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Porto spricht über seine bisherige Saison 2005

Porto spricht über seine bisherige Saison 2005

Porto spricht über seine bisherige Saison 2005

Der Sieger des Dutch TT, Sebastian Porto, genießt eine wohlverdiente Pause in seiner Heimat Argentinien, bevor er für den betandwin.com British Grand Prix, der nächste Woche in Donington Park stattfindet, wieder nach Europa zurückkehrt. Die erste Hälfte der Saison ist schon fast vorbei und der Aprilia Aspar Fahrer schaut auf die erste Hälfte seiner 2005er Kampagne zurück.

Wie siehst du die zweite Hälfte der Meisterschaft nach diesem spektakulären ersten Sieg der Saison?
Jetzt kann ich sagen, dass ich denke, dass sie gut wird, weil noch viele Rennen vor uns liegen. Was mich wirklich interessiert ist, dass wir wieder konkurrenzfähig sind und das gibt uns die Chance die kommenden Rennen auf eine andere Art und Weise anzugehen. Was wir machen müssen, ist hart arbeiten, um das Motorrad so laufen zu lassen, wie in Assen. Wenn wir das schaffen sollten, können wir bei den noch kommenden Grand Prix Rennen mit an der Spitze fahren. Die Lücke in der Gesamtwertung ist sehr groß, aber ich werde mich jetzt Rennen für Rennen darauf konzentrieren, so viele Punkte zu machen, wie möglich sind.

Du bist in Holland ein sehr intelligentes Rennen gefahren, was war deine Taktik?
Ich hatte keinen besonderen Plan. Was ich wollte, war ein guter Start, weil es auf einer Strecke wie der in Assen wichtig ist, einen Platz an der Spitze zu bekommen und das gleich nach den ersten Kurven. Es ist eine sehr lange und schnelle Strecke und es gibt nicht viele Stellen, an denen man überholen kann. Es hat mich ein bisschen Zeit gekostet, in der ersten Runde das richtige Tempo zu erreichen, weil ich neue Reifen hatte und die noch nicht die richtige Temperatur hatten. Ich wollte nicht von Anfang an Gas geben und habe Lorenzo die Führung übernehmen lassen. Nach den ersten paar Runden habe ich mich auf dem Motorrad viel wohler gefühlt und hatte einige Male die Chance, an ihm vorbei zu gehen, doch entschied, hinter ihm zu bleiben, um die Gebiete zu studieren, an denen ich an ihm vorbei gehen könnte. Ich wusste auch, dass Pedrosa kommen würde und als er mich überholte, wusste ich, dass ich ihn wieder überholen musste, um nicht die Chance zu verlieren, das Rennen zu gewinnen. Ich habe sie in der Schikane beide überholt, es war ein risikoreiches Manöver, doch es ging gut. Und auch das Motorrad hat das Manöver zugelassen. Die letzte Runde war sehr schnell und in T2 war Pedrosa schneller als ich. Ich wusste, dass wenn ich es schaffe, in dieser Sektion die Lücke zu schließen, Dani keine Chance mehr gehabt hätte, mich wieder zu überholen. Ich habe mich sehr gefreut, auf dieser Strecke wieder zu gewinnen und dieser Sieg ist mir sehr viel wert, besonders nach all den Problemen, die wir hatten. Es war ein schöner und sehr zufrieden stellender Sieg.

Fühlst du dich nach den Problemen im ersten Rennen jetzt wohler auf deinem Motorrad?
Je, denn wir haben das Motorrad, welches wir in der Vorsaison hatten wieder. Und was ich jetzt möchte, ist die Hochs und Tiefs zu vermeiden. Wir müssen für den Rest der Saison konstanter sein. Wir haben einige, der Aprilia ziemlich gut liegende Rennstrecken vor uns und auch einige nicht so tolle, aber das Team und ich sind bereit und wir werden versuchen, das Beste aus uns heraus zu holen, um an der Spitze mit dabei sein zu können.

