Neu auf motogp.com?Hier registrieren

Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

Ichiro Yoda steht Rede und Antwort

Ichiro Yoda steht Rede und Antwort

Ichiro Yoda steht Rede und Antwort

Ichiro Yoda ist 2005 als technischer Direktor im MotoGP Kawasaki Team, nachdem er seine letzten vier Jahre bei Yamaha verbrachte und dort bei der Entwicklung der YZR-M1 MotoGP Maschine mitwirkte. Kurz vor der neuen Herausforderung mit der Firma aus Akahashi redet er über seinen Wechsel von Yamaha und über seine neue Rolle.

F.: Nach mehr als 20 Jahren in dem Unternehmen steht ihr Name fast als Synonym für Yamaha. Warum haben Sie die Entscheidung getroffen, nach so langer Zeit bei Yamaha zu Kawasaki zu wechseln?

A.: Ich wollte eine neue Herausforderung, weshalb ich auch Ende letzten Jahres bei Yamaha aufgehört habe. Ich wollte beim Rennen bleiben, weil ich es genossen habe, in dieser Umgebung zu arbeiten und dort liegen meine Erfahrungen. Als mich Kawasaki also gefragt hat, an der Entwicklung der Ninja ZX-RR mitzuarbeiten, war ich sehr interessiert. Nachdem ich KHI (Kawasaki Heavy Industries) besucht hatte entschied ich, dass es das ist, was ich tun wollte. Das war die neue Herausforderung nach der ich gesucht habe.

F.: Sie sind erst seit kurzer Zeit bei Kawasaki, was waren aber Ihre ersten Eindrücke des Unternehmens als ganzes und des Kawasaki Racing Teams im Einzelnen?

A.: Kawasaki Heavy Industries ist ein großes Unternehmen mit vielen Produkten, nicht nur Produkte für den Verkauf, so wie Motorräder. Sie sind in vielen Gebieten in Ingenieurprojekte involviert, von der Luftfahrt bis hin zum Schiffbau. So viele Projekte bedeuten, dass KHI gute Experten im Ingenieurbereich hat. Und weil die Anzahl der Leute, die in diese Projekte involviert sind im Gegensatz zu den Projekten klein ist, glaube ich, dass wir die nötigen Ingenieure haben um die Ninja ZX-RR zum Erfolg zu bringen.

Das Kawasaki Racing Team hat viele erfahrene und hoch motivierte Leute. Jeder im Team hat dasselbe Ziel, die Ergebnisse auf der Strecke zu verbessern. Es ist eine gute Umgebung zum Arbeiten und ich denke, dass es ein großes Potenzial für die Zukunft gibt.

F.: Sie arbeiteten in der Vergangenheit eng mit Shinya Nakano und seinem Crewchef Fiorenzo Fanali zusammen. Denken Sie, dass Sie schon eine gute Arbeitsbeziehung mit den Schlüsselleuten des Teams haben um die Entwicklung der Ninja ZX-RR zu erleichtern?

A.: Definitiv, weil wir in der Vergangenheit schon zusammen gearbeitet haben, ist es für Shinya und Fiorenzo und mich einfacher, Ideen auszutauschen und unsere Meinungen über die Entwicklung des Motorrades zu diskutieren und das beschleunigt das ganze Entwicklungsprogramm.

F.: Die Entwicklung der 2005er Ninja ZX-RR war schon im vollen Gange als Sie zu Kawasaki kamen. Werden Sie viel zu der weitern Entwicklung des Motorrades von diesem Jahr beitragen, oder liegt Ihre Konzentration mehr auf der Version für die Saison 2006?

A.: Natürlich muss ich in die Zukunft blicken, aber ich muss auch das Motorrad, das wir im Moment haben entwickeln. Wir werden dieses Motorrad ja schließlich diese Saison fahren. Die Tests, die wir bis jetzt in diesem Jahr durchgeführt haben, erlauben uns, die Richtung der Entwicklung sehr klar zu definieren. Und wir wissen, was wir für das erste Rennen brauchen. Ich denke, dass wir mit diesem Wissen in einer Position sind, von der aus wir Mitte der Saison ein paar gute Ergebnisse erreichen können.

Die Entwicklung kann auch von unseren Teilnehmern diktiert werden. Wenn sie während des Winters irgendetwas gefunden haben, woran man arbeiten muss, muss das Entwicklungsprogramm flexibel genug sein, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Es kann sein, dass wir unseren Entwicklungsplan umschreiben müssen, wenn wir sehen, welches Level unsere Teilnehmer beim Beginn der Saison haben.

F.: Shinya Nakano hat den weichsten, für einen Fahrer typischen Stil. Alex Hofmann hingegen hat einen aggressiveren Stil auf dem Motorrad. Die beiden sind sich auch körperlich nicht besonders ähnlich. Shinya ist klein und leicht während Alex groß ist und 20 kg mehr wiegt als sein Teamkollege. Wie schwer ist es, ein Motorrad zu entwickeln, das beiden Fahrern passt?

A.: Es ist manchmal schwer die Ergonomie des Motorrades so zu ändern, dass sie zu den Körpern beider Fahrer passt, aber mit der Ninja ZX-RR haben wir das geschafft. Wenn wir erst einmal ein gutes Basis Set up für das Bike gefunden haben, denke ich, dass beide Fahrer ihr individuelles Set up verfeinern können und es an ihre physischen Bedingungen und ihren Fahrstil anpassen können.

In Hinsicht auf den Motor, denke ich, dass wir, wenn wir die Power weicher machen können, es an beide Fahrer anpassen können. Ich glaube nicht, dass sich ein Unterschied im Fahrstil wirklich auf die Entwicklungsrichtung des Motors auswirkt.

F.: Hinsichtlich der Stärke die Sie bei der Ninja ZX-RR und den beiden Fahrern des Kawasaki Racing Teams während der Vorsaison gesehen haben, sind ihre Ziele für die Ergebnisse dieser Saison welche?

A.: Racing ist Gewinnen, wir müssen immer das Ziel haben zu gewinnen. Wir sind nicht hier nur um irgendeine Nummer zu sein. Es ist also wichtig ein klares Ziel zu haben und ich will unsere Ziele hoch halten. Als erstes müssen wir das Motorrad in eine Gewinnermaschine umwandeln und dann müssen wir Fahrer auf das Motorrad setzen, die Rennen gewinnen können. Wenn wir das tun können, denke ich, werden wir diese Saison ein paar gute Ergebnisse haben.

Tags:
MotoGP, 2005

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›