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Casey Stoner: Der Gejagte 2008

Casey Stoner: Der Gejagte 2008

Der Mann, den es zu besiegen gilt 2008 ist zweifelsohne Casey Stoner.

Der Mann, den es zu besiegen gilt 2008 ist zweifelsohne Casey Stoner. Der 22-jährige war schlichtweg die Fahrerpersönlichkeit in MotoGP in der abgelaufenen Saison, als er sich seinen ersten Weltmeistertitel in dominanter Art und Weise sicherte. Stoner gelang in diesem Jahr der Übergang von einem spektakulären, wenn auch unbeständigen Rookie zu einem ausgereiften Weltmeister, unbeeindruckt von jeder Herausforderung.

Mit dem Einfluss der beiden hart umkämpften nationalen Meisterschaften in Großbritannien und Spanien, war Stoner bereits zum Erfolg verdammt, noch bevor er sein Debüt in der Weltmeisterschaft mit einer Wildcard in Donington Park 2001 erlebte. Aufbauend auf eine vielversprechende nationale Dirt-Track Karriere in Australien, zog seine Familie wagemutig nach Europa und Stoner gelang es, dies zu seinem vollen Vorteil zu nutzen. Er diente sich in den gleichen Nachwuchsförderungssystemen wie Dani Pedrosa und Toni Elias bis in die Höhen von MotoGP hoch.

Am Beginn seiner permanenten Grand Prix Karriere startete er im Jahr 2002 unter der Führung von Lucio Cecchinello in der 250 ccm Klasse. In der darauf folgenden Saison wechselte er in der 125er Klase und die Fachwelt begann nach vier Podiumsplätzen und dem Sieg beim WM Finale in Valencia von den Qualitäten des Australiers Notiz zu machen. 2004 kämpfte er mit KTM um die Weltmeisterschaft und bescherte dem österreichischen Hersteller den ersten Grand Prix Sieg. Stoner beendete die WM als Fünfter in der Gesamtwertung.

Die Rückkehr 2005 in die 250 ccm Klasse und zum LCR Team sah ihm mit seinem alten Weggefährten Dani Pedrosa um die Viertelliterkrone kämpfen. Stoner gewann fünf Grand Prix und wurde Vizeweltmeister, bevor er gemeinsam mit dem italienischen Team den Aufstieg in MotoGP auf einer Honda RC211V vollzog.

In seiner Rookie Saison in der Premier Class 2006 lies er vereinzelt sein Können aufblitzen, gemischt mit einigen enttäuschenden Stürzen. Zu den herausragenden Momenten zählte die Poleposition in seinem erst zweiten MotoGP Auftritt in Katar, gefolgt vom harten Kampf bis zur Ziellinie mit Marco Melandri nur ein Rennen später in Istanbul, wo er sich nur äußerst knapp geschlagen mit Platz Zwei zufrieden geben musste. Seine Leistungen überzeugten aber das Ducati Werk, um bei ihm anzuklopfen und der Teamwechsel sollte ihm bereits nur ein Jahr später viel Ruhm einbringen.

Der erste MotoGP Sieg im ersten Rennen der Saison 2007 in Katar war sowohl für den Fahrer als auch das Team selbstbekennend eine Überraschung, aber weitere Siege in der Türkei und in China verbannten alle Spekulationen über einen Zufallstreffer. Seine herausragende Leistung in Katalonien, wo er in einem verbissenem Kopf-an-Kopf Rennen mit dem fünffachen MotoGP Weltmeister Valentino Rossi kämpfte, wird als eines der größten Rennen in die MotoGP Geschichte eingehen. Andererseits war er aber im Sommer derart überlegen, dass er in den drei Rennen hinter einander in Laguna Seca, Brünn und Misano die Konkurrenz mit Poleposition und Sieg im Rennen dominierte.

Mit einem sechsten Platz in Motegi sicherte Stoner sich die Titelehren. Ironischerweise mit dem schlechtesten Saisonresultat. Am Höhepunkt seines Traums, wurde Stoner nach der Preisverleihung an die ersten Drei des Rennens auf das Podiums getragen, um offiziell als MotoGP Weltmeister 2007 gekrönt zu werden.

Für den jungen Australier war aber mit drei ausstehenden Rennen im Kalender die Arbeit noch nicht getan, mit dem Wichtigsten die Heimkehr auf Phillip Island als nächsten Programmpunkt. Stoner unterstrich seinen Titeltriumph mit dem ersten von zwei Siegen in den letzten drei Rennen und brachte die Rekordzuschauermenge auf seiner berühmten Heimstrecke zum ausflippen.

Die Saison endete jedoch für den Champion mit einem bitteren Beigeschmack, als er im Letzten der Nachsaisontests in Jerez mit der brandneuen Desmosedici GP8 schwer stürzte. Bänderrisse in der linken Schulter, welche aber keinen operativen Eingriff erforderten, zwingen Casey Stoner zu einer Ruhepause zu Hause in Australien, bevor er die Vorbereitungen für die Titelverteidigung wieder in Angriff nehmen wird.

Tags:
MotoGP, 2008, Casey Stoner

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