Neu auf motogp.com?Hier registrieren

Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

Erste wettbewerbsähnliche MotoGP Action beim offiziellen Test in Jerez

Erste wettbewerbsähnliche MotoGP Action beim offiziellen Test in Jerez

Einige MotoGP Piloten nennen es Grand Prix Zero; zur Chance sich einen frühen psychologischen Vorteil zu verschaffen, noch bevor die Saison erst richtig beginnt. Andere sehen darin nur eine weitere wichtige Möglichkeit zur Feinabstimmung ihrer letzten Neuheiten. Aber alle hoffen darauf, den offiziellen MotoGP Test dieses Wochenende in Jerez mit der einzigen Sorge verlassen zu können, wo sie den brandneuen BMW Sportwagen unterstellen können.

Einige MotoGP Piloten nennen es Grand Prix Zero; zur Chance sich einen frühen psychologischen Vorteil zu verschaffen, noch bevor die Saison erst richtig beginnt. Andere sehen darin nur eine weitere wichtige Möglichkeit zur Feinabstimmung ihrer letzten Neuheiten. Aber alle hoffen darauf, den offiziellen MotoGP Test dieses Wochenende in Jerez mit der einzigen Sorge verlassen zu können, wo sie den brandneuen BMW Sportwagen unterstellen können.

In der Art geht der traditionell letzte Vorsaisontest in Europa über die Bühne. Dennoch werden alle 18 MotoGP Fixstarter, plus einigen für welche der Beruf eines Testfahrers ein Vollzeitjob ist, ab Samstag, 16. Februar für drei Tage am Circuito de Jerez ein volles Testprogramm abspulen, mit dem immer populärer werdenden 40 Minuten langen BMW M Award als Höhepunkt.

Vor dem ersten Konkurrenzkampf des Starterfeldes der Premier Class am Sonntag, stellt sich die nicht ganz unbedeutende Frage nach weiteren Tests. Obwohl die meisten Fahrer beim letzten Test 2007 in Jerez anwesend waren, hat sich doch in diesem kurzen Zeitraum eine Menge geändert.

Der regierende Weltmeister Casey Stoner wird über den Verlauf der drei Tage in Südspanien jener Mann sein, dem wohl die meiste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Gleichermaßen werden die Fans, als auch seine Rennfahrerkollegen erpicht darauf sein, die Form des Australiers abzuschätzen und sich ein Bild davon machen, was er für 2008 noch in seiner Schublade hat. Mit einer Geschichte reich an Stürzen hat der 22-jährige nicht die besten Erinnerungen an Jerez. So zum Beispiel auch einen in der letzten Stunde des offiziellen Tests im vergangenen Jahr und auch beim letzten Test im Vorjahr Ende November flog er heftig ab. Letzterer beendete damals am zweiten Tag den Testplan des Ducati Werkspiloten frühzeitig und eine Schulterverletzung zwang ihn zu einem gemächlicherem Tempo bei seiner Rückkehr.

Trotz Mangels an Fitness besticht Stoner beim Blick auf die Zeitenlisten von 2008 in exzellenter Form. Im Besonderen beim Test auf seiner Heimstrecke auf Phillip Island verblies er förmlich die Konkurrenz. Beim letzten Besuch in Jerez Ende November erlebte die Desmosedici GP8 ihre Jungfernfahrt, und auch an diesem Wochenende werden sich der Titelträger und sein Teamkollege Marco Melandri darauf konzentrieren, sich weiter mit dem Motorrad vertraut zu machen.

Eine weitere neue Ausgabe des Motorrades vom letzten Jahr ist jenes der Honda MotoGP Piloten. Die Entwicklung der RC212V wurde geteilt in Arbeit mit einem herkömmlichen Motor und einem mit pneumatischer Ventilsteuerung. Aber jetzt behauptet das japanische Werk für den offiziellen Test und darüber hinaus etwas ganz Spezielles aus ihren Ärmeln zu zaubern. Alle Satellitenteams sind in der Erwartung für Jerez den neuen Motor zu erhalten, aber letztendlich wird die Nagelprobe für die neueste Motorengeneration vom Repsol Honda Werksteam mit MotoGP Weltmeister 2006 Nicky Hayden und seinem zurückkehrenden Teamkollegen Dani Pedrosa erledigt werden.

