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Eine Runde auf der Sachsenring Rennstrecke

Eine Runde auf der Sachsenring Rennstrecke

Eine Runde auf der Sachsenring Rennstrecke

Die Sachsenring Rennstrecke ist eng und gewunden. Sie ist mit 3671 Metern die kürzeste Rennstrecke der Weltmeisterschaft. Überraschenderweise ist auch die Renndistanz von 110,13 km in der MotoGP die kürzeste der Saison, der eigentliche Durchschnitt der anderen Rennstrecken beträgt sich auf 120 km. Die Erklärung der kurzen Distanz liegt darin, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit die drittlangsamste der Meisterschaft ist, mit 157,828 km/h und sie liegt damit hinter Cheste und Estoril und aus dem Grund ist auch die Rundenzahl reduziert. Mit nur 110 km geht das Rennen über 30 Runden, was das Rennen für die Fahrer und Teams, die in Führung liegen endlos erscheinen lässt!

Ein anderer Charakter der Strecke ist das eigenartige Layout: der erste Abschnitt ist eng und gewunden und hier muss das Motorrad sehr schnell im Richtungswechsel arbeiten. In diesem Abschnitt, zu dem die ersten Zwischenzeitnahmen gehören, bis hin zum Ausgang der Karthallen Kurve, liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei weniger als 134 km/h. Im nächsten Abschnitt der Strecke, der zur Start- und Zielgeraden führt, ist die Geschwindigkeit bei über 177 km/h und dort, wo die Motorräder durch die Kurven pfeifen, ist es notwendig, eine gute Rundenzeit zu erreichen. Das ist auch der Abschnitt der Strecke, wo man ausgeprägte Schwingungen erleben kann. Mit einer Gradsteigung bis hin zu 13% ist der Sachsenring, der kurz und gewunden ist, eine Strecke, wo die Leistungskraft des Motors lebenswichtig ist, wenn man ein gutes Ergebnis erreichen möchte.

Eine andere Eigenart dieser Strecke ist der große Unterschied zwischen der Anzahl an rechten und linken Kurven. Der Sachsenring ist zusammen mit Phillip Island und Cheste die einzige Rennstrecke in der Weltmeisterschaft, wo es mehr linke Kurven als rechte Kurven gibt. Es gibt 10 linke und 4 rechte Kurven. Dieser Faktor hat einen bedeutsamen Einfluss auf die Komponenten der Reifen, denn diese müssen auf der linken Seite härter sein, um der Beschleunigung in der Karthallen Kurve und der Audi-Brücken Kurve standzuhalten und rechts müssen die Reifen relativ soft sein, weil es relativ wenige rechte Kurven gibt.

Auch die Kurve direkt vor der Bergab-Passage, die in die Sachsenkurve führt besteht aus sieben aufeinander folgenden linken Kurven, was heißt, dass die rechte Seite des Reifens kälter sein wird, als normal und nicht so viel Grip da sein wird, was eine Situation verursachen kann, in der der Fahrer stürzt. Dieses Kurve ist jedes Jahr oft die Kulisse für viele Stürze, wo sich Fahrer körperlich verletzen, denn dort fährt man mehr als 200 km/h.

Im Set up des Gangwechsels, auf einer Strecke, wo die Geschwindigkeiten so langsam sind und wo man den ersten Gang nicht braucht, muss die Getriebeübersetzung sehr exakt eingestellt sein, besonders im zweiten und vierten Gang, denn diese werden am meisten benutzt. Es ist eine typische Rennstrecke, wo viele Diskussionen stattfinden, auch darüber ob man einen fünften oder sechsten Gang überhaupt benutzt. Normalerweise benutzt man die Gänge zwei bis sechs und der erste wird nur beim Start benutzt. Diese Situation wiederholt sich auch auf anderen Rennstrecken, aber auf dem Sachsenring ist der zweite Gang sehr kurz und daher wird der erste Gang noch kürzer als es für einen Rennstart normal wäre. Auch scheint es auf dem Papier so zu sein, als ob ein kürzerer Gang einen besseren Start erlauben würde, in Wirklichkeit ist es aber anders herum, denn die Leistungskraft kommt zu plötzlich und erzeugt Wheelies, wenn man das Startfeld mit dem Motorrad verlässt.

Sachsenring hat eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h, was heißt, dass die Sprünge zwischen den Gängen sehr kurz sind. Dieser Faktor und der Faktor mit den Schwingungen bedeutet, dass eines der Hauptprobleme der Fahrer darin liegt, dass sie versuchen müssen, auf der Hauptgeraden und in der ersten gewundenen Sektion Wheelies zu vermeiden. Es ist eine typische Rennstrecke, auf der die Kontroller der Power, sei es nun durch die Fahrer oder durch die Elektrik, lebensnotwendig ist, wenn man die maximale Performance aus dem Bike herausholen will.

Tags:
MotoGP, 2005, ALICE MOTORRAD GRAND PRIX DEUTSCHLAND

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