Was kann Porto noch erreichen in den kommenden Rennen? Sind die nächsten Rennstrecken gut für dich und dein Bike?
Die Aprilia passt besser zu schnellen Strecken als zu langsamen, was an ihrem Motor und dem Fahrgestell liegt, aber ich denke, dass es im Moment eine große Ähnlichkeit zwischen der Aprilia und der Honda gibt. Die Strecken, auf die wir jetzt fahren, Donington und Deutschland, sind langsam, aber wenn wir konstant sein können, können wir auch an der Spitze sein.

Welche der kommenden neun Rennstrecken ist deine liebste und warum?
Brünn ist ohne Zweifel die beste Rennstrecke für die Aprilia und wir haben dort letztes Jahr auch gewonnen. Ich mag auch Katar, Malaysia und Australien, generell mag ich eigentlich alle, auch die nicht so guten für die Aprilia, wie Deutschland, England, Japan und Valencia. Aber ich sagte bereits, was wirklich zählt ist ein gutes Set up für das Motorrad, dann kommen auch die Ergebnisse.

Auf welcher Entwicklungsstufe ist dein Motorrad? Was sind die Punkte, an denen du denkst, dass sie weiterer Entwicklung bedürfen?
Im Moment ist das Motorrad wieder konkurrenzfähig, aber es braucht immer etwas mehr Entwicklung. All unsere Probleme kamen nach Jerez, als wir damit anfingen einige neue Elemente zu testen, die wir nicht auf einer Strecke testen konnten. Das war die Basis unserer negativen Ergebnisse, aber jetzt ist was wirklich zählt, dass wir zurück sind und das Motorrad wieder konkurrenzfähig ist, wie es in der Vorsaison war und in Jerez, wir können auch immer versuchen, eine bessere Performance vom Motor zu bekommen. Das Wichtigste ist es, hart zu arbeiten.

Wie siehst du deine Hauptrivalen, Dani Pedrosa, Casey Stoner und Andrea Dovizioso?
Die 250ccm Klasse ist sehr schwierig. Es gibt 5 sehr schnelle Fahrer, die Rennen gewinnen können. Zum Glück waren wir in Assen wieder an der Spitze und konnten besser fahren als sie. Etwas, was mich sehr überrascht hat, war die Leichtigkeit, mit der sich diese 125ccm Fahrer an die neue Klasse gewöhnt haben. Was auch klar ist, ist, dass wenn ein Fahrer schnell ist, ist er auf jedem Motorrad schnell, auch wenn manche etwas länger brauchen, sich daran zu gewöhnen, als andere. Abgesehen von Dani, denke ich, dass dem Rest vielleicht die Erfahrungen fehlen, aber beide, Lorenzo und Stoner und auch Dovizioso sind ohne Zweifel unsere direktesten Rivalen.

Du hast bereits sieben Rennen hinter Dir und es sind noch neun zu fahren. Wie fühlst du dich fast an der Hälfte der Meisterschaft angekommen?
Ich wäre gern in der Gesamtwertung in einer besseren Position. Was uns in den letzten Rennen passiert ist, war nicht unser Plan, weil wir die Vorsaison sehr optimistisch vorbereitet haben und ich denke immer positiv. Was jetzt wirklich zählt ist, dass wir eine Lösung gefunden haben, die uns erlaubt, wieder dort zu sein, wo wir hin gehören, ich bin also für die nächsten Rennen sehr optimistisch. Die Situation in der Meisterschaft ist nicht ideal, aber so sind die Dinge eben und was man immer machen muss, ist nach vorn schauen. Es sind noch neun Rennen übrig und wir können noch viel aufholen, wenn alles so läuft wie in Assen.

Hast du besondere Pläne für die nächsten Sommerferien?
Nein, Ferien sind für mich grundsätzlich zu Hause zu sein, in Argentinien, bei meiner Familie. Mich auszuruhen und hart zu trainieren, um die zweite Hälfte der Saison durchzuhalten, denn dann wird es Rennen geben, die in sehr heißen Gegenden stattfinden, weswegen man in einer sehr guten Verfassung sein muss. Und ich werde mich von den kleinen Schlägen erholen, die ich bisher hatte.

Tags:
MotoGP, 2005

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