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Michelin und die MotoGP Reifenlogistik

Michelin und die MotoGP Reifenlogistik

Michelin und die MotoGP Reifenlogistik

Von dem Moment an, als Michelin´s MotoGP Reifen in Clermont Ferrand hergestellt wurden, bis hin zu Pfosten-Rennen und selbst noch weiter zurück, ist und war die Reifenlogistik sehr kritisch. Nachfolgend sehen sie die Antworten auf die eifrigsten Fragen über Motorradreifen…

Wie viele Fahrer stattet Michelin 2005 aus?
Michelin arbeitet mit allen Honda, Yamaha und KTM Fahrern, was insgesamt 12 macht. Es sind 24 Motorräder, wenn man die Ersatzmotorräder dazu zählt.

Wie viele Reifen nimmt Michelin mit zu jedem Grand Prix?
Ungefähr 1.200, wovon 40% Vorderreifen sind und 60% Hinterreifen sind. Diese Zahl kann sogar noch höher sein, wenn zwei Rennen aufeinander folgen und wir keine Zeit haben, wieder ins Hauptlager nach Clermont-Ferrand zurück zu kehren. Regenreifen nehmen ca. 10% dieser Zahl mit, während Intermediate Reifen vor Ort zugeschnitten werden, je nach Wetterbedingungen. Im Durchschnitt werden 500 Reifen während eines Grand Prix Wochenendes genutzt, aber Michelin nimmt mehr als doppelt so viele mit, sie sind aber verschiedener Ausführungen, wir machen das, um auf jede Art von Situation reagieren zu können.

Wie ist der Transport der Reifen bei Europäischen Grand Prix organisiert?
Die Reifen und das Equipment werden in drei Trucks transportiert. Die verschiedenen Ummantelungen sind in verschiedene „Familien" eingeteilt und liegen vertikal auf flexiblen Regalen, um Deformationen zu vermeiden. Um die Lagerverwaltung und die Bewegung der Reifen zu erleichtern, sind die individuellen Reifen mit einem Barcode versehen. Der Konvoi beinhaltet auch ein mobiles Truck-Büro, was als Basis des MotoGP Programmmanagers und der Techniker von Michelin dient. Wenn man beides, die Europäischen Rennen und die Tests in Betracht zieht, fahren diese Fahrzeuge um die 30.000 bis 35.000 km in jedem Jahr.

Wann verlässt dieser Konvoi Clermont-Ferrand?
Das hängt davon ab, wie weit die Rennstrecke weg ist, die Trucks verlassen Clermont-Ferrand an dem Montag oder Dienstag vor dem Rennen und kommen spätestens Mittwochabend im Fahrerlager an.

Genaue Sicherheit muss ein Schlüsselpunkt sein, während die Reifen befördert werden, oder?
Absolut. Die Trucks fahren im Konvoi und das Personal verlässt ihre Fahrzeuge niemals unbeaufsichtigt. Falls sie über Nacht irgendwo halten müssen, schlafen sie in ihren Kabinen. Die Fahrzeuge sind auch mit Alarmanlagen ausgestattet.

Wie viele Michelin Angestellte arbeiten bei jedem Grand Prix?
Zu den Ingenieuren und dem MotoGP Programmmanager von Michelin hat das Team noch acht Reifenaufzieher, die auch die Trucks fahren und den Michelin Stützpunkt im Fahrerlager aufbauen, plus einen Lagerbeauftragten, der für die Lagerung und die Ausgabe der Reifen verantwortlich ist. Auf den Strecken wacht über Nacht noch ein Securitymann über die Reifen.

Ist es möglich, einen extra Reifen zu bestellen, wenn sie einmal auf der Strecke angekommen sind?
Bei Europäischen Rennen ist es möglich eine zusätzliche Lieferung während des Grand Prix Wochenendes zu organisieren, falls die Produktion der Reifen, die auf den Daten basiert, die während eines Grand Prix geliefert werden, nicht schon abgeschlossen sind, bevor der Hauptkonvoi weg ist. Diese Lieferungen in letzter Sekunde werden durch die Nähe der Europäischen Rennstrecken zu Clermont-Ferrand vereinfacht.

Welches Equipment nehmen Sie mit zu den Rennen?
Wir nehmen drei Reifen-Aufzugsmaschinen mit, drei Maschinen zur Ausbalancierung des Rades, zwei Kompressoren und einen Lufttrockner, welcher gebraucht wird, um die Luftfeuchtigkeit, die wir benutzen, um unsere Reifen aufzupumpen, zu entfernen.

Wie verändert sich diese Routine, wenn es sich um einen Grand Prix handelt, der nicht in Europa stattfindet?
Außerhalb Europa´s werden die Reifen und das Equipment, was um die 10 Tonnen wiegt, per Luftfracht in sicheren Containern versendet. Wir nehmen eine größere Anzahl an Reifen zu den Übersee-Rennen mit; um die 10% mehr als bei Europäischen Grand Prix, weil Lieferungen in letzter Minute außer Frage stehen. Unsere Reifen werden mit Trucks von Clermont-Ferrand zum Paris-Charles de Gaulle Flughafen gebracht, wo sie an einen internationalen Fracht-Spezialisten übergeben werden. Es braucht um die fünf Tage, bis die Reifen ihr Ziel erreicht haben. Die delikateste Phase ist die Zollabfertigung, was in manchen Ländern ganz schön lange dauern kann.

Reisen die Motorräder schon mit Rennreifen?
Nein. Für den Transport der Motorräder geben wir unseren Partnern Standardreifen, ohne spezielle Technologie und welche, die ausschließlich für den Transport hergestellt wurden, oder für die Benutzung bei Ausstellungen der Motorräder, etc.

Was machen Sie mit den Reifen nach den Rennen?
Alle Ummantelungen werden nach Clermont-Ferrand zurück geschafft. Aus Gründen der Vertraulichkeit ist das ein absolutes Gesetz. Benutzte Reifen werden analysiert und dann zerstört.

Tags:
MotoGP, 2005

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