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Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 8

Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 8

Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 8

1984-1988: Die YZR gewinnt drei weitere Titel

Eddie Lawson übernimmt die Führungsrolle von Kenny Roberts in Yamahas 500 Kubik-Weltmeisterschaftsteam. Er lernte sehr schnell, gewann schon in seinem zweiten Jahr 1984 die Weltmeisterschaft und wiederholte diesen Erfolg auch 1986 und 1988.

In unvergesslichen Duellen kämpfte Lawson mit Honda-Pilot Freddie Spencer – der coole Kalifornier gegen den Gottesgläubigen Jungen aus Louisiana. Lawson war ein sehr intelligenter Rennfahrer, sein Spitzname "Steady Eddie" für seinen vermeintlich sanften aber unglaublich schnellen Fahrstil steht für seine Tugenden. Er wuchs im amerikanischen Dirt-Track Sport auf und kam über die Amerikanischen Superbike-Rennen zum Grand Prix. Lawson zeigte eine bis dahin unbekannte Konstanz im MotoGP da er wusste, dass er sich keine Fehler leisten kann.

Während seiner fünf Grand Prix-Saisons gewann er 26 GPs. Währenddessen führte er die wichtige, technische Weiterentwicklung an Yamahas YZR500 an. In dieser Zeit wurden zum ersten Mal bei einer V4 Yamaha Membran gesteuerte Ventile eingeführt. Der Aluminium-Deltabox Rahmen aus zwei parallelen Profilen konnte die immens schnell steigende Leistung des Motors gut händeln. Schon 1988 hatte die YZR500 über 150 PS und es sollte noch deutlich mehr werden. Mit kleinen Verbesserungen im Detail wurde die YZR bis in die späten Achtziger beständig besser. Die Maschine wurde als Fahrerfreundlichste der jetzt irrsinnig schnellen 500er bekannt. Weitere Neuentwicklungen hatten einen V-Motor mit größerem Zylinder-Winkel für eine bessere Gemischbildung. Auch die so genannte Bananenschwinge wurde in diesen Jahren eingeführt und erlaubte eine bessere Verlegung der Auspuffe.

In Lawson-Ära begann Yamaha auch stetig mehr YZR500s an Semi-Werksteams zu leasen. Diese Ausrüstung wurde von einer neuen Generation internationaler Sponsoren finanziert, die von der steigenden TV-Präsens der Motorradrennen angezogen wurden. Die Sponsoren erlaubten es diesen Teams beinahe identische Maschinen wie das richtige Werksteam mit Lawson auf die Beine zu stellen. Yamahas Leasing-Politik funktionierte sehr schön, das Werk holte den Hattrick bei den Konstrukteurs-Titel von 1986 bis 1988. 1988 waren fünf der ersten sechs Fahrer in der Weltmeisterschaft auf einer Yamaha unterwegs!

Tags:
MotoGP, 2005

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