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Jacque redet über seinen Triumph in China

Jacque redet über seinen Triumph in China

Jacque redet über seinen Triumph in China

Nach seinem fantastischen zweiten Platz in Shanghai, erinnert sich Jacque an das besondere Rennen, was ihm sein erstes MotoGP Podium seiner Sportskarriere einbrachte und Kawasaki ihr bestes Ergebnis in der MotoGP.

F.: Als du ins Rennen gefahren bist, hast du da gedacht, dass du dieses Ergebnis erreichen kannst?

A.: Natürlich nicht. Es ist zwei Jahre her, seit ich ein Teilnehmer der MotoGP war. Letztes Jahr war ich nur als Ersatz für Moriwaki in Japan und Valencia dabei. Als sich Hofmann verletzt hatte, hat mich Kawasaki angerufen, ich hatte keine Zeit, mich körperlich darauf vorzubereiten. Abgesehen von dem Training, was wir gemacht haben, bevor wir nach China aufgebrochen sind, habe ich die ZX-RR noch nie getestet. Auch die pneumatischen Bridgestones waren neu für mich, die Shanghai Strecke natürlich auch. Es gab wirklich zu viele Dinge, die ich nicht im Geringsten kannte.

F.: Hattest du während des Rennens irgendwelche Probleme?

A.: Ja, die Wahrheit ist, dass ich viele Schwierigkeiten mit dem Visier des Helmes hatte. Es kam Wasser in das Visier und ich konnte in den Kurven nicht besonders gut sehen, es war schrecklich. Ich habe etwas Zeit verloren als ich versucht habe Gibernau einzuholen, aber das war, weil ich nichts gesehen habe. Ich habe das Visier geöffnet, um besser sehen zu können. Als ich an Sete vorbei gefahren bin, habe ich die Hitze des Motors spüren können, da habe ich mich ein bisschen besser gefühlt. Aber es war die Hölle. Ich hatte den Gedanken, das Überholmanöver abzubrechen, aber ich war entschlossen.

F.: Dachtest du, du könntest Rossi erreichen?

A.: Man kann die Geschichte nicht neu schreiben, aber wenn ich keine Probleme mit dem Visier gehabt hätte, denke ich, dass ich den Sieg hätte erreichen können. Ich habe viel Zeit verloren, meine Rivalen zu überholen, aber letztendlich bin ich auch an Gibernau vorbei gekommen. Wenn das eher passiert wäre, denke ich, dass ich hätte vor Valentino ins Ziel gehen können. Ich bin mit zwei Zehntel einer Sekunde Rückstand Zweiter geworden, ich hatte mehr Zeit wegen der schlechten Sicht verloren.

F.: Wie hast du dich gefühlt, als du über die Ziellinie gefahren bist?

A.: Ich habe mich unglaublich gefühlt! Ich hatte mein Bestes gegeben. Das ist genauso wichtig für mich wie der 250ccm Weltmeistertitel von 2000. Ich habe drei Jahre darum gekämpft auf das MotoGP Podium zu kommen. Ich war 2002 beim GP von Deutschland soweit, dann bin ich mit Alex Clays zusammengestoßen. Es war ein großartiger Tag für mich. Ich denke, ich konnte jeden überraschen. Ich kann mir vorstellen, dass Rossi´s Team nicht erwartet hat, den Namen OJ auf dem Pitboard stehen zu sehen, als ich hinter ihm war.

F.: Wie lief das Motorrad?

A.: Das Motorrad und die Reifen haben von der ersten Kurve an perfekt funktioniert. Ich habe mich mit dem Layout des Motorrades sehr wohl gefühlt. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und das Motorrad an mich angepasst. Mein Vertrauen zu dem Motorrad ist jede Runde gewachsen. Ich möchte Kawasaki und Bridgestone danken.

F.: Hast du dir wegen der Bedingungen auf der Strecke Sorgen gemacht?

A.: Nicht wirklich, wenn man die Probleme mit der Sicht vergisst, lief das Motorrad wirklich gut. Ich hatte ein paar Probleme, konnte mich aber davon erholen. Einmal bin ich hart an der Grenze gewesen, aber ich wusste, wie ich die Situation kontrollieren konnte. Ich war immer unter Kontrolle.

F.: Wie hast du dich in das offizielle Team von Kawasaki eingewöhnt?

A.: Es ist nicht so, dass mir alles fremd war; ich habe schon mit Yoda, dem Ingenieur gearbeitet, als ich mit Yamaha begann. Wir haben uns schon immer verstanden und wir respektieren uns. Dasselbe war auch mit dem Chefmechaniker Christophe Bourguignon – mein Federungs-Ingenieur als ich 1996 den brasilianischen GP gewann. Shinya Nakano war viele Jahre bei Tech 3 mein Freund und Rivale. Es ist eine wichtige Erfahrung wieder mit ihnen zusammen zu sein und deshalb ist das alles auch sehr emotional.

F.: Shinya musste aufgeben…

A.: Leider, besonders bei seinem 100. GP. Wegen elektronischer Probleme aufgeben zu müssen ist nicht schön. Er hat seit zwei Jahren tolle Arbeit für Kawasaki geleistet. Er war es, der dem Team geholfen hat, sich zu entwickeln. Ich habe das Ergebnis am Sonntag dank ihm erreicht. Der Fakt, dass ich meinen ersten GP hatte, um ihn bei seinem 100. zu ersetzen, macht die ganze Sache noch emotionaler.

F.: Bist du offen dafür wieder zur MotoGP zurück zu kehren?

A.: Es ist zu zeitig dazu etwas zu sagen. Was jetzt zählt ist der Große Preis von Frankreich in Le Mans in ein paar Tagen. Ich bin sehr stolz am französischen GP teilnehmen zu können, vor all den Fans. Ich werde versuchen mein Bestes zu geben. Aber der zweite Platz in Shanghai ist etwas, was nicht jedes Wochenende erreicht werden kann. Jeder sollte sich daran erinnern und ich bin der erste. Ich habe Claude Michy, den Organisator des Französischen GP gebeten, eine Kerze anzuzünden, so dass es in Le Mans regnet!

Tags:
MotoGP, 2005, TAOBAO.COM GRAND PRIX OF CHINA

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