Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

125ccm Favoriten und Außenseiter

125ccm Favoriten und Außenseiter

125ccm Favoriten und Außenseiter

Auch wenn die unvorhersehbare 125ccm Kategorie immer niveauvolle und konkurrenzstarke Jahre geboten hat, wird die nächste Weltmeisterschaft einen klaren Favoriten um den Titel haben, denn kein anderer als Thomas Lüthi wird die Krone verteidigen wollen, die er letztes Jahr so brillant gewonnen hat.

Diesen Freitag blicken wir zurück, wer 2006 die Hauptteilnehmer der 125ccm Weltmeisterschaft sein werden. Neben Lüthi und ernsthaften Favoriten wie Mika Kallio, Gabro Talmacsi und Mattia Pasini, gibt es noch andere Fahrer, die für Spannung sorgen werden, so wie der Rookie des Jahres 2005, Tomoyoshi Koyama oder den Valencier Hector Faubel.

Mit 19 Jahren weiß Thomas Lüthi bereits, wie es sich anfühlt ein Weltmeister zu sein, auch wenn der Schweizer seine Saison 2005 nicht besonders gut begonnen hat. In Jerez zwang ihn ein mechanisches Problem den Kampf um den Sieg aufzugeben. Doch im folgenden Rennen in Estoril schaffte er den Sprung auf das Podium und in Le Mans startete er von der Pole und erreichte nach einem intelligenten Rennen, das er vom Start bis ins Ziel dominiert hatte, seinen ersten Sieg. In Italien wurde er Zweiter, das war ein Ergebnis durch das er zum ersten Mal an die Spitze der Meisterschaft rückte. In Japan renkte er sich bei einem Sturz die Schulter aus und schaffte nur eine Woche später seinen dritten Sieg 2005 in Malaysia. In Australien würde er zum vierten und letzten Mal in dem Jahr zum Triumph fahren.

Der Schlüsselmoment auf dem Weg zum Titel fand in der Türkei statt. Der Sturz und Ausfall seines engsten Rivalen Mika Kallio führte zu einer unüberwindlichen Lücke zwischen den beiden im Rennen um den Titel und Lüthi brauchte mathematisch nur noch 2 Punkte um sich den Titel in Valencia zu sichern.

Mika Kallio galt für 2005 als großer Titelanwärter. Er holte das meiste aus der KTM heraus und der Finne gewann das zweite Rennen der Saison in Estoril und führte die Gruppe danach an. Doch im letzten Abschnitt der Saison, als das Duell mit Lüthi sich zuspitzte, wendete sich das Blatt. Der Rückschlag in Katar, wo ihm sein Teamkollege Gabor Talmacsi den Sieg auf der Ziellinie wegschnappte und der Sturz beim Türkischen Grand Prix ruinierten seine Chancen auf den WM Titel. Der zweite Platz in der Meisterschaft hat den jungen Finnen nicht zufrieden gestellt und er wird 2006 versuchen zurück zu schlagen.

Gabor Talmacsi explodierte 2005 als einer der konsistentesten Fahrer der Meisterschaft und wird in der kommenden Saison unter dem Kommando Honda´s um den Titel kämpfen. Der Ungarische Fahrer bewies sich selbst als sehr konkurrenzfähig und hatte seinen ersten GP Sieg in Italien, wo er durch den Sturz von Kallio und Faubel einige Meter vor der Ziellinie seine Vorteile ziehen konnte. In Holland fuhr er das zweite Mal zum Sieg und wurde zum überraschenden Führer der Meisterschaft. In den folgenden 5 Grand Prix war er nicht auf dem Podium zu sehen und bei einigen schaffte er es wegen Ausfalls nicht einmal in die Punkte.

Sein Sieg in Katar war ein Ergebnis durch das er immer noch mit um die Krone kämpfen konnte, doch er hatte Probleme mit seinem Österreichischen Team, die ihn beschuldigten der Teamorder Kallio zu bevorzugen nicht gefolgt zu sein. Auch wenn er auf einem exzellenten dritten Platz in der Meisterschaft endete, spitzte sich doch die Lage in Harald Bartol´s Team zu und er verließ es.

Mattia Pasini startet die Saison 2006 unter der Aufsicht von Jorge Martinez Aspar und fährt eine der offiziellen Aprilias beim Kampf um den Titel. Der aufgeschlossene Italiener erwies sich als eine der Hauptfiguren beim Chinesischen GP. Seine überwältigende Darbietung in Katalonien machte ihn zu einem der ersten 125ccm Fahrer und er erzielte 2005 zwei Siege und auf dem Weg schaffte er es sich an die erste Stelle der Meisterschaft vorzufahren. Leider fiel er durch eine Durststrecke von 3 Grand Prix, bei denen er es nicht in die Punkte schaffte, in der Tabelle wieder zurück und er beendete die Saison weit entfernt vom Titelkampf.

Tomoyoshi Koyama wurde zu einer der Japanischen Top-Chancen in der 125ccm Weltmeisterschaft. Der junge Fahrer steht vor der Saison der Wahrheit, nachdem er 2005 der Rookie des Jahres geworden ist. Mit seiner bereits gewonnen Erfahrung in der Kategorie, kam Koyama´s bestes Ergebnis im letzten Abschnitt der Meisterschaft. Bei seinem Heim Grand Prix war er ganz nah an einem Podiumsplatz dran und in Australien schaffte er es dann endlich und folgte dem ganzen auch noch mit einem dritten Platz in der Türkei.

Hector Faubel könnte 2006 zur großen Spanischen Hoffnung in der Welt der 125ccm werden. Der Valencier traf 2005 eine mutige Entscheidung, er verließ die 250ccm um sein Debüt in der kleineren Klasse zu fahren. Nur seine Unregelmäßigkeit und sein Pech hielten ihn davon ab im Kampf um den Titel eine große Rolle zu spielen. Durch seine drei Podiumsplätze und die Stärke, die er im letzten Teil der WM bewies, steht er nun optimistisch vor seinem zweiten Jahr in der 125ccm Klasse, jetzt wo er erst einmal über den Prozess der Eingewöhnung hinaus ist und ausgeglichener und konkurrenzfähiger ist.

Tags:
125cc, 2006

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›