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Zwei Weltmeister, zwei verschiedene Welten

Zwei Weltmeister, zwei verschiedene Welten

Zwei Weltmeister, zwei verschiedene Welten

Die Mengen der Michelin Formel 1 und MotoGP Reifen sind ganz bedeutend unterschiedlich. Hier steht beschrieben, warum Michelin 2005 so viele Weltmeister hervorgebracht hat, unter ihnen der Formel 1 Star Fernando Alonso und MotoGP´s Valentino Rossi.

In beiden Fällen machte Michelin Gebrauch ihrer legendären Kenntnisse und engagierte sich stark mehr Titelstürmer zu ihrer historischen Zahl hinzu zu fügen – aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Wenn es dazu kommt Reifen herzustellen, die den Ansprüchen einer Formel 1 oder MotoGP genügen, gibt es tonnenweise Probleme, die gelöst werden müssen. Selbst für einen Laien sind die körperlichen Unterschiede zwischen der Formel 1 und der MotoGP ganz klar sichtbar. Deren Größe und Form haben nichts gemein, aber das ist nur die Spitze des Eisberges, wenn man bedenkt, was sie unterscheidet.

Nicolas Goubert, der technische Direktor von Michelin´s Motorradrennsport Operation, sagt: „Einer der Hauptunterschiede zwischen der MotoGP und der Formel 1 ist, dass Motorräder nur einen kleinen Kontaktpunkt mit der Strecke haben: daher sind deren Reifen ziemlich oft asymmetrisch, genau wie die Strecken selbst. Mit diesem Wissen können wir besser den Gummi für die individuelle Strecke finden. Zum Beispiel wird die linke Seite des Profils bei einer rechten Kurve einer Strecke mehr abgetragen, denn es herrscht nicht eben eine Balance zwischen der Anzahl der linken und der rechten Kurven.

In der Formel 1 ist eine viel größere Prozentzahl des Profils in Kontakt mit der Strecke." Michelin´s technischer Direktor in der Formel 1, Patrick Cohen setzt an diesem Punkt fort. „In der Formel 1 ist die Kontaktgröße ernorm, es hängt aber von der Art der Kurve ab und von der vorherrschenden Steigung oder Neigung. Es kann bis zu einem Punkt, der fast bei Null liegt, sinken, wenn ein Vorderreifen innen in einer Kurve fast gar nicht mehr die Strecke berührt." Die Größe der Kontaktfläche ist ein wichtiger Faktor beim Generieren des Phänomens „Grip".

Und im Motorradrennsport reden wir wahrscheinlich über die Größe einer Kreditkarte. Goubert sagt: „Zeitgenössige MotoGP Bikes entwickeln 240bhp und müssen das an eine Strecke über eine Oberfläche von 5 cm Länge und 10 cm Breite übertragen. Die maximale Last eines Hinterreifens ist in der Formel 1 fünfmal höher als in der MotoGP.

Der Kontaktpunkt eines F1 Hinterreifens ist ungefähr im Durchschnitt 16,5 cm lang und 27 cm breit. Von Natur aus lehnen die MotoGP Motorräder in den Kurven auf der Seite, in einem Winkel von mehr als 55°, wenn es trocken ist. Als Konsequenz entsteht, dass es nicht immer dieselbe Stelle des Reifens sein wird, die Kontakt mit der Strecke hat, aber alles in allem ist die Last trotzdem nicht so dramatisch wie in der F1. „Das ist wegen dem aerodynamischen Einfluss im Motorradrennsport", sagt Goubert. „Das größte Gewicht, mit dem ein Reifen arbeiten muss, ist äquivalent zu dem kombinierten Gewicht des Fahrers und des Motorrades, was im Durchschnitt ungefähr 80 und 145 Kilo zusammengenommen sind."

Tags:
MotoGP, 2006

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