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Honda Fahrer arbeiten am Maifeiertag hart

Honda Fahrer arbeiten am Maifeiertag hart

Honda Fahrer arbeiten am Maifeiertag hart

Nach dem sensationellen 22-ründigen Grand Prix in der Türkei auf der 5.340 km langen Istanbul Park Rennstrecke, sind die MotoGP Stars noch einen Tag länger geblieben und haben mit dem Französischen Reifenhersteller Michelin getestet.

Die drei Hondafahrer, die das Podium am Sonntag dominierten, Marco Melandri, Casey Stoner und Nicky Hayden, nutzten die Möglichkeit die neuen Michelin Rennreifen zu testen und einige Alternativen am Fahrgestell- und am Federungs-Set up ihrer 990ccm 5-Zylinder 250 PS Grand Prix Maschinen auszuprobieren.

Der Amerikaner Nicky Hayden, der durch seinen dritten Platz im Rennen nun die Meisterschaft anführt, war ein ziemlich beschäftigter Mann. Hayden, 24, aus Owensboro Kentucky, ist 86 Runden gefahren, als er verschiedene Fahrgestell-Federungskombinationen getestet hat, bevor er dazu überging Michelin Vorderreifen auszuwerten. Der ehemalige AMA Superbike Meister war mit der Arbeit des Tages zufrieden und verbesserte seine Performance mit der letzten Entwicklung des Repsol Honda Werksmotorrades.

Hayden´s Repsol Honda Teamkollege Dani Pedrosa, der beim Rennen am Sonntag in der letzten Runde aus der dritten Position heraus stürzte, hat nützliche Arbeit leisten können, obwohl die Streckentemperatur nur 21 °C betrug. Pedrosa, der amtierende 250ccm Doppelweltmeister, ist in seinem Debüt Jahr in der MotoGP Klasse und suchte bis zum Ende des Rennens nach einem besseren Gefühl mit seiner RCV. Der junge Spanier war bitter enttäuscht über seinen Sturz, doch er will aus dem Fehler lernen.

Marco Melandri (Fortuna Honda), der den Türkischen Grand Prix am Sonntag das zweite Jahr in Folge gewonnen hat, hat zufrieden stellende 81 Runden lang Reifen für Michelin getestet. Melandri wird jedes Mal, wenn er auf die RC211V aufsteigt sicherer und das war auch heute nicht anders. Der junge Italiener und Michelin arbeiten hart daran den Vorderreifen zu verbessern und beendeten den Tag gut gelaunt, denn sie haben einen Vorderreifen gefunden, der besser zu seinem Fahrstil passt.

Melandri´s Fortuna Honda Teamkollege Toni Elias hat die RC211V heute nicht getestet. Der junge Spanier, der beim Rennen am Sonntag in der vorletzten Runde die schnellste Rundenzeit gefahren ist, hatte nicht viel zu testen und entschied an dem kalten und feuchten Tag auszusetzen.

Der Australier Casey Stoner, der dem Angriff des mehr erfahrenen Marco Melandri in der letzten Runde fast standhalten konnte, war heute der schnellste RC211V-Fahrer auf der Strecke. Auf den Michelin Reifen fuhr Stoner eine Zeit von 1'52.4242s und war damit 1,8s schneller als seine Bestzeit im Rennen und das nicht auf einem Vorderreifen, der bereits 19 Runden gefahren wurde!

Der Japanische Star Makoto Tamada (Konica Minolta Honda) beginnt die Probleme mit dem vorderen Ende loszuwerden, die ihn schon seit dem Start der Saison belasten. Tamada arbeitete hart an der Entwicklung seines Gefühls mit der RC211V und einem neuen Michelin Vorderreifen und beendete den Test mit sehr positiven Gedanken. Er performte im Rennen am Sonntag besser als sein 10. Platz vermuten lässt und hatte neue Motivationen und Hoffnungen mit denen er sich in den Chinesischen GP, der in zwei Wochen stattfinden wird, aufmacht.

Die Team Roberts KR211V hatte während der Qualifikation und im Training des Grand Prix Probleme mit der Geschwindigkeit in den Kurveneingängen, weshalb sie auch nicht die Kurvengeschwindigkeit hatten, die sie konkurrenzfähig gemacht hätte.

Die Kombination der schlechten Streckenzeit und dass nur ein Fahrer im Team fährt hat den Fortschritt behindert, aber heute hat Kenny Roberts Jr mit dem Team Roberts Fahrgestell und dem Honda RC211V Motor eine gute Performance dargeboten. Auf Rennreifen ist der Kalifornier eine Rundenzeit von 1'53.6s gefahren und war fast 2 Sekunden schneller als seine Bestzeit vom Rennen am Sonntag.

