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Michelin möchte nach Laguna Seca-Fehlern zurückschlagen

Michelin möchte nach Laguna Seca-Fehlern zurückschlagen

Michelin gesteht, dass man mit der Reifenwahl für den Red Bull U.S. Grand Prix zu konservativ gelegen habe, jetzt planen die Franzosen intensive Tests und Entwicklungen für die zweite Saisonhälfte.

Michelin musste beim Red Bull U.S. Grand Prix am letzten Sonntag den Preis für eine Fehleinschätzung der Bedingungen zahlen. Entsprechend gaben sie zu, einige große Fehler bei der Reifenwahl begangen zu haben, da diese auf den hohen Temperaturen von 2007 beruhte. Die Franzosen verhalfen damit dem Konkurrenten Bridgestone zu einem weiteren Dreifach-Podium. Jetzt kündigte Michelin einen intensiven Sommertestplan an, um im Titelkampf wieder Boden gutzumachen.

`Der Beginn unserer Schwierigkeiten waren die Probleme, die wir im letzten Jahr hier hatten, als die Strecke aggressiver und die Streckentemperaturen viel höher als erwartet waren. Dadurch stieg unsere Reifenabnutzung´, erklärte Jean-Philippe Weber, seines Zeichens Motorradsport-Direktor bei Michelin.

`In diesem Jahr war die Strecke weniger aggressiv. Außerdem war die Streckentemperatur geringer als im letzten Jahr, allerdings nicht so sehr, da wir am Freitag trotzdem hohe 40er Werte erreichten. Angesichts der Erfahrungen aus dem Vorjahr waren wir zu konservativ, hatten zu harte Konstruktionen und Mischungen dabei, die zu wenig Performance boten. Unsere Fahrer hatten nur eine geringe Anzahl an Reifen, die sie für das Rennen benutzen konnten, also mussten sie in den Trainings mit härteren Reifen fahren. Es war ein sehr schwieriges Wochenende, weil unsere Herangehensweise viel zu konservativ gewesen ist.´

Aufgrund der limitierten Reifenauswahl standen die Fahrer vor einer schwierigen Herausforderung, obwohl einige Piloten vor dem Wochenende Bedenken geäußert hatten, wie Weber verriet.

`Ab sofort werden wir unsere Reifenstrategie und die Reifenauswahl mehr mit den Teams abstimmen. Colin Edwards hat zum Beispiel Vorderreifen für dieses Rennen angefordert, die er in dieser Saison bereits auf weniger fordernden Strecken benutzt hat. Er hätte diese Reifen hier benutzen können, er lag richtig... natürlich sind wir mit den Rundenzeiten unserer Fahrer bei diesem Rennen nicht zufrieden, denn sie hatten nicht genügend Grip.´

Michelin Motorsportdirektor Frederic Henry-Biabaud zeigte den Weg auf, wie Michelin den Rückschlag von Laguna Seca vergessen machen möchte - mit Testfahrten und enger Zusammenarbeit.

`Wir wollten die Probleme von 2007 vermeiden, also schlugen wir eine sehr konservative Richtung für unsere Teams vor. Das war ein Fehler, aus dem wir gelernt haben. In den kommenden drei Wochen werden wir in zwei Richtungen arbeiten. Zunächst werden wir Tests auf verschiedenen Strecken ansetzen. Dann werden wir die Weiterentwicklung neuer Lösungen vorantreiben, die wir unseren Teams für die nächsten Rennen vorschlagen werden. Damit wollen wir eine erfolgreichere Richtung einschlagen´, sