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Rossi bereitet sich auf seinen 100. MotoGP Auftritt in der Türkei vor

Rossi bereitet sich auf seinen 100. MotoGP Auftritt in der Türkei vor

Rossi bereitet sich auf seinen 100. MotoGP Auftritt in der Türkei vor

Der Camel Yamaha Teamfahrer Valentino Rossi erreicht an diesem Wochenende einen weiteren besonderen Meilenstein in seiner Karriere, denn er wird beim Grand Prix der Türkei sein 100. Rennen in der Königsklasse in Folge fahren. Der Italiener und sein Teamkollege Colin Edwards reisen auf die Istanbul Park Rennstrecke, die 300 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Ankara liegt und hoffen, dass sie auf die vorsichtigen ersten Eindrücke der Strecke aus dem letzten Jahr aufbauen können, als die beiden bei dem Rennen, das Marco Melandri gewann, Zweiter und Siebter wurden.

Das dritte Rennen der jetzigen Saison wird auch Rossi´s 160. Auftritt in allen Klassen sein, seit er 1996 sein 125ccm Debüt in Malaysia hatte. Bisher hat er eine unglaubliche Zahl von 80 Siegen erreicht, der letzte davon war erst vor zwei Wochen beim Grand Prix von Katar. Durch diesen Triumph ist der 27-Jährige mit 54 Siegen in der Königsklasse auch auf eine Stufe mit Mick Doohan gerutscht und er steht jetzt insgesamt mit ihm auf dem zweiten Platz hinter Giacomo Agostini mit 68 Siegen.

Die Istanbul Park Rennstrecke wurde von dem berühmten deutschen Architekten Herman Tilke designt, dem Mann, der auch hinter den Strecken von Sepang, Bahrain und Shanghai steht und wurde zum ersten Mal letztes Jahr im Oktober von der MotoGP Weltmeisterschaft genutzt. Die spektakuläre 5,378 km lange Strecke besitzt 14 Kurven, 8 linke und 6 rechte und wie auf Phillip Island hat sie den ungewöhnlichen Charakter, dass sie gegen den Uhrzeigersinn läuft.

Wie die Losail Rennstrecke in Katar basieren einige Kurven von Istanbul auf berühmte Kurven anderer Rennstrecken, wie die "Senna Esses" in Sao Paolo, die "Spoon Curve" in Suzuka und die "Eau Rouge" in Spa. Die Zuschauer haben ideale Einrichtungen bekommen, um die Aktionen voll und ganz genießen zu können, die Sitzkapazitäten erreichen um die 130.000 Fans und es gibt eine beeindruckende Haupttribüne, die bis zu 25.000 Menschen beherbergen kann.

Der Zeitplan am Sonntag wird eine Stunde später beginnen als gewohnt und die rote Ampel für das MotoGP Rennen wird 15.00 Uhr lokaler Zeit ausgehen.

Das Rossi-Buch der Rekorde

Valentino Rossi steht nun seit Katar nicht nur in Sachen Siege mit Mick Doohan auf einer Stufe, er ist auch nahe an den meisten Gesamt-Punkten aller Zeiten dran, der Rekord liegt momentan noch bei Max Biaggi. Rossi hat nun 2886 Punkte in allen Klassen gesammelt und würde mit einem neunten Platz an diesem Sonntag vor Biaggi rücken. Doch wie immer ist sein einziges Ziel der Sieg auf einer von zwei Rennstrecken auf dem Kalender, auf der er noch nie in einer der drei Klassen einen Sieg erreicht hat.

„Katar war wie der Beginn meiner Meisterschaft, aber wir sind in den Punkten bereits weit hinterher und müssen unbedingt aufholen", sagte Rossi. „Meine Rivalen sind sehr stark und wir müssen in der Türkei wieder um den Sieg kämpfen können. Istanbul ist keine meiner Lieblingsstrecken und wir hatten es dort im letzten Jahr schwer – wir hatten die Meisterschaft bereits gewonnen und es war schwierig zu der Zeit in der Saison 100% konzentriert zu bleiben und wir hatten Set up Probleme mit dem Motorrad. Diesmal sind wir voll motiviert.

Wir wissen nicht, wie das neue Motorrad auf dieser Rennstrecke reagieren wird. Ich hoffe, dass es gut laufen wird und wir keine Vibrationsprobleme haben. Es gibt einige fantastische schnelle Kurven, wenn das Motorrad also gut läuft, wird es richtig Spaß machen dort zu fahren. Wir haben nach Katar noch einmal getestet und haben einige Verbesserungen gemacht und auch wenn wir noch nicht ganz unser Problem beseitigt haben, was wir hoffentlich irgendwann einmal lösen können, können wir jetzt aber besser damit umgehen."

Colin Edwards: "Die harte Arbeit wird sich auszahlen"

Colin Edwards kann es kaum erwarten an diesem Wochenende in die Türkei zu kommen, denn er will wieder zu dem schnellen und konsistenten Tempo kommen, das er in den Tests in der Vorsaison gezeigt hat. Ein elfter und ein neunter Platz bei den ersten beiden Rennen waren nicht unbedingt die Reflektion der Bemühungen des Texaners und er möchte das Blatt auf einer Rennstrecke, auf der er letztes Jahr Probleme hatte, gern wenden.