Nicky Hayden, Repsol Honda: 1'52.90s - 86 Runden:

"Wir haben heute eine gute Arbeit leisten können und haben ein paar Probleme definitiv lösen können, die wir gestern noch hatten und die wir am Samstag im Regen nicht testen konnten. Wir wollten einige verschiedene Federungskombinationen testen und auch einige Michelin Reifen. Wir haben ein paar Einstellungen gefunden, die uns gefallen haben und einige Dinge, die nicht liefen, es hat sich also definitiv gelohnt und ich schätze alle die Repsol Honda Jungs und Michelins, die heute sehr hart um mich herum gearbeitet haben."

Dani Pedrosa, Repsol Honda: 1'56.36s - 48 Runden:

„Wir haben heute an einigen Ideen gearbeitet, die wir über das Wochenende hatten, die ein bisschen zu gefährlich wären, wenn wir sie an einem Rennwochenende getestet hätten – Dinge die helfen könnten unser Gefühl während des Rennens zu verbessern. Wir haben auch drei neue Vorderreifen von Michelin getestet, weil ich gestern ein paar Probleme mit dem Vorderreifen hatte! Das Wetter war heute nicht ideal, es ist einfach nicht wärmer geworden, daher war es schwer die richtige Temperatur für die Reifen zu bekommen. Doch wirklich gut war es zu merken wie gut die Reifen liefen und wir haben für Michelin einige Informationen zum analysieren sammeln können. Ich bin noch immer enttäuscht wegen gestern, weil ich in der letzten Runde gestürzt bin, als mich niemand unter Druck gesetzt hatte und ich hätte wieder ein Podium in meinem Debütjahr erreichen können. Doch das ist nun mal passiert und ich kann daraus lernen."

Marco Melandri, Fortuna Honda: 1'53.s - 81 Runden:

"Um ehrlich zu sein war ich sehr müde als ich heute Morgen auf die Strecke kam, aber es wurde ein sehr guter Tag für uns. Wir haben hart mit Michelin gearbeitet und Vorder- und Hinterreifen getestet und die Ergebnisse waren positiv, besonders mit dem Vorderreifen. Wenn man so hart bremst wie wir es jetzt tun und solche Zeiten in jeder Runde fahren wie im Rennen gestern, dann werden die Reifen heiß und der Charakter der Reifen ändert sich spät im Rennen noch. Doch heute haben wir einen Reifen gefunden, der seine Performance auch in den letzten Runden behält. Wir suchen einen Reifen, der stärker konstruiert ist und denselben Grip beibehält, bisher lief es gut, weil dieser Reifen zu meinem Fahrstil passt. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir heute erreicht haben."

Casey Stoner, LCR Honda: 1'52.42s - 55 Runden:

"Wir haben den Tag damit verbracht mein zweites Motorrad dorthin zu bringen, wo mein Rennmotorrad ist und haben dann mit Michelin Reifentests weiter gemacht. Ich musste einfach Dinge ausprobieren, die wir während eines GP Trainings nicht probieren können. Das Team hat ein paar neue Dinge am Set up ausprobiert, hat ein paar Dinge von einem zum anderen Motorrad getauscht und hat es verfeinert. Als wir es dort hatten, wo wir es hin haben wollten, bin ich meine schnellsten Rundenzeiten auf den Rennreifen gefahren und die Zeit hatte ich mit 19 Runden auf dem Vorderreifen, ich bin froh über dieses Ergebnis. Wenn ich bedenke, wie wenig Erfahrung ich auf einem MotoGP Motorrad habe, muss ich glücklich sein."

Makoto Tamada, Konica Minolta Honda: 1'53.22s - 82 Runden:

"Heute haben wir Reifen getestet und die Ergebnisse waren gar nicht so schlecht, weniger gut für mich. Bei der Arbeit mit Michelin haben wir eine gute Entwicklungsrichtung für mich gefunden und ich bin 10 Runden mit um die 1'53.5s gefahren, meine schnellste Runde war 1'53.22s. Michelin haben einige gute Lösungen für die Zukunft und ich bin zufrieden mit dem, was wir heute erreicht haben."

Kenny Roberts Jnr, KR Honda: 1'53.6s - 75 Runden:

"Ich denke, dass wir ca. eine Sekunde hinterher liegen und wir können uns dahin gehend verbessern, aber wir haben einfach nicht die Zeit die wir brauchen. Wir hatten Pech mit dem Wetter und haben einen Tag wegen dem Regen verloren. Das und der Versuch das Motorrad bei den Übersee-Rennen weiter zu entwickeln, hat es unmöglich gemacht einen großen Schritt nach vorn zu tun. Das Positive war, dass wir 1'53.7s Rundenzeiten gefahren sind und das mit den alternativen Einstellungen, die wir hier im Training nicht probieren konnten. Das ist eine große Verbesserung im Gegensatz zu gestern. Wir werden in Le Mans unser neues Fahrgestell bekommen und hoffen, dass ich zumindest eine halbe Sekunde schneller sein kann als wir es jetzt sind. Ich habe keinen Teamkollegen, das hält uns im Moment ein bisschen auf."

Tags:
MotoGP, 2006, GRAND PRIX OF TURKEY

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