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Ein Blick auf die Rennstrecke von Phillip Island

Ein Blick auf die Rennstrecke von Phillip Island

Ein Blick auf die Rennstrecke von Phillip Island

Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Phillip Island ist 177.785 km/h. Sie ist hinter Assen die zweitschnellste Rennstrecke der Weltmeisterschaft. Diese hohe Geschwindigkeit würde uns auf einer Strecke mit nur sehr wenigen Geraden eher komisch erscheinen, doch auch die Hauptgerade ist sehr kurz und misst weniger als 900 Meter. Die Kurve, die in die Gerade führt und die aus der Geraden heraus sind beide sehr schnelle Kurven, die bei mehr als 180 km/h gefahren werden.

Die idealen Einstellungen würden dem Motorrad Stabilität liefern, so dass es so präzise wie möglich durch die schnellen Kurven fahren kann und die Streckenoberfläche maximal ausnutzt. Es gibt sechs Kurven, die mit mehr als 180 km/h gefahren werden und drei von denen werden sogar mit mehr als 200 km/h gefahren. Durch diese schnellen Kurven und die konstanten Richtungswechsel bei hohen Geschwindigkeiten passen die Techniker harte Stoßdämpfer an, so dass das Hintere Teil des Motorrades unter Druck steht und man präziser fahren kann und dass der Fahrer seine Linie auch in den Kurven beibehalten kann.

Doch durch die hügelige Oberfläche der Strecke können nicht ganz so harte Stoßdämpfer angepasst werden, wie es die Fahrer wahrscheinlich gern hätten. Um den Druck auf den Stoßdämpfern zu demonstrieren ist der Punkte der stärksten Kompression des Hinteren Teils des Motorrades zwischen der siebten und achten Kurve, wo man mit mehr als 230 km/h unterwegs ist. Durch diese Geschwindigkeit drückt eine Kraft von mehr als 500 kg auf die hinteren Stoßdämpfer.

Bei der vorderen Federung sind die Punkte auf der Strecke, wo es am meisten Bewegung gibt die beiden Haarnadeln, die bei langsamer Geschwindigkeit durchfahren werden. Der Fahrer muss an diesen beiden Punkten hart bremsen, doch dies ist keine Strecke wo man harte vordere Stoßdämpfer anpasst, um die Präzision und den Grip beizubehalten und das trotz der hügeligen Abschnitte. Manche dieser Hügel sind so groß, dass das Motorrad buchstäblich abhebt und den Kontakt zur Strecke vorn und hinten verliert. Der beste Platz um das beobachten zu können ist am Ende der Geraden, wo das Motorrad den Boden bei mehr als 350 km/h verlässt.

Auf Phillip Island ist die Getriebeübersetzung ein kleines bisschen spezieller, denn sie wird häufiger genutzt als gewöhnlich. Die meisten Kurven werden im dritten, vierten und sogar fünften Gang gefahren. Diese Gänge müssen so eingestellt werden, dass es keinen zu langen Abstand zwischen ihnen gibt und auch so, dass der sechste Gang Geschwindigkeiten von fast 350 km/h schafft. Es ist nicht immer besonders leicht einen guten Kompromiss zu finden. Nicht wie bei den meisten anderen Strecken auf dem MotoGP Kalender, gibt es hier nur zwei Kurven, die im ersten Gang gefahren werden und zwei, die im zweiten Gang gefahren werden.

Ein anderer Spezialfaktor auf Phillip Island ist der Hinterreifen. Es handelt sich nicht nur um eine sehr abnutzende Strecke, das Layout der Strecke setzt den Hinterreifen unter unvorstellbaren Stress. Die linke Seite des Reifens ist kritisch, denn die linke Kurve auf die Gerade ist sehr schnell und der Fahrer kann das Gas zeitig aufmachen und dadurch wird die linke Seite des Reifens Temperaturen ausgesetzt, die die Ausdauer des Reifens beeinträchtigen können. Manchmal muss man die Einstellungen der hinteren Federung anpassen und sie weicher machen, um die Lebensdauer des Hinterreifens zu verlängern, so dass dieser eine Renndistanz von 120 km standhält.

Ein anderer wichtiger Aspekt dieser Rennstrecke ist die vordere Bremse. Es gibt auf der Strecke keine harten Bremsbereiche, daher werden Bremsscheiben mit kleinerem Durchmesser eingepasst, so dass sie schneller in die korrekte Arbeitstemperatur kommen. Auf Phillip Island haben die Scheiben einen Durchmesser von 305 mm, im Gegensatz von normalen Scheiben, die 320 mm messen.

Tags:
MotoGP, 2005, POLINI AUSTRALIAN GRAND PRIX

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