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Aprilia Teammanager Francesco Guidotti steht Rede und Antwort

Aprilia Teammanager Francesco Guidotti steht Rede und Antwort

Aprilia Teammanager Francesco Guidotti steht Rede und Antwort

Francesco Guidotti ist seit 1993 ein Teil von Aprilia Racing – zuerst in der Italienischen Serie, als Mechaniker und dann wechselte er in die Europäische Serie und wurde dann in den Grand Prix Rennsport "promotet".

Der 32-Jährige aus Firenze ist jetzt der Teammanager des offiziellen MS Aprilia Italian Corse 250ccm Teams. Guidotti erklärt, wie er in seiner momentanen Rolle Erfahrungen sammelt.

Was sind die Schwierigkeiten, wenn man ein Weltklasse-Team managet, wo fängt man an?
Man beginnt sehr, sehr weit weg. Normalerweise sammelt man in den kleineren Klassen wie der nationalen Sport Produktion Erfahrungen. Dann in größeren Meisterschaften wie der Europäischen, man braucht Leute, die Schritt für Schritt wachsen, die haben die meiste Erfahrung. Man kann nicht improvisieren.

Wie viele Jahre Erfahrung sind nötig um in den WM Motorradrennsport zu kommen?
Es hängt davon ab wie inspiriert man ist und von den kombinierten Erfahrungen der Leute. Es gibt den Führungsmechaniker, den Mechaniker und die Assistenten der Mechaniker und alle brauchen mindestens sechs Jahre Erfahrung in der kleinen Meisterschaft, um den nötigen Sinn zu entwickeln, um mit den verschiedensten Situationen, die in einer Meisterschaft auftreten können, konfrontiert zu werden.

Gibt es bestimmte Klassen, die man braucht, wenn man in der Lage sein muss die Hand an ein Rennmotorrad zu legen, die anders sind als in der SP?
Ein echtes Rennmotorrad ist sicher etwas ganz anderes im Gegensatz zu einer SP, aber man ist nicht alleingelassen. Wenn man zu einem Motorrad im GP kommt, gibt es immer jemanden, der seine Erfahrungen mit einem teilt. Es ist wie eine Schule, besonders wenn man mit einem italienischen Motorrad anfängt, es gibt Assistenten auf der Strecke, die eine helfende Hand bieten. Einmal waren für jeden, der ein neues GP Motorrad gekauft hat Kurse zur Verfügung gestellt, aber die hatten keinen großen Erfolg. Das ist deshalb so, weil jedes Team den Leuten vertraut, die die meisten Erfahrungen haben, anstelle der Leute, die technischen Anweisungen folgen.

Verändern sich die Teams von Jahr zu Jahr oder versucht man eine Gruppe beizubehalten?
Man versucht immer besser zu werden, es ist wahr dass Harmonie sehr zählt, deshalb versucht man, wenn es keine Probleme gibt, mehr oder weniger dieselbe Gruppe beizubehalten.

Wie viel zählt der Teammanager in der Gruppe?
In einer Gruppe von 25 Leuten, Technikern, Fahrern, Ingenieuren, zählt meine Rolle mehr von zu Hause aus, als auf der Strecke: die Koordination der Ankunft des Materials, versuchen alles was gebraucht wird so gut wie möglich vorzubereiten, zuerst alles technische aber auch das Menschliche, versuchen eine ruhige Arbeit auf den Rennstrecken zu garantieren…

Und jetzt Francesco Guidotti und die Fahrer. Wie sollte ein Teammanager mit denen umgehen, die alles geben müssen, mit der Unterstützung des Teams?
Ja, das ist vielleicht das wichtigste Element, besonders beim Management und wie viel Druck man auf die Kids ausüben muss: nicht zu viel, nicht zu wenig. Man muss auch versuchen immer offen zu sein, das zahlt sich auf der Strecke aus. Ich muss in der Lage sein, sie konzentriert zu halten, sie zu inspirieren, oder auch ihre schlechten Momente mit Ruhe hinzunehmen und ihnen manchmal auch Halt zu geben.

Gibt es eine bestimmte Annecktode, die in deiner Karriere passiert ist?
In Laguna Seca 2002, als ich in der Superbike war, habe ich das Benzin von Italien, was wir an dem Rennwochenende gebraucht haben, erst eine Stunde vor dem Freien Training erhalten. Die Spannung zwischen jedem war sehr hoch: wir hatten seit Mittwoch gewartet, aber es kam keine Lieferung. Nicht an den Start gehen zu können war nicht auszuschließen. Oben drauf habe ich wegen dem Zeitunterschied noch Nächte am Telefon verbracht und der Ladung hinterher telefoniert. Am Ende bin ich persönlich noch los und habe 6 Benzinkanister organisiert und wir konnten das dann wie gewohnt am Rennwochenende nutzen.

Eine lustige Geschichte?
Letztes Jahr ist Jeremy McWilliams während des Warm ups in Barcelona gestürzt. Er hatte starke Schmerzen und das war McWilliams nicht gewohnt, der nach einem Sturz nie zu leiden scheint. Auf den Röntgenbildern war keine Fraktur zu sehen, wir hatten also Angst es sei etwas Inneres. Dr. Costa riet uns ihn ins Krankenhaus zu bringen um mehr Tests machen zu lassen. Sobald wir dort angekommen waren, wurde Jeremy durchgecheckt und sie setzten ihn in einen Rollstuhl. Während wir auf die Ergebnisse gewartet haben, konnten wir ihn nirgends finden. Fünf Minuten später, während ich in die Bar ging, sah ich wie Jeremy 2 Bier bestellte. Als er ihn im Rollstuhl sah, wollte der Barkeeper ihm kein Bier geben, aber Jeremy argumentierte, dass er durstig sei. Wie für jeden guten Irischen Jungen, war Bier für ihn das Normalste was man trinken konnte!!.

Tags:
250cc, 2005

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