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Die neue Kawasaki Ninja ZX-RR

Die neue Kawasaki Ninja ZX-RR

Die neue Kawasaki Ninja ZX-RR

Kenichi Furuhashi ist 1985 zu Kawasaki Heavy Industries Co. Ltd gekommen, eigentlich um am Fahrgestell-Design der führenden Performance Klasse der Kawasaki für Straßenmotorräder zu arbeiten.

Während seiner Karreire mit Kawasaki war Furuhashi-san in das Design und die Entwicklung der Kawasaki Sportsbikes involviert, zu denen auch die Ninja ZX-10R und die Ninja ZX-6RR gehören.

2005 ist Furuhashi-san zu Kawasaki´s MotoGP Projekt gekommen und hat die Verantwortung für die Entwicklung der 2006er Ninja ZX-RR MotoGP Maschine übernommen. Im folgenden Interview teilt er seine Gedanken über das Motorrad mit uns.

Wann haben Sie den Entwicklungsprozess für die neue Ninja ZX-RR begonnen?

Wir haben im Februar 2005 mit der Entwicklung begonnen, weil wir wussten, dass wir ein komplett neues Motorrad brauchen, wenn wir 2006 weiterhin konkurrenzfähig bleiben wollen. Eigentlich wollten wir das neue Motorrad beim letzten Rennen 2005 fahren, aber wir haben unsere Ziele nicht ganz geschafft. Wir hatten das neue Motorrad in Valencia, aber es kam nicht auf die Strecke bis 3 Tage nach dem Rennen, als Olivier Jacque es in Valencia getestet hat.

Was waren die hauptsächlichen Design-Ziele für die 2006er Ninja ZX-RR?

Wir hatten einige spezifische Ziele für das neue Motorrad, aber das größte Ziel war es die Performance des gesamten Paketes zu verbessern – des Motors, des Fahrgestells und des elektronischen Pakets zusammen. Wir brauchten natürlich einen neuen Motor, der mehr Power liefert als der alte, aber wir wollten auch die Fahrbarkeit verbessern, um das Fahren für Shinya und Randy leichter zu machen.

Wir wollten auch den Stress verringern, den das alte Motorrad bei den Hinterreifen verursacht hat, denn das würde uns mehr Möglichkeiten geben, wenn es in den Rennen 2006 zur Reifenwahl geht.

Beim Fahrgestell war es unser Ziel ein neutraleres Gefühl vom Fahrgestell zu bekommen, als wir es mit der 2005er Ninja ZX-RR hatten.

Haben Sie diese Ziele mit dem neuen Motor erreicht?

Wir haben die Länge des neuen Motors reduziert indem wir die Schaltung hinter die Zylinder gesetzt haben und dadurch haben wir mehr Möglichkeiten den Motor im Fahrgestell zu platzieren. Dadurch haben wir das neutrale Gefühl mit dem neuen Fahrgestell erhalten.

Der neue Motor hat auch höhere Umdrehungen und produziert mehr Power als der vorherige, wir sind uns aber trotzdem sicher, dass wir im Laufe der Saison, wenn die Entwicklung weiter geht, noch mehr Power erlangen können.

Natürlich wussten wir nicht ob wir unsere Design-Ziele erreichen würden, bis nicht Olivier Jacque den ersten Prototypen in Valencia gestestet hatte, aber nach seinen Kommentaren und denen von Shinya und Randy, haben wir denke ich die Ziele von vor einem Jahr erreicht.

Wie viel kräftiger ist der neue Motor im Gegensatz zum Alten?

Wir wollen nicht zu spezifisch über die aktuellen Zahlen sein, aber ich kann sagen, dass der neue Motor erheblich mehr Power liefert als der alte. Aber Power ist nicht alles: es ist wichtig, dass der Motor diese Power auf jegliche Art produziert, so dass der Fahrer sie nutzen kann, dass der Motor gut fahrbar bleibt und dafür haben wir viel Entwicklungsarbeit aufgewendet, um das zu optimieren.

Die Zuverlässigkeit ist auch ein wichtiger Punkt, besonders wenn man versucht dem Motor noch mehr Power zu entlocken und viel von unserer Entwicklungsarbeit ist für diesen Punkt verwendet worden. Der neue Motor musste sich ausgedehnten Zuverlässigkeitstests in Japan unterziehen, dabei waren auch Streckentests mit unserem Japanischen Fahrer Naoki Matsudo.

Und welche Veränderungen wurden für 2006 am Fahrgestell gemacht?

Das Fahrgestell ist nicht anders als das von 2005, weil es an diesem Fahrgestell viele positive Punkte gibt. Aus dem Grund ist die Basis-Geometrie sehr ähnlich geblieben, aber es ist kompakter. Die Verringerung der körperlichen Größe war möglich, weil der neuen Motor auch kompakter ist als der alte.

Wir haben auch viel Zeit in die aerodynamische Performance des Motorrades investiert. Die aerodynamische Performance eines Motorrades ist immer ein Kompromiss, weil es sich, nicht wie bei einem Auto, in den Kurven um die vertikale Achse bewegt. Dadurch ist es mehr wie ein Flugzeug als wie ein Auto.

Tags:
MotoGP, 2006, Kawasaki Racing Team

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