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Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 10

Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 10

Yamahas Geschichte von 1955 bis 2005 – Teil 10

250 Kubik-Dominanz

Als der Franzose Olivier Jacque 2000 bei einem Wimpernschlag-Finale seinen Teamkollegen Shinya Nakano beim letzten GP in Australien geschlagen und den 250 Kubik-Titel gewonnen hat, endeten beinahe drei Jahrzehnte, in denen Yamaha mit Werksteams in der 250 Kubik-Weltmeisterschaft vertreten war. Ojs Weltmeistertitel war Yamahas 14. Fahrertitel in der 250er Klasse und sicherte auch den 14. Konstrukteurstitel in dieser Klasse.

Jacque gewann die Meisterschaft auf einer YZR250, einem Motorrad mit präzisem Handling angetrieben von einem V-Twin, dass als eine Hälfte dem YZR500 entstammt. Wie sein großer Halbliter-Bruder hatte die YZR250 einen Yamaha Deltabox-Rahmen für maximale Steifigkeit. Als Yamaha die YZR mit Werksunterstützung einführte , hatten die Konkurrenten lange herausgefunden, dass mit dem TZ250 Production-Racer keine WM mehr gewonnen werden kann. Die erste YZR250 wurde vom Venezuelaner Carlos Lavado gefahren, der den Spitznamen Carlos Bravado für seine dramatische "unter allen Umständen"-gewinnen Fahrweise bekam. Lavado hatte den WM-Titel 1983 auf einer TZ gewonnen und führte die YZR zum Titel '86 obwohl er in vielen Rennen stürzte.

Vier Jahre später brachte ein anderes erstaunliches Talent Yamaha an die Spitze bei den 250iger zurück. Der Amerikaner John Kocinski kam Ende der Achtziger unter Führung von Altmeister King Kenny in die GP-Szene. Mit hartem Fahrstil und grossem Mundwerk gewann Kocinski den Titel 1990 in seiner ersten kompletten WM-Saison und verhalf Yamaha zum Doppelsieg in der 250 und 500 Kubik-Klasse. Er stieg dann zu den 500ern auf.

1993 wiederholte das Japanische Ass Testuya Harada Kocinskis Neueinsteiger-Erfolg. Er verkraftete einige heftige Rückschläge zur Saisonmitte und sicherte sich den Titel auf seinem V-Twin, der jetzt als TZM250 bezeichnet wurde, im letzten Rennen. Danach startete Yamaha ein Jahr lang nicht bei den 250igern und kehrte erst 1999 mit Olivier Jacque und Shinya Nakano zurück. Die Beiden dominierten die 2000er Saison und starteten zum letzten Rennen nur von zwei Pünktchen in den Tabelle getrennt. Jacque folgte Nakano während des ganzen Rennens und wartete nervenstark mit seinem Konter bis wenige hundert Meter vor dem Ziel. Dann zog er am Japaner vorbei und gewann den Weltmeistertitel mit 0,014 Sekunden Vorsprung und fünf Punkten mehr als Nakano.

Nicht immer war die YZR die schnellste 250iger auf den Geraden. Die Maschine war so erfolgreich, weil es ein extrem Benutzerfreundliches Paket war, das seinem Fahrer ermöglichte mit Sachen durch zu kommen, die auf anderen Motorrädern schier unmöglich gewesen wären.

Tags:
MotoGP, 2005

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