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Eine Runde auf dem Twin Ring in Motegi

Eine Runde auf dem Twin Ring in Motegi

Eine Runde auf dem Twin Ring in Motegi

Die beiden Hauptcharaktere der Strecke in Motegi sind die rapide Beschleunigung und das scharfe Bremsen. Auf dem Twin Ring Motegi gibt es sechs Abschnitte, wo das Motorrad von unter 100km/h auf über 230 km/h beschleunigt wird und drei von ihnen sind Geraden von mehr als 260 km/h Geschwindigkeit. Anderswo gibt es vier Bremsbereiche, wo das Motorrad von 250 km/h auf weniger als 90 km/h herunter gebremst werden muss.

Diese Eigenschaften beeinflussen das Set up für die Motorräder beim Japanischen GP. Mit diesen Bremsbereichen und unter Bedacht, dass mehr als 40% der Runde das Motorrad verlangsamt wird, ist es wichtig beim Bremsen Stabilität zu wahren und dass die Motorbremse korrekt eingestellt ist, besonders um zu verhindern, dass das Hinterrad blockiert, um dadurch schnelle Zeiten zu erhalten. Um das zu erreichen wird zu dem Hinterrad des Motorrades mehr Gewicht hinzugefügt als gewöhnlich, was auch die Bodenhaftung bei der Beschleunigung erhöht.

Wie es normalerweise der Fall ist, verursacht diese Gewichtsveränderung andere Probleme, besonders "Wheelies", wo das Vorderrad den Kontakt zur Strecke verliert. Da die Beschleunigung aus niedrigen Geschwindigkeiten heraus beginnt, ist die erste und zweite Getriebeübersetzung relativ kurz, was auch die Tendenz zu den Wheelies erhöht und das Motorrad unkontrollierbar macht. Wenn das passiert muss der Fahrer oft das Gas wegnehmen, um wieder die Kontrolle über sein Motorrad zu erhalten. Da das Bremsen sehr scharf von Statten geht, sind die vorderen Stoßdämpfer härter als normal und das bedeutet auch, dass das Motorrad vorn höher ist als normal.

Mit mehr Gewicht am Hinterreichen der Niké wird die Vorderseite des Motorrads unter der Beschleunigung leichter und das kann zu Chattering im Vorderrad führen, besonders in den S-Kurven. Auch die Einstellung des Getriebes ist ein weiterer kritischer Faktor in Motegi. Alle Gänge werden an dem einen oder anderen Punkt der Strecke benutzt und da der erste Gang kurz ist und der sechste relativ lang, ist es wichtig, dass man die Getriebeübersetzungen korrekt einstellt, um nicht aus der Kraft-Zone heraus zu kommen. Der erste Gang wird in den Kurven „5", „V-Kurve" und „Haarnadel" benutzt. Der zweite Gang wird in den Kurven „2", „3", „4", „90° Kurve" und „Victory Kurve" genutzt. Die „S-Kurve" wird im dritten Gang gefahren und die „130R" im vierten Gang.

Wenn man die richtigen Einstellungen für den Motor finden will, muss man beachten, dass 25% der Runde mit Vollgas gefahren wird, was ganz sicher den Benzinverbrauch beeinflusst. Daher wurde die Renndistanz vor drei Jahren von 25 Runden auf 24 reduziert, als die MotoGP 4-Takt Motorräder eingeführt wurden, denn es war für diese Motorräder nicht möglich, die 27 Runden (2+25) mit 24 Litern Benzin im Tank zu schaffen, die waren aber in den Regulations so verlangt.

Die Beschleunigung und das Bremsen beeinflusst auf dieser Strecke auch die Zusammenstellung der benutzten Reifen. Auf vielen Rennstrecken, wird der Hinterreifen auf einer Seite besonders abgetragen, das hängt von der Anzahl der rechten oder linken Kurven ab. In Motegi ist es der mittlere Teil des Hinterreifens, der am meisten beansprucht wird. Die konstante Beschleunigung und die langen Geraden auf der Rennstrecke verlangen, dass der zentrale Teil des Reifens mit härteren Komponenten hergestellt wird als die restlichen Sektionen. Auch die Wahl des Vorderreifens ist wichtig, da das konstante Bremsen den Reifen in der mittleren Sektion sehr abnutzt.

Eine weitere besondere Einstellung muss auf dieser Rennstrecke in Bezug auf die Größe der vorderen Bremsscheibe getroffen werden, so dass die Bremsen in den 24 Runden des Rennens fehlerfrei funktionieren. Mit den zahlreichen Bremspunkten auf dieser Rennstrecke entscheiden sich viele Fahrer für größere Bremsscheiben als gewöhnlich.

Tags:
MotoGP, 2005, GRAND PRIX OF JAPAN

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