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Ein Blick auf die Rennstrecke in Sepang

Ein Blick auf die Rennstrecke in Sepang

Ein Blick auf die Rennstrecke in Sepang

Der MotoGP Kalender kommt zu einer seiner längsten und Kompliziertesten Rennstrecken der Weltmeisterschaft. Sepang ist eine der herausfordendsten Rennstrecken in technischer Hinsicht und auch für den Fahrer. Sie ist nicht nur sehr lang, die klimatischen Bedingungen machen es auch nicht gerade einfach hier zu fahren. Eine Lufttemperatur von um die 38°C, eine Streckentemperatur von fast 60°C und eine Luftfeuchtigkeit von mehr als 75% machen es den Fahrern nicht gerade sehr einfach.

Die Sepang Strecke kombiniert langsame und schnelle Geschwindigkeiten. In drei Kurven ist die Geschwindigkeit bei nur 60 km/h und auf den beiden Geraden können die Fahrer Geschwindigkeiten um die 305 km/h erreichen. Es gibt auf der Strecke Sektoren, wo die Agilität des Motorrades lebenswichtig ist, aber auch Sektoren, wo das Motorrad sehr stabil sein muss, um die Kurven mit mehr als 170 km/h zu nehmen. Wie es in diesem Sport normalerweise der Fall ist, ist es unmöglich ein ideales Set up zu finden, was den verschiedenen Anforderungen an das Motorrad entsprechen kann, daher muss man eine befriedigende Balance finden, um gute Ergebnisse erhalten zu können.

Die Einstellung der Federung ist in Sepang kompliziert. Einige harte Bremszonen würden uns dazu führen harte Vorderfedern einzusetzen, aber da es auf der Strecke noch einen anderen sehr hügeligen Abschnitt auf der Strecke gibt, wo es leicht zu Chattering kommen kann, passen wir etwas softere Federn ein, denn wir würden das Chattering gern vermeiden. Bei der hinteren Federung ist der wichtigste Faktor die Haftung.

Bezüglich des Grades der Haftung am Anfang der Strecke, würden wir normalerweise etwas weichere Federn einpassen, um mit mehr Haftung im hinteren Teil zu starten. Normalerweise steigt die Haftung nach dem ersten Trainingstag und dann können wir hinten eine härtere Feder einpassen, um die Kurven richtig fahren zu können, die mit fast 180 km/h gefahren werden.

Das Set up des Getriebes ist wegen der großen Lücke zwischen den langsamen und schnellen Geschwindigkeiten in einer Runde auch ein wichtiger Faktor auf dieser Rennstrecke. Es wird eine sehr kurze Getriebeübersetzung im ersten Gang genutzt und der sechste Gang ist relativ lang, nahe der 325 km/h Grenze. Mit zwei langen Geraden, in denen man zu Beginn im zweiten Gang fährt und dann bis zum sechsten Gang rauf schaltet, muss man sehr aufpassen, dass man zwischen den einzelnen Gängen die korrekten Schritte findet. Als Indikator dafür sollte man nicht vergessen, dass sich der Fahrer zu 25% der Runde auf zwei Geraden befindet. Die wichtigsten Gänge sind der zweite Gang und der dritte Gang, da alle Kurven, außer der schnellen „3" in diesen Gängen gefahren werden.

Die Klimabedingungen sind in Sepang extrem und das Motorrad muss speziell präpariert werden, um den Motor mehr zu kühlen. Um das zu erreichen werden Radiatoren mit einer größeren Kapazität als gewöhnlich eingebaut. Auch die Reifenwahl ist in Sepang wichtig. Die beiden aufeinander folgenden Geraden von je fast 1 km Länge bedeuten sehr viel Stress für die Reifen. Wir haben in der Vergangenheit die Reifen wegen der hohen inneren Temperatur buchstäblich explodieren sehen. Die Michelin und Bridgestone Techniker haben daher bei den Vorsaison-Tests in Sepang die Performance ihrer Reifen hier in Sepang untersucht.

Tags:
MotoGP, 2005, MARLBORO MALAYSIAN MOTORCYCLE GRAND PRIX

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