"Ich muss sagen ich war letzten Oktober nicht gerade mit der Strecke zufrieden, aber ich habe mich zu der Zeit gerade versucht an einen neuen Fahrstil zu gewöhnen und das hat es mir nicht gerade erleichtert", sagt Edwards. „Diesmal habe ich meinen Fahrstil bereits, aber wir haben noch immer ein paar Probleme mit dem Motorrad, wir werden also abwarten müssen wie es laufen wird. Ich war sehr enttäuscht wie die Dinge in Katar liefen, aber es war schön über Ostern ein Extra-Wochenende frei zu haben, um alles ein bisschen setzen zu lassen und jetzt kann ich es kaum erwarten wieder raus zu fahren und es auf der Strecke richtig zu stellen.

"Bisher waren wir in dieser Saison stark im Training, das Set up auf dem Qualifikationsreifen war noch etwas problematisch, aber insgesamt war das Tempo auf den Rennreifen gut. Wir hatten Pech in Jerez und ich war mir eines guten Ergebnisses in Katar relativ sicher, aber wir hatten erneut ein paar kleine Probleme im Rennen, die wir im Training noch nicht hatten. Der Testtag nach dem Rennen hat uns einige gute Daten geliefert, mit denen wir arbeiten können und hoffen nun, dass es in der Türkei vom ersten Tag an läuft."

Davide Brivio: "Es ist eine interessante Herausforderung"

Camel Yamaha Teamdirektor Davide Brivio sieht das Rennen an diesem Wochenende als ideale Möglichkeit die Entwicklung der 2006er YZR-M1 Maschine bei einem weiteren herausfordernden Zusammentreffen auszuwerten. Nachdem erste Probleme in Katar gelöst werden konnten und das Wochenende mit einem Sieg von Valentino beendet wurde, hofft der Italiener auf mehr davon für sein Team in der Türkei und erwartet dass der Event mehr Früchte trägt als letztes Jahr im Oktober.

"Letztes Jahr war Istanbul Park einer der Rennstrecken wo wir die meisten Schwierigkeiten hatten, aber der Grand Prix war der vorletzte der Saison, als alles bereits gewonnen war", erklärte Brivio. „Es wird interessant werden zu sehen, wie es diesmal laufen wird, das Rennen ist zu Beginn des Jahres und kommt zu einer Zeit in der wir wirklich ein paar Punkte für beide unserer Fahrer brauchen.

"Es wird ein anstrengendes Wochenende, weil wir noch immer einige Probleme lösen müssen, die wir mit der 2006er Version der YZR-M1 haben. Wir werden an dem Montag nach dem Rennen in Istanbul testen, um zu versuchen das Motorrad weiter zu verbessern. Trotz dessen haben wir in Katar gezeigt, dass wir bereits konkurrenzfähig sind und jetzt müssen wir das auch in der Türkei tun. Valentino´s Sieg hat dem gesamten Team und den Ingenieuren einen wahren Antrieb verschafft und die Motivation ist definitiv da in der Türkei wieder um den Sieg zu kämpfen."

Andrea Zugna analysiert Istanbul

Wie bei allen Herman Tilke Rennstrecken hat auch Istanbul Park viele verschiedene Kurven und die Herausforderung wird durch die vielen Steigungen und Neigungen noch größer, die Strecke wurde auf vier verschiedenen Höhen gebaut. Doch die spannendste Kurve ist bei weitem die Kurve 11 – eine Kurve, die mit 270 km/h und im fünften Gang gefahren wird und damit die wahrscheinlich schnellste Kurve in der MotoGP WM ist. Zusammen mit einigen sehr engen Schikanen liegt der Schlüssel des Set ups in Istanbul Park dabei Kompromissen einzugehen.

"Istanbul ist eine tückische Rennstrecke, weil sie einige sehr schnelle Kurven hat, die mit sehr langsamen Kurven kombiniert sind", erklärte Andrea Zugna, Colin Edwards´ Dateningenieur. „In der Kurve 11 braucht man eine gute Stabilität bei hoher Geschwindigkeit, um dem Fahrer die Sicherheit zu geben, die er braucht um in den Kurve zu attackieren, aber von Kurve 12 bis zum Ende der Runde kommen noch drei sehr langsame Schikanen, die eine gute Agilität verlangen, man muss also ein ausbalanciertes Set up zwischen diesen beiden Charaktereigenschaften finden.

"Diese Strecke ist auch wegen der Höhenwechsel sehr einzigartig. Die erste Kurve geht zum Beispiel Bergab, bevor man gleich wieder hochfahren muss, was hohen Druck auf die Vorderachse ausübt. Auch ist das Talent des Fahrers sehr wichtig, weil es nur eine einzige wahre Rennlinie gibt und die muss man finden, besonders in den drei aufeinander folgenden linken Kurven in der Mitte der Runde, wo es auch sehr holperig ist. Es ist wichtig, dass dort sie Sicherheit mit der Vorderseite haben. Letztes Jahr hatte Colin Probleme weil es das erste Mal war, dass er diesen neuen Fahrstil ausprobiert hat, aber sein Tempo im Training war gut und seine schnellste Runde kam gegen Ende des Rennens, wir wissen also, dass die Daten gut sind. Hoffentlich wird das Leben an diesem Wochenende ein bisschen einfacher!".

Tags:
MotoGP, 2006, GRAND PRIX OF TURKEY, Valentino Rossi

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