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Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 7

Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 7

Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 7

1980-1984: Die Yamaha TZ – die Volksrennmaschine

Yamaha hat die meisten seiner GP-Siege mit seinen eigenen Werksteams errungen, wie auch die meisten anderen Marken. Aber Yamaha konnte auch bemerkenswerte Erfolge mit seinen Zweitaktmaschinen erzielen, die sie an Privatfahrer verkauften. Yamahas TZ750 Vierzylinder und die TZ350 und TZ250 Zweizylinder gewannen alle Weltmeistertitel für Privatteams, die ihre Maschinen selbst gekauft und zu Weltmeister-Motorrädern veredelt haben.

Tatsächlich war die TZ die Rennmaschine in den Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger. In rauen Mengen füllten sie die Startfelder im GP und in nationalen Meisterschaften auf der ganzen Welt. Die relativ einfache und doch hocheffektive Maschine ermöglichte es talentierten aber wenig betuchten Fahrern sich mit den besten der Welt zu messen. Eine 1976iger TZ250C kostete nur 1500 Pfund und dabei war ein umfangreicher Ersatzteil-Kit enthalten. Getunte und modifizierte TZ-Twins holten vier 250 Kubik und 350 Kubik Weltmeistertitel Anfang der Achtziger. Der französische Privatfahrer Jean-Louis Tournadre gewann 1982 den Titel, der von Venemotos unterstützte Carlos Lavado holte die Krone 1983 und Gauloises-Fahrer Christian Sarron gewann die Weltmeisterschaft 1984.

Der mutige Privatier Jon Ekerold schlug 1980 die Werksfahrer und holte sich den 350iger-Titel, während leicht aufgebohrte TZ350 bei einigen 500 Kubik-GPs in den Siebzigern siegten. Viele Fahrer auf nationaler Ebene benutzten die gleiche TZ350 sowohl für das 350 Kubik-Rennen als auch beim 500 Kubik-Lauf, indem sie nur die blaue 350iger-Startnummerntafel gegen die gelbe 500er-Tafel tauschten und als Yamaha 351 oder 354 starteten! Diese Maschinen werden ironisch Drei-Fünf-Fabelwesen bezeichnet. Zeitgleich dominierte Yamahas TZ750 Vierzylinder (ein naher Verwandter der YZR500) die kurzlebige Formel 750 von 1977 bis 1979.

Die Membran gesteuerte TZ 250 und 350 hatten ihre Wurzeln in den frühen TD1 und TD2-Rennmaschinen, die wiederum aus den Straßenmaschinen wie der RD56 entstanden. Die TZs wurden Jahr für Jahr weiter entwickelt, bekamen 1972 eine Wasserkühlung, Schreibenbremsen und eine Monofederbein hinten 1976, YPVS-Ventile 1981 und so weiter.

Und so wie die TZs aus Straßenmotorrädern entstanden war, entwickelte Yamaha die legendären RD250LC und RD350LC Straßenmaschinen aus den TZ. Die LC dominierten die Clubrennen in den frühen Achtzigern und wurden erfolgreich für die Formel Zwei und Drei Renner umgebaut. Einmal mehr zeigte Yamaha die immer währende Verbindung zwischen Strassen- und Rennmaschinen.

Tags:
MotoGP, 2005

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