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Michelins neuer 16" Hinterreifen entwickelt sich prächtig

Michelins neuer 16' Hinterreifen entwickelt sich prächtig

Mit nur einem richtigen Werksfahrer im Einsatz beim Test letzte Woche auf Phillip Island, nämlich Repsol Hondas Nicky Hayden, verlagerte Michelin kurzerhand für den dreitägigen Aufenthalt in ‘Down Under' den Löwenanteil der Entwicklungsarbeit für 2008 in die Hände der Piloten aus den Satellitenteams.

Mit nur einem richtigen Werksfahrer im Einsatz beim Test letzte Woche auf Phillip Island, nämlich Repsol Hondas Nicky Hayden, verlagerte Michelin kurzerhand für den dreitägigen Aufenthalt in ‘Down Under' den Löwenanteil der Entwicklungsarbeit für 2008 in die Hände der Piloten aus den Satellitenteams.

Vier der fünf anwesenden Michelin Piloten in Australien waren am Ende der Tests in der Zeitenliste unter den Top Fünf zu finden. Einzig der Weltmeister 2007 und zugleich auch schnellster Mann des Tests, Casey Stoner, drängte sich in diese Phalanx. Nicky Hayden führte das Michelin Quartett in diesem Test an, in welchem der neue 16 Zoll Hinterreifen der französischen Marke seit seinem Debüt durch den Amerikaner im letzten Jahr zusehends einen Aufschwung erlebte.

"Wir arbeiten weiterhin mit unseren Beiden 16.5 und 16 Zoll Hinterreifen. Aber immer mehr Fahrer verwenden jetzt den 16 Zoll, daher sind wir bemüht für die anstehenden Tests bei der Versorgung ein Gleichgewicht von 50/50 an 16.5 und 16 Zoll Reifen zu gewährleisten," erklärte Jean-Phillipe Weber, Direktor für den Motorradrennsport bei Michelin. "Aber die Nachfrage nach dem 16" nimmt definitiv zu."

Trotz der ansehnlichen Rundenzeiten von Hayden, Colin Edwards, James Toseland und Andrea Dovizioso, ist sich Weber nach dem Aufenthalt in Australien nicht im klarem, wie sich die Saison 2008 gebärden wird.

"Auf der einen Seite sahen wir, dass Casey Stoner sehr schnell war, aber andererseits waren wir gegenüber allen anderen Piloten sehr konkurrenzfähig. Es liegt also nicht klar auf der Hand, wie die genaue Leistung in Bezug auf Reifen auszudrücken ist," sagte der Michelin Boss nach Abschluss des Tests.

"Während dieses Tests haben wir einige sehr unterschiedliche Hinterreifen getestet. Die Performance dieser war nicht so schlecht, aber wir haben uns mehr erwartet. Die Betriebstemperaturen sind auf Phillip Island immer sehr hoch, deshalb haben wir versucht mit einer grundlegenden Änderung im Aufbau zu arbeiten. Wir probierten eine weichere Bauweise, um mehr Grip in den Flanken zu bekommen, aber vielleicht waren wir dabei eine Spur zu weich, so dass die Reifen nicht so gleichmäßig waren, wie wir uns erwünscht hätten. Aber zu diesem Zweck sind die Tests gedacht und jetzt wissen wir in welche Richtung wir arbeiten müssen."

Einige der wichtigsten Informationen, welche auf Phillip Island gesammelt wurden, kamen von einem neuen Profil, welches von Newcomer Dovizioso verwendet wurde. Der JiR Team Scot Pilot, der zum ersten Mal mit Michelin Reifen auf dieser Rennstrecke unterwegs war, brachte einigen frischen Input für die Entwicklung eines neuen Profils für einen Vorderreifen ein, der schon im vergangenen Jahr in Motegi von zwei wesentlich erfahrenen Piloten eingesetzt worden ist.

"Obwohl wir uns während dieses Tests hauptsächlich auf die Hinterreifen konzentrierten, nahmen wir uns aber auch der Arbeit an, für Jeden unserer Piloten die Mischungen unserer zwei unterschiedlichen Vorderreifen anzupassen," hält Weber fest. "Mit Andrea haben wir auch ein drittes Profil eines Vorderreifens probiert. Dieses haben wir bereits im vergangenen Jahr mit Nicky und Colin getestet. Beide waren damit zufrieden, aber als wir diesen Reifen später wieder bei Tests eingesetzt hatten, waren die Ergebnisse nicht mehr so überzeugend. Andrea hatte ein gutes Gefühl für diesen Reifen auf Phillip Island, auch wenn der Aufbau etwas zu hart war. Für den Test in Jerez später in diesem Monat werden wir eine weichere Konstruktion herstellen."

Bei den Tests auf Phillip Island in der vergangenen Woche hatte alle anwesenden Fahrer erstmals in diesem Jahr die Gelegenheit im Nassen einige Runden zu fahren. Im besonderen war Michelin Veteran Colin Edwards mit dem Material zu seiner Verfügung sehr zufrieden.

"Ich probierte einen neuen Michelin Front-Regenreifen und ich war wirklich zufrieden damit. Dieser fühlte sich meinem Fahrstil natürlicher an," sagte der ‘Texas Tornado. "Zu sehen wie viel Mühe sich Michelin antut, gibt mir zusätzlich eine Menge an Motivation."

Die Michelin Fahrer, inklusive Hayden und dem in Australien abwesenden Jorge Lorenzo, werden ab Morgen ihre Arbeit mit der französischen Firma in Sepang fortsetzen.

Tags:
MotoGP, 2008

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