Neu auf motogp.com?Hier registrieren

Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

MotoGP Fahrer berichten über Einsatz der weißen Flagge

MotoGP Fahrer berichten über Einsatz der weißen Flagge

MotoGP Fahrer berichten über Einsatz der weißen Flagge

Letzten Sonntag, beim betandwin.com Grande Premio de Portugal trat zum ersten Mal die „Weiße Flagge" Regel in Kraft, welche den Fahrern die Möglichkeit gibt, ihre Motorräder bei veränderter Streckenbedingung zu wechseln um dann mit Regenreifen oder eben Intermediate Reifen fahren zu können.

Die weiße Flagge wurde in Runde 20 geschwungen, aber keiner der Fahrer ergriff die Möglichkeit das Motorrad zu wechseln. Sie entschieden stattdessen mit den Reifen weiter zu fahren, die sie hatten. Für die meisten von ihnen war es das einfach nicht wert, in die Box zu fahren und dadurch so viel Zeit zu verlieren, selbst wenn man die teilweise nasse und daher riskante Strecke in Betracht zog.

Der italienische Gauloises Yamaha Team Fahrer Valentino Rossi, der in Estoril Zweiter wurde, war nicht so wirklich überzeugt von der Zweckmäßigkeit der Regel während des Rennens am Sonntag und entschied daher ohne einen Wechsel weiter zu fahren.

„Ich habe mich langsam an die Bedingungen während des Rennens gewöhnt, aber es ist nicht gerade ideal so zu fahren", sagte Rossi. „Die neuen Regenrennen-Regeln sind besser fürs Fernsehen, aber sie sind nicht besonders sicher, es ist jetzt aber auch verständlicher für die Fahrer, wenn ein Rennen als Regenrennen erklärt wird. Ich denke, dass es in unserem Sport unmöglich ist, dafür eine passende Regel zu finden."

Der Sieger des Rennens, Alex Barros war entschlossen nach einem Wochenende mit so schnellen Runden im Training, einige Risiken in Kauf zu nehmen und den Anführer des Rennens, Sete Gibernau einzuholen, aber der Spanier stürzte dann und Barros lag in Führung.

„Das Rennen war viel komplizierter. Am Anfang schien die Strecke trocken zu sein, aber dann kamen ein paar Tropfen. Es gab einen Augenblick in dem Sete einen Vorsprung hatte, dann verlangsamte er sein Tempo und ich konnte ihn einholen. Ich begann mehr und mehr Gas zu geben, habe versucht, ihn unter Druck zu setzen, auch als ich die Regentropfen schon auf meinem Helm und dem Bike spüren konnte. Dann verlor er die Kontrolle über das Bike und stürzte, er war an seine Grenzen gekommen.

„Man hat uns die weiße Flagge gezeigt, aber ich habe nicht einen Moment daran gedacht in die Box zu fahren, es hat dafür nicht genug geregnet und es war nicht nötig Intermediate Reifen aufzuziehen. Es war ein anstrengendes Rennen, die Strecke bot schwierige Bedingungen, aber die Zufriedenheit ist jetzt einfach enorm."

Loris Capirossi war verständlicherweise einer der Vorsichtigsten. Er konnte einfach das Risiko nicht eingehen, sich noch mehr zu verletzen. Er fuhr das Rennen bereits mit einem verletzten Knöchel und dennoch entschied auch er sich dagegen, sein Motorrad zu wechseln.

„Die Bedingungen auf der Strecke waren wirklich unglaublich", kommentierte Capirossi. „An manchen Stellen war es nass, an anderen wieder trocken und keiner ist in die Box gefahren, weil es keine Punkte gebracht hätte. Glücklicherweise sind nur ein paar Fahrer gestürzt und keiner davon fiel in den letzten drei oder vier Runden, als es noch mehr anfing zu regnen. Ich habe versucht vorsichtig zu sein und ein paar Punkte mit heim zu nehmen."

Die Strecke wurde immer schlimmer im Laufe des Rennens und einige Fahrer sind gestürzt, auch Colin Edwards und Troy Bayliss – die wieder ins Rennen zurück fuhren – und John Hopkins und Sete Gibernau, die nicht wieder ins Rennen zurückkehren konnten. Gibernau erklärte, dass es nicht gut für ihn war, das Rennen anzuführen, er konnte keinen anderen Fahrer als Anhaltspunkt nutzen.

"Der einzige Fehler war, dass ich von Anfang an geführt habe. Es war ein sehr hartes Rennen und es war wichtig, die Flaggen der Marshalls richtig einzuschätzen, weil das die einzige Referenz war, die ich hatte, um zu wissen, wie viel Wasser auf der Strecke war. Wo auch immer eine Flagge war, bin ich langsamer gefahren und wo keine war, habe ich Gas gegeben. Ich bin nicht durchgedreht, ich habe das Rennen kontrolliert und war sogar am Ende der Geraden langsamer als gewöhnlich, aber das war wohl nicht genug."

Tags:
MotoGP, 2005, betandwin.com GRANDE PREMIO DE PORTUGAL

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›