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Herve Poncharal über Xaus und Elias

Herve Poncharal über Xaus und Elias

Herve Poncharal über Xaus und Elias

Dieses Jahr wird das Fortuna Yamaha Team, geführt von Herve Poncharal mit Ruben Xaus und Toni Elias in der MotoGP Klasse auftreten. Die Vorsaison Tests in Sepang und auf Phillip Island erlaubten den beiden Spaniern, ein neues Motorrad und eine neue Umgebung kennen zu lernen.

Diesen Winter hat Ruben Xaus die Yamaha M1 entdeckt, nachdem er letztes Jahr den "Rookie of the Year" Titel mit Ducati gewonnen hat, auch Toni Elias machte seine Erfahrungen, nachdem er aus der 250er Klasse aufgestiegen ist. Nach den ersten drei Tests des Jahres redete der Teammanager Herve Poncharal mit motogp.com über seine neuen Fahrer.

"Wir haben uns auf diesen ersten Test gefreut, weil es immer spannend ist, mit neuen Fahrern zu arbeiten. Wir kannten Ruben bereits, der letztes Jahr mit der MotoGP begann, Toni ist bereits ein paar Jahre in der GP Szene", sagte Poncharal.

"Diese Tests waren nicht schlechter oder besser als wir es erwartet hätten: es war nur der erste Kontakt. Toni entdeckte dieses Jahr die 4-Takter, aber er fühlt sich immer wohler mit dem Motorrad. Für Ruben war es ein bisschen komplizierter, er hatte ein großes Problem mit dem Sitz der M1."

"Es war schade, weil Ruben einer der fittesten Fahrer im Feld ist, aber die ersten drei Tage waren eine Katastrophe. Wir haben den Sitz verändert und gedacht, er hätte genug Zeit sich zwischen den beiden Tests in Sepang zu erholen. Leider war es nicht genug Zeit, beim zweiten Test, nach 10 Runden hatte er wieder Schmerzen. Wir entschieden also den Tag sein zu lassen, wir konnten das Risiko nicht eingehen unsere Saison aufs Spiel zu setzen."

"Es war nur in Australien, wo Ruben wirklich mit der Arbeit beginnen konnte. Ich bin sehr zufrieden mit der Art, wie er mit dem Team arbeitet. Seine Beziehung zu seinem neuen Chefmechaniker, Guy Coulon, und dem Rest der Crew ist großartig", fuhr der Franzose fort. „Er kann bereits ein bisschen Französisch, wenn er im Team ist, aber seit da hat er so viel gearbeitet. Fließend Französisch zu sprechen ist nicht so wichtig, aber es demonstriert seinen Willen sich an das Team anzupassen. Das ist typisch für ihn: er ist in jedem Aspekt seines Lebens sehr großzügig, man kann das auf der Strecke sehen, aber auch in seiner Arbeitsweise."

"Er ist ein leidenschaftlicher Rennfahrer. Er weiß, dass der Fahrer eine Schlüsselrolle spielt, er kennt aber auch die Wichtigkeit der Teamarbeit. Wie er sich in das Team eingearbeitet hat, ist eine der Zufriedenheiten der Vorsaison."

Für seine Rookie Saison in der Königsklasse, kann sich Toni Elias auf den Chefmechaniker Antonio Jimenez stützen, dieser hatte in der Vergangenheit schon mit den spanischen Topfahrer Jorge Martinez „Aspar", Alex Criville und Carlos Checa gearbeitet.

„Toni muss alles über die MotoGP lernen, aber dieses Jahr wird ihm von Antonio Jimenez geholfen, dieser war einige Jahre der Chefmechaniker von Carlos Checa. Jimenez hat ein gutes Verständnis für die Yamaha und einen sehr starken technischen Hintergrund. Er hat auch den Vorteil Toni sehr nahe zu stehen. Als Toni noch in der 250 war und ein Problem hatte, hat er Jimenez um Unterstützung gebeten. Er ist für Toni wie ein Onkel."

"Dieses Jahr wird ein wichtiger Schritt für Toni, aber das wird für alle Fahrer aus der 250 so, die in die MotoGP aufgestiegen sind, wie Pedrosa, Dovizioso und Barbera... Neben den Top MotoGP Fahrern, kommen viele nahe an das Ende ihrer Karriere und das Feld wird bald erneuert sein. Wenn man darüber nachdenkt, ist John Hopkins jünger als Toni, zwei Monate, man kann also nicht sagen, dass es zu zeitig wäre. Marco (Melandri) machte den Schritt und hatte zwei harte Jahre, aber er sollte die Spitze ziemlich bald erreichen."

Poncharal sagt man solle Elias nicht nach seiner Performance beurteilen, sondern danach, wie er sich an die MotoGP Klasse anpasst.

"Seit wir zu einer 4-Takt Formel gegangen sind, ist der Schritt aus der 250 sehr viel komplizierter. Man kann nicht erwarten, dass ein Fahrer aus der 250 sobald performt, wie er auf die 990cc steigt. Das Beispiel von Max Biaggi mit einem erfolgreichen Wechsel (er war in der Rookie-Saison Runner up) wird langsam alt: als das passierte war die Topklasse noch auf 500cc 2-Taktern unterwegs und Biaggi war bereits ziemlich erfahren. Dieses Jahr wird Toni lernen und jeder im Team, Yamaha und Fortuna wird das wissen."

Poncharal bestätigte die Position seines Teams im MotoGP Programm von Yamaha, seine Rolle ist den jungen Fahrern zu helfen, bevor man in der Lage sein wird vorn mitzukämpfen.

"Wie Yamaha die MotoGP Bemühungen managen wird ist klar: auf einer Seite hat man das volle Werksteam mit Valentino Rossi, die um den Titel kämpfen und von Colin Edwards unterstützt werden. Auf unserer Seite ist unsere Aufgabe den neuen Fahrern in ihrer Anpassung an die MotoGP Klasse zu helfen, sie durch diesen Lernprozess zu begleiten. Das heißt nicht, dass wir keine Ambitionen hätten, aber man muss im Kopf behalten, dass wir mit dem offiziellen Team als Unterstützung von der Seite zusammen arbeiten. Zwei Teams zu haben, die gegeneinander antreten würden, würde so und so keinen Sinn ergeben."

"Unsere Arbeit ist eine Investition in die Zukunft, es geht nur um das Training der Fahrer. Wir wissen, dass Ruben, der ein sehr aggressiver Fahrer ist, ein bisschen runter kommen muss, Toni hat auch Fortschritte gemacht in seiner Fahrerei, er fährt noch mit einem typischen Fahrstil der 250. Das Potenzial ist da und es geht darum alles zu tun um eine erfolgreiche Saison zu haben."

Tags:
MotoGP, 2005, Toni Elias

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