger und eventuellen Weltmeister Dani Pedrosa lag und in Großbritannien. Andrea hatte 13 Top Zehn Plätze in der Saison. Dovizioso wurde von seinen Rivalen wahrgenommen, auf ihn musste man 2004 aufpassen. Der Rest ist, wie man sagt, Geschichte.

Er kam beim ersten Rennen der Saison in Südafrika an, er atmete ruhig und war sich sicher, nach erfolgreichen Wintertests mit der neuen RS125R Team Scot Honda.

Sensationell wäre eine Untertreibung bei der Beschreibung seines Marsches auf den Welttitel. Dovizioso war immer unter den ersten Vier, er gewann viermal und hatte vier weitere Podiumplätze. Er startete auch sieben Mal von der Pole Position und setzte die schnellste Runde in zwei Rennen. Der einzige Fehlschlag in den Notizen war ein Loch im Reifen in Estoril, als er gerade problemlos das Rennen anführte.

„Andrea ist in den letzten beiden Jahren gewachsen. 2002 war für ihn alles neu und er hat sich gut gemacht. Letztes Jahr begann er wirklich zu verstehen, was man alles mit der Honda möglich machen kann und entwickelte ein gutes Gefühl mit dem Motorrad. Er kannte die positiven und negativen Punkte, die beiden, Andrea und dem Team erlaubten zu wachsen", sagte Mirko Cecchini, der Team Daten-Guru.

„Diese Saison war außergewöhnlich. Er hat sich mit dem Fahrgestell auf manchen Strecken nicht so wohl gefühlt letztes Jahr, aber dieses Jahr waren das neue Fahrgestell und die neue Aufhängung so gut, Andrea hat auf Strecken gewonnen, auf denen er 2003 nicht so gut war."

Dovizioso ist über den Winter wirklich gereift, er machte die Erfahrung und nahm sich einen persönlichen Trainer. „Während des Winters habe ich beides verbessert, meine Physik und meine Psyche, am meisten die mentale Annäherung ans Rennen.

„Ich habe mit meinem Vater und persönlichen Trainer auf der MX und Supermotard Maschine trainiert, sowie normales Fitnesstraining, aber der mentale Aspekt ist lebenswichtig beim Rennen fahren und diese Seite meiner Vorbereitung hat sich enorm entwickelt dank meines Trainers.

„Ich bin jetzt viel ruhiger auf der Strecke und nehme die Dinge in meinen Fortschritt auf anstelle mir über den Motor und Fahrgestell-Einstellungen Gedanken zu machen. Es hat mir geholfen, diesen Punkt zu erreichen."

Dovizioso folgt nun den Fußspuren des 125er Honda Weltmeisters von 2003, dem Spanier Dani Pedrosa und wechselt in die 250er Klasse. Ein paar bezweifeln seine Fähigkeit so schnell mit der Viertellitermaschine umgehen zu können und Viele erwarten ihn als einen regulären Besucher des Podiums.

„Der Schritt hoch von der 125cc zur 250cc ist schwierig für jeden Fahrer, aber für mich wird es besonders schwer, weil ich Dani Pedrosa da finden werde. Für mich ist Dani ein Super Meister, er ist so stark wie Valentino Rossi im 250er Rennen war, vielleicht sogar stärker."

Tags:
125cc, 2004, Andrea Dovizioso

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