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Talmacsi, Faubel und Titeltriumphe am letzten Tag

Talmacsi, Faubel und Titeltriumphe am letzten Tag

Mit dem einzigen noch zu vergebenden Titel, der Schauplatz passt perfekt für den Kampf in der 125er Klasse in Valencia zwischen den Aspar Teamkollegen Gabor Talmacsi und Hector Faubel.

Mit dem einzigen noch zu vergebenden Titel, der Schauplatz passt perfekt für den Kampf in der 125er Klasse in Valencia zwischen den Aspar Teamkollegen Gabor Talmacsi und Hector Faubel. MotoGP Fans sind mit dem Szenario bestens vertraut: Talmacsi führt in der Weltmeisterschaft mit 10 Punkten, er hat mit dem Sieg in Sepang die Führung ausgebaut. Faubel fährt auf seiner Heimstrecke, wo er auch im letzten Jahr das 125er Rennen gewonnen hat. Valencia ist „Aspar Terretorium", nur einen Steinwurf von der Teambasis in Alzira entfernt.

Viele andere Fahrer werden mit Sicherheit während des Rennens mitentscheidend eine Rolle in der stets hart umkämpften Einzylinderklasse spielen, und das Duell zwischen dem Ungarn und dem Spanier zusätzlich beeinflussen. Wie auch immer, Beide werden stets ein wachsames Auge auf die Position des Anderen werfen, und haben die folgenden mathematischen Rechenbeispiele auswendig gelernt, welche dem zurzeit In Führung liegenden Talmacsi den Titel sichern würden:

1. Wenn Faubel das Rennen gewinnt, muss Talmacsi zumindest auf Platz Zwei oder Drei ins Ziel kommen um Weltmeister zu werden.

2. Wenn Faubel als Zweiter die Zielflagge sieht, muss Talmacsi zumindest den fünften Platz erreichen.

3. Wenn Faubel als Dritter ins Ziel kommt, muss Talmacsi zumindest den neunten Platz erreichen.

4. Wenn Faubel als Vierter ins Ziel kommt, muss Talmacsi zumindest den zwölften Platz erreichen.

5. Wenn Faubel als Fünfter ins Ziel kommt, muss Talmacsi zumindest den 14. Platz erreichen.

6. Wenn Faubel als Sechster ins Ziel kommt, muss Talmacsi zumindest einen WM-Punkt ergattern.

7.Wenn Faubel das Rennen als Siebter oder schlechter beendet, dann ist Talmacsi Weltmeister, egal an welcher Position er das Rennen beendet.

Es kam schon des öfteren vor, dass der Titel in der 125 ccm Klasse erst am letzten Tag der Saison entschieden wurde, seit dem das Punktesystem 1977 geändert wurde (denn zuvor zählten nicht alle Rennen zur Weltmeisterschaft). Ominös für Faubel, denn nur zwei Mal in 30 Jahren hat ein Fahrer den Titel gewonnen, der vor dem Start zum letzten Rennen des Jahres einen Punkterückstand hatte.

1985 – Pierpaolo Bianchi (MBA) führte vor seinem italienischen Landsmann Fausto Gresini (Garelli) mit fünf Punkten vor dem letzten Renen des Jahres in Misano. Gresini führte das Rennen ab der zweiten Runde an, während Bianchi um den zweiten Platz kämpfte, den er für den Titel benötigte. Die Titelhoffnungen Bianchi's lösten sich in Luft auf, als in Runde 23 seine Motor den Geist aufgab und Gresini das Rennen und die Weltmeisterschaft gewann.

1986 – Fausto Gresini kam nach Hockenheim zum letzten Rennen der Saison mit der Chance den Titel zum zweiten Mal hintereinander zu gewinnen; dieses Mal hat er Elf Punkte auf seinem italienischen Landsmann und Teamkollegen bei Garelli Luca Cadalora gut zu machen. Das Rennen war ein typischer, enger 125er Kampf, mit Gresini an der Spitze und Cadalora folgte ihm als Zweiter bis ins Ziel und wurde Weltmeister.

1989 – Alex Criville (Cobas) hatte einen Elf Punktevorsprung auf den Holländer Hans Spaan (Honda) bei der Ankunft in Brünn zum letzten Rennen des Jahres. Es hätte ein sechster Platz zum Titelgewinn gereicht, Alex Criville qualifizierte sich für die Poleposition und gewannt das Rennen, somit wurde er mit 19 Jahren der jüngste Weltmeister.

1990 – Drei Honda Piloten kamen 1989 zum letzten Rennen nach Australien mit der Chance noch Weltmeister zu werden; Stefan Prein hatte sieben Punkte Vorsprung auf Loris Capirossi, und Hans Spaan zwei Punkte zurück als Dritter. IM Showdown auf Phillip Island musste Prein mit mechanischen Problemen in Runde Sieben aufgeben und den Kampf um den Titel Capirossi und Spaan überlassen. Capirossi gewann schlussendlich das Rennen, während Spaan als Vierter die Zielflagge sah. Capirossi übernahm damals die Ehre von Criville als jüngster Weltmeister in die Geschichtsbücher ein zu gehen – einen Rekord den bis Heute halt.

1992 – Vier Fahrer kamen zum letzten Rennen des Jahres nach Südafrika mit der Chance noch Weltmeister zu werden; Alessandro Gramigni, Fausto Gresini, Ralf Waldmann and Ezio Gianola. Gramigni kam vor seinen Rivalen ins Ziel und bescherte Aprilia den ersten Titel.

1993 – Dirk Raudies kam zum letzten Rennen des Jahres mit einem komfortablen 22 Punkte Vorsprung auf seinen größten Rivalen und Honda Markenkollegen Kazuto Sakata. Raudies fuhr ein kontrolliertes Rennen, wurde Achter nachdem er das Rennen in der frühen Phase angeführt hatte und wurde Weltmeister.

1996 – Honda Pilot Haruchika Aoki gewann seinen zweiten Weltmeistertitel mit einem zweiten Platz im letzten Rennen in Eastern Creek, einen Platz vor seinem Titelrivalen Masaki Tokudome.

1999 – Emilio Alzamora hatte sechs Punkte Vorsprung auf Marco Melandri vor dem letzten Rennen in Argentinien. Melandri unternahm alles was in seiner Macht lag und gewann das Rennen. Alzamora wurde Zweiter und gewann mit nur einem Punkt Vorsprung die Weltmeisterschaft ohne ein Rennen gewonnen zu haben.

2001 – Manuel Poggiali (Gilera) hatte 23 Punkte Vorsprung auf Youichi Ui (Derbi) vor der Ankunft in Rio zum letzten Rennen des Jahres. Ui gewann das Rennen, aber Poggiali wird mit einem komfortablen fünften Platz Weltmeister.

2002 – Erneut hatte Poggiali die Chance im letzten Rennen Weltmeister zu werden, aber dieses Mal hatte er acht Punkte Rückstand auf Arnaud Vincent (Aprilia). Vincent beendet das Rennen als Zweiter und wird erster Franzose der die 125 ccm Weltmeisterschaft gewann.

2005 – Der jüngste Showdown am letzten Tag fand am selben Schauplatz wie der diesjährige Kampf zwischen Faubel und Talmacsi statt. 2005, Mika Kallio (KTM) musste das Rennen in Valencia gewinnen um Weltmeister zu werden und Thomas Lüthi durfte nicht über Platz 14 hinaus kommen. Kallio gewann wie erforderlich das Rennen, aber Honda Pilot Lüthi holte sich den Titel mit einer kontrollierten Fahrt und kam als Neunter ins Ziel.

Tags:
125cc, 2007, GRAN PREMIO bwin.com DE LA COMUNITAT VALENCIANA, Gabor Talmacsi, Hector Faubel

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