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Eine Runde in Brno

Eine Runde in Brno

Eine Runde in Brno

Die Rennstrecke von Brno ist eine der berühmtesten der Weltmeisterschaft, die zudem den Sprung von einer Straßenrennstrecke zur modernen, permanenten Rennstrecke geschafft hat. Seit 1987 wird hier mit Ausnahme von 1992 ein Lauf zur Straßenweltmeisterschaft ausgetragen.

Wenn man die vielen Kurven und Schikanen zählt, denkt man, dass dies ein recht langsamer Kurs sein muss. Dabei ist Brno mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 163,7 km/h die sechstschnellste der Weltmeisterschaft. Die sich windende Strecke steht in gutem Kontrast zur Breite der Piste. Die Streckenbreite von 15 Metern erlaubt es den Fahrern Linien zu wählen, durch die die Kurven viel schneller gefahren werden können. Zusätzlich ist die Anzahl der Links- und Rechtskurven relativ ausgeglichen, sechs nach Links und acht nach Rechts. Dadurch können symmetrisch gefertigte Reifen gefahren werden, die auch während einer Runde gleich verschleißen.

Es ist sehr wichtig hier das Fahrwerk und die Federung so einzustellen, dass in den acht S-Kurven rund um die Strecke das Motorrad sehr handlich und von einer Seite zur anderen geworfen werden kann. Da es außerdem keine extrem schnellen Kurven gibt ist es nicht nötig das Fahrwerk auf absolute Stabilität am Vorderrad einzustellen.

Die Einstellung der Federung ist kein großes Problem, da es keine großen Schläge in der Fahrbahnoberfläche gibt. Wegen der vielen S-Kurven, fünf der acht sind praktisch schnelle Schikanen, werden harte Federn verwendet, die den Kräften widerstehen, denen das Motorrad in den schnellen Richtungswechseln ausgesetzt ist. Bei der Einstellung der Gabel muss man besonders auf Kurve Nr. 10 achten, die nach einer 5%-steilen Abfahrt. Hier bewegt sich die Motorrad-Front am stärksten.

Entscheidend ist auf dieser Strecke die Motoreinstellung. Auf der einen Seite muss der Motor seine Leistung sanft abgeben in den Bereichen zwischen 0 und 15% Gas. Die Kurven sind sehr lang und das Gas wird früh in der Kurve in tiefer Schräglage geöffnet. Dass die Leistungsentfaltung sanft geschieht ist entscheidend für eine hohe Geschwindigkeit auf der folgenden Gerade. Auf der anderen Seite darf eine sanfte Leistungsabgabe die maximale Leistung nicht beeinträchtigen, da der Motor in den steilen Steigungen (es gibt beinahe einen kompletten Kilometer mit einer Steigung von 7 ½ Prozent) seine volle Leistung abgeben muss um in dieser Steigung eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen.

Normalerweise werden fünf Gänge benutzt und der erste Gang wird nur zum Rennstart gebraucht. Alle anderen Gänge müssen so abgestimmt werden, dass die Motordrehzahl immer im Bereich der höchsten Leistung liegt. Besondere Aufmerksamkeit muss man dem zweiten Gang widmen, da er in jeder Kurve benutzt wird, mit Ausnahme der ersten und der letzten Kurve, die mit dem dritten Gang gefahren werden. Die Bedeutung des zweiten Gangs wird noch unterstrichen von der Tatsache, dass 60% einer Runde in diesem Gang gefahren wird.

Da die Strecke ausgeglichen viele Links- und Rechtskurven hat, werden symmetrische Reifen verwendet und es treten keine zu großen Probleme damit auf. Lediglich in den Jahren, in denen es sehr heiß war, gab es Probleme mit der Temperatur am Hinterreifen. An bestimmten Stellen, wie der ersten Kurve wo mit sehr viel Schräglage gefahren wird entsteht dann auch Chattering.

Tags:
MotoGP, 2005, GAULOISES GRAND PRIX ČESKÉ REPUBLIKY

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