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Hofmann schlägt zurück und droht Pramac d'Antin mit rechtlichen Schritten

Hofmann schlägt zurück und droht Pramac d'Antin mit rechtlichen Schritten

In einer neuen Wende einer der Überraschungsgeschichten der Saison 2007, hat Alex Hofmann nun sein Schweigen über seine unsanfte Abfuhr seitens Pramac d'Antin nach dem bwin.com Grande Premio de Portugal gebrochen.

In einer neuen Wende einer der Überraschungsgeschichten der Saison 2007, hat Alex Hofmann nun sein Schweigen über seine unsanfte Abfuhr seitens Pramac d'Antin nach dem bwin.com Grande Premio de Portugal gebrochen. Der deutsche Fahrer hat gestern eine Pressemitteilung veröffentlicht in dem er seine Absicht mitteilt, rechtliche Schritte gegen seine ehemaligen Auftraggeber zu unternehmen, wenn er nicht für die restlichen drei Rennen der Saison wieder eingestellt wird.

Hofmanns komplette Pressemitteilung

Wie einer Pressemitteilung meines Teams zu entnehmen war, wurde mein Vertrag als Fahrer für das Team Pramac D'Antin am Abend nach dem Grand Prix von Portugal (16. September 2007) fristlos gekündigt.

Ich halte die Kündigung für unberechtigt und werde mich dagegen mit allen mir rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln wehren.

Die schriftliche Kündigung wurde nicht mit den Vorfällen des Renntags begründet, sondern mit meiner angeblich schlechten gesamten Saisonleistung.

Diese war aber keineswegs so schlecht, dass sie meine Entlassung rechtfertigen könnte. Immerhin lag ich vor meiner nicht selbst verschuldeten Verletzungspause in der MotoGP-Serie auf dem elften WM-Rang, nur neun Punkte hinter meinem Teamkollegen Alex Barros.

Auch mein Verhalten während des Rennens in Estoril rechtfertigt keine Kündigung. Ich bin trotz einer nicht vollständig ausgeheilten Handverletzung ins Rennen gegangen, weil ich mich mit aller Kraft für mein Team einsetzen wollte. In der Aufwärmrunde musste ich feststellen, dass meine Einsatzmaschine einen Kupplungsschaden hatte. Nach dem Wechsel auf die Ersatzmaschine, welche nicht mit der von mir gewählten Rennbereifung bestückt war, musste ich mit einem deutlichen zeitlichem Handicap aus der Boxengasse ins Rennen starten. Ich habe in den ersten Runden alles versucht, das in der Startrunde um fast elf Sekunden enteilte Fahrerfeld einzuholen. Ich musste aber einsehen, dass ich mit dem zur Verfügung stehenden Motorrad keine Chance dazu hatte. Die einzige Hoffnung auf eine Verbesserung meiner Position bestand in Stürzen oder technischen Defekten von vor mir fahrenden Piloten.

Unter diesen Umständen konnte und wollte ich keine weiteren Risiken im Heilungsprozess meiner Hand eingehen und habe mich zur Rennaufgabe entschieden.

Es mag sein, dass ich unmittelbar nach Beendigung des Portugal-GP aus Enttäuschung und Frustration diese Zusammenhänge nicht richtig erklären konnte. Da ich bis dahin während meiner Zusammenarbeit mit dem Team Pramac D'Antin in den Jahren 2006 und 2007 stets meinen unbedingten Einsatzwillen für das Team bewiesen habe, wäre es vollkommen ausreichend gewesen, mich gegebenenfalls zu verwarnen.

So eine Vorgehensweise hätte ich akzeptiert. Die fristlose Entlassung werde ich auf keinen Fall hinnehmen. Ich will die Saison für mein Team zu Ende bringen und ab dem Rennen in Phillip Island/Australien vom 12. bis 14. Oktober 2007 in jedem Fall wieder für das Team Pramac D'Antin antreten.

Dieses Begehren habe ich meinen italienischen und holländischen Arbeitgebern schriftlich mitgeteilt; ich habe sie aufgefordert, mich umgehend wieder als MotoGP-Fahrer ins Team aufzunehmen und die bestehenden Verträge ordnungsgemäß zu erfüllen.
Hofmanns Drohung rechtliche Schritte zu unternehmen versetzt Pramac d'Antin in eine schwierige Lage. Erst kürzlich hatten sie den Ersatzfahrern für den deutschen für drei restlichen Rennen der Saison angekündigt, und zwar Chaz Davies.

Tags:
MotoGP, 2007

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