Hayden ist soweit in diesem Jahr der Fahrer mit der höchsten Rundenanzahl auf seiner Anzeigetafel, trotzdem entspricht sein Grad an Genugtuung nicht immer mit seinem Motorrad. Seine schnellsten Runden hatte The Kentucky Kid nämlich zumeist dem neuesten Satz der Michelin Qualifier Reifen zu verdanken. An Tagen, an denen sich bei Hayden der Frust aufbaute, nicht wissend in welche Richtung er arbeiten sollte, waren zumindest diese Rundenzeiten ein positiver Aspekt.

Pedrosa ist in einer wenig beneidenswerten Situation. Der junge Spanier feiert sein Comeback nach seiner Verletzung zu einem sehr späten Zeitpunkt in der Vorsaison. Zu einer Zeit, in der für die Piloten der Schlüssel zum Erfolg ist bei bester Gesundheit zu sein. Bis jetzt hat der Repsol Honda Werkspilot ersten einen Testtag hinter sich. Der Vizeweltmeister 2007, der sich für das Rennen im vergangenen in Jerez auf Poleposition qualifizierte und beim gezeiteten Shootout nur von Valentino Rossi besiegt wurde, musste sich vor knapp einem Monat wegen des gebrochenen Mittelhandknochens einer Operation unterziehen.

Der oben erwähnte Valentino Rossi hat mit der Bekanntgabe von Lösungen offener Punkte im Moment seinen Schwerpunkt anderwärtig gelagert. Diese Belange hatten 2007 für nahezu mehr Präsenz auf den Titelseiten der Tageszeitungen und in der Yellow Press als im Sportteil gesorgt. Der Italiener konnte den BMW M Award in früheren Jahren bereits zweimal gewinnen, und in diesen Jahr wird der Shootout am Sonntagnachmittag die erste Gelegenheit für ihn sein, die neuen Bridgestone Qualifier Reifen in einer Live Session zu verwenden. Da Fiat Yamaha Teamkollege, der zweimalige Poleman und Gewinner der 250 ccm Klasse in Jerez, Jorge Lorenzo mit Reifen von Michelin bestückt, arbeitet das Team Heuer in einer geteilten Box.Bei einem haarsträubenden Highsider auf Phillip Island hat sich Kawasaki Werksfahrer John Hopkins einen äußerst schmerzhaften Muskeleinriss in der Leistengegend zu gezogen. So wie auch der Spanier Pedrosa wird vom Angloamerikaner erwartet, dass er beim offiziellen Test wieder ins Geschehen eingreifen wird. Seine Motivation dafür ist besonders hoch, denn im vergangenen Jahr war er wegen einer gebrochenen Zehe und einer Handgelenksverletzung nicht in der Lage am BMW M Award teilnehmen.

Für die Rizla Suzuki Paarung Loris Capirossi und Chris Vermeulen wird es die erste Ausfahrt mit dem neuen Motorrad in Jerez sein. Denn im vergangenen November, als der Großteil ihrer Konkurrenten auf der spanischen Rennstrecke getestet hatten, gönnte sich das Suzuki Werksteam mit den zwei genannten Fahrern einen privaten Test auf Phillip Island. Loris Capirossi, der Sieger des Rennen in Jerez im Jahr 2006, hat sich nach einer langjährigen Zusammenarbeit mit Ducati in der Tat bereits bestens mit seinem neuen Spielzeug angefreundet.

Weitere Jerez Debütanten mit ihren neuen Motorrädern des Jahrganges 2008 sind Colin Edwards und James Toseland, das neue Fahrerduo des Yamaha Tech3 Teams. Edwards hat in den jüngsten Tests mit Rennabstimmung einen überaus starken Eindruck hinterlassen, und kennt als Gewinner des BMW M Award 2006 alle Tricks dieses Wettbewerbes. Teamkollege Toseland kennt den Circuito de Jerez nur von seinem ersten Test Ende November und wird mit dem 800 ccm Prototyp in Südspanien seine schnelle Anpassung in der Königsklasse fortsetzen.

Das Kontingent der Rookies, inclusive Toseland und Lorenzo, wird von den ehemaligen 250 ccm Größen und Kunden Honda Piloten Andrea Dovizioso (JiR Team Scot) und Alex de Angelis (San Carlo Honda Gresini Team) vervollständigt.

Der Kampf um den BMW Z4 M Roadster findet am Sonntagnachmittag, 17. Februar statt. Zuvor haben die MotoGP Piloten am Samstag den Circuito de Jerez zu ihrer Verfügung. Im Anschluss an die MotoGP Testtage werden die Fahrer der 250 und 125 ccm Klassen mit ihren Saisonvorbereitungen auf der Rennstrecke in Südspanien fortsetzen.

Tags:
MotoGP, 2008

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›