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Pedrosa möchte eine Rennsimulation fahren

Pedrosa möchte eine Rennsimulation fahren

Pedrosa möchte eine Rennsimulation fahren

Nachdem er in Malaysia, Australien und dann wieder in Malaysia getestet hat, haben Dani Pedrosa und sein Repsol Honda Team letztes Wochenende am ersten Offiziellen MotoGP Test der Saison 2006 teilgenommen. Auch wenn das Wetter alles andere als ideal gewesen ist, besonders am letzten Tag, hat der Kronprinz des Spanischen Motorradrennsports sehr viel Positives von dieser Erfahrung mitgenommen.

In einem Interview, das nach dem Offiziellen Test in Katalonien aufgenommen wurde, analysierte Pedrosa die vergangenen drei Tage und die Vorsaison als Ganzes.

Dani, das schlechte Wetter hat deine Premiere zu Hause ein bisschen kaputt gemacht, oder?

„Ja, es war kalt und die Reifen sind nicht warm genug geworden und deshalb hatte das Motorrad nicht die richtigen Reaktionen, aber das ist eine andere Erfahrung, die wir noch nicht gemacht hatten und das ist für die nächsten Rennen ganz gut, denn das Wetter wird, außer in Katar, ähnlich sein."

Und am Sonntag hat der Regen dann auch noch die Barcelona Tests ruiniert.

„Das war schade, weil wir gehofft hatten, am Sonntag ein paar Dinge testen zu können, die wir am Tag zuvor tiefer analysiert hatten, aber der Regen hat das verhindert… Eigentlich wollte ich bei dem Wetter gar nicht auf die Strecke, denn es war sehr gefährlich wegen den niedrigen Temperaturen. Doch am Ende war ich 20 Minuten vor Schluss doch draußen und ich bin nur ein paar Runden gefahren, weil ich den Kampf um das Auto nicht aufgeben wollte. Ich hoffe, dass die Dinge diese Woche in Jerez besser laufen und dass wir ein paar Dinge mehr testen können, weil das der letzte Test vor dem ersten Rennen sein wird."

Es wartet noch immer eine Rennsimulation auf dich!...

„Da hast du Recht! Ich weiß nicht was passiert, aber es gibt keine Möglichkeit sie zu machen. Ich denke, dass wenn wir es können, wir sie am ersten Tag in Jerez durchführen, andererseits hätte ich Angst, dass ich sie nicht vor dem ersten Rennen fahren kann."

Bist du neugierig die Simulation zu fahren, um zu wissen wo du stehst?

„Mehr als neugierig, ich freue mich darauf um Erfahrungen zu sammeln, um zu sehen, wie ich mich körperlich und auf dem Motorrad am Ende fühle und um zu sehen, ob mein Tempo im Laufe der Runden wegen meiner Reifen oder meiner körperlichen Verfassung fällt."

Es hat in Malaysia und auch in Barcelona viele Tage geregnet und es sind nur noch 3 Testtage in Jerez übrig. Macht sich dein Team Sorgen, dass sie ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht haben?

„Nein, denn das ist eben einfach die Situation in der wir jetzt sind und in der Situation sind alle, die in einer neuen Kategorie beginnen, das ist also normal für mich. Wir haben bisher einige Tests gemacht, bald wird das erste Rennen stattfinden und ich werde weiter meine Rolle spielen und die ganze Zeit lernen. Ich kann nicht mit demselben Wissen zum ersten Rennen kommen wie alle anderen Fahrer die zum Beispiel schon seit fünf Jahren in der Klasse sind."

Ist es wichtig jetzt am selben Ort zu testen, an dem auch der erste Grand Prix der Saison stattfinden wird?

„Sicher, es ist immer wichtig einige Wochen vorher auf der Rennstrecke zu testen, auf der wir fahren werden, aber man weiß nie, ob das Wetter dasselbe sein wird, auch wenn es vielleicht ähnlich ist. Warten wir ab, ob wir während der Tests und während des Grand Prix gutes Wetter haben werden, um mehr Erfahrungen sammeln zu können. Vor dem Rennen in Jerez zu testen wird gut für die Geschwindigkeit und die Referenzen mit dem neuen Motorrad auf dieser Rennstrecke sein."

Wie siehst du deinen Anpassungsprozess in der Klasse, wenn du auf den Novembertag in Valencia zurückblickst, auf einen Tag, der schon Lichtjahre zurück zu liegen scheint?

„Ich sehe mich selbst noch weit entfernt von dem, was ich wirklich erreichen kann. Nicht wegen der Ergebnisse, sondern wegen dem Gefühl für das Motorrad. Wir haben noch keine Position für die Handgriffe oder die Fußrasten und für solche Dinge eben gefunden. Wir waren auf verschiedenen Rennstrecken und haben verschiedene Bedingungen gehabt. Ich kann nicht sagen, dass dies das definitive Motorrad ist und dass ich es immer so einstellen werde. Wir verändern jeden Tag etwas und das heißt, dass wir in dieser Klasse immer noch unerfahren sind."

Hast du dich bei deinem ersten Test vor den Spanischen Fans unter Druck gesetzt gefühlt?

„Nein, es war nur ein weiterer Test für mich und ich möchte mich einfach auf meine Arbeit konzentrieren. Es stimmt, dass die Leute viel von mir erwarten, ich habe das gespürt, denn viele Leute sind an diesem Wochenende auf mich zugekommen und haben mich gefragt, wann ich meine ersten Rennen gewinnen werde. Doch im Moment ist das Wichtigste für mich und mein Team nicht zu siegen, sondern Fortschritte zu machen und uns zu verbessern. Was auch immer wir beim ersten Rennen erreichen, erst von da an zählt es, egal ob das für die Zuschauer gut ist oder ob nicht. Solange es für mich gut ist, wird es dem Team und mir ausreichen."

Was fehlt im Moment noch, bevor du beginnen kannst in der neuen Klasse konkurrenzfähig zu sein?

„Es gibt Klassen, da kann man gewinnen, wenn man nur das Talent dazu hat, es gibt andere Klassen, wo man gewinnen kann, wenn man nur ein gutes Motorrad hat… Aber in dieser Klasse braucht man Talent, ein gutes Motorrad, gute Reifen und ein gutes Team… Alles muss passen und Erfahrung, viel Erfahrung muss da sein und im Moment ist das genau das, was ich nicht habe."

Möchtest du abschließend noch etwas zum Offiziellen Test sagen?

„Im Moment sind alle Schlussfolgerungen positiv für mich, denn das war das erste Mal, dass ich auf einem MotoGP Bike auf der Rennstrecke gefahren bin. Wenn ich nächste Woche zurückkommen würde und eine schlechte Arbeit machen würde, dann würde ich das etwas negativer sehen, doch es war das erste Mal hier. Ich bin etwas verwöhnter in Malaysia angekommen, doch das Motorrad verhielt sich nicht wie in Sepang. Ich habe dort lange getestet. Was wir letztes Wochenende in Barcelona erlebt haben ist was wir diese Saison erleben werden. Bis mindestens Mitte des Jahres werde ich den Freitag und den Samstag vor dem Rennen damit verbringen neue Dinge zu entdecken, weil ich weder das Motorrad gut kenne, noch die Rennstrecken, weil sich die Referenzen wahrscheinlich auch sehr geändert haben."

Tags:
MotoGP, 2006, Dani Pedrosa

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