Neu auf motogp.com?Hier registrieren

Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

Weber spricht über die bisherige Saison

Weber spricht über die bisherige Saison

Nach dem Gran Premio d'Italia Alice in Mugello, wird das erste Drittel der MotoGP Saison 2007 abgeschlossen sein. Die Königklasse hat sich seit dem letzten Jahr deutlich geändert und damit die Unvorhersehbarkeit dieser Sportart bewiesen.

Nach dem Gran Premio d'Italia Alice in Mugello, wird das erste Drittel der MotoGP Saison 2007 abgeschlossen sein. Die Königklasse hat sich seit dem letzten Jahr deutlich geändert und damit die Unvorhersehbarkeit dieser Sportart bewiesen.

Nach fünf Rennen ist es an der Zeit sich einige Gedanken über den bisherigen Verlauf der Saison zu machen und Motorradsport Leiter von Michelin Jean-Philippe Weber hat eine Reihe ereignisreicher Große Preise hinter sich.

Die Vorsaison verbrachte der Hersteller mit den Vorbereitung für das neue Reifenreglement, der Anpassung an die 800cc Maschinen und der Einführung des neuen 16-Zoll Vorderreifens; dennoch konnte Michelin den Anfang der Saison nicht so genießen wie eigentlich erwartet – teilweise aufgrund der Aufsehen erregenden Leistungsstärke von Casey Stoner mit Ducati Marlboro auf Bridgestone, der natürlich zurzeit auf der Spitze der WM-Wertung liegt.

Dennoch war Weber offener denn je bei seiner Einschätzung der derzeitigen Lage, als er auf die Fragen der Michelin Presseabteilung antwortete:

Was können Sie uns über den Start der MotoGP Saison 2007 sagen?

"Um ehrlich zu sein, entsprechen die Ergebnisse eigentlich nicht unseren Erwartungen. Das letzte Rennen in Le Mans ist das beste Beispiel. Wir wählten relativ harte Compounds für den nassen Teil des Großen Preises von Frankreich und es hat nicht funktioniert. Um ganz klar zu sprechen, wir spekulierten mit unseren Partnern, dass es am Ende nicht mehr regnen würde. Deshalb beschlossen wir die meisten unserer Fahrer mit harten Regenreifen auszustatten. Es regnete aber umso mehr, so dass Valentino (Rossi) nicht im Stande war gegen seine Rivalen zu kämpfen. Dani (Pedrosa) wählte im Gegensatz dazu einen weicheren Reifen, der sich als viel besser gegen Ende des Rennens bewies, also konnte er sich bis auf den vierten Platz hoch kämpfen. Aufgrund unserer anfänglichen Hypothese und dem Wetterwechsel, wissen wir nun, dass unsere Fahrer auch mit einem etwas weicheren Compound hätten fahren können."

"Diese Enttäuschung sollte jedoch nicht die gute Arbeit, die wir seit Anfang der Saison geleistet haben, in den Schatten stellen, vor allem mit dem 16-Zoll Vorderreifen, der von allen unseren Fahrern sehr gelobt wird. Wir werden an den Weiterentwicklungen weiter arbeiten und die Leistung der Hinterreifen weiter verbessern."

Am Anfang der Saison hat es zudem eine Neuverteilung der Rollen in der Königsklasse gegeben. Könnte man sagen, dass Michelin aus dem Gleichgewicht gebracht wurde?

"Nicht aus dem Gleichgewicht gebracht, es haben sich aber einige Sachen geändert. Sicher ist die Hierarchie mit den 800cc Maschinen ganz anders als in den Zeiten der 990cc. Aus der Sicht der Leistung der Maschinen kann man sagen, dass die japanischen Hersteller nach fünf Rennen alle so ziemlich auf gleichem Niveau stehen. Zurzeit scheint Ducati einen klaren Vorteil zu haben. Die sieben Fahrer, die mit Michelin-Reifen ausgestattet sind, wurden außerdem von zahlreichen Vorfällen heimgesucht. Der Große Preis der Türkei ist das beste Beispiel. Wir hatten die drei schnellsten Qualifikationszeiten in Istanbul aber die Kollision in der ersten Runde benachteiligte uns sehr, es fielen Dani und Colin (Edwards) aus."

"Man kann sagen, dass bisher die Umstände nicht gerade günstig für uns waren. Unsere Leistung allgemein ist allerdings in Ordnung. Man braucht sich Valentinos Leistungen in Katar oder China anzusehen. Trotz seinem Mangel an Spitzengeschwindigkeit konnte er mit Casey Stoners Ducati in Shanghai mithalten und er tat alles um Druck auf ihn auszuüben. In Jerez schafften wir einen Hat-Trick sowohl im Training als auch im Rennen. In Le Mans hatten wir drei Fahrer unter den Top Vier in der Startaufstellung, einschließlich Colin auf der Pole Position."

Wie bereiten sie sich für den Rest der Saison vor?

"Mit einer ruhigen und konzentrierten Einstellung. Wir haben noch 13 Große Preise vor uns. Unser Ziel bei Michelin ist klar: Wir müssen uns auf unsere Mission konzentrieren und jedem Fahrer das bestmögliche Produkt geben. In dieser Meisterschaft herrscht große Konkurrenz in allen Aspekten – unter den Fahrern, unter den Motorradherstellern und unter den Reifenherstellern. Das zeigt meines Erachtens die hervorragende Qualität der MotoGP. In den Rennen, wie auch überall, zahlt sich harte Arbeit immer aus."

Tags:
MotoGP, 2007, GRAN PREMIO D'ITALIA ALICE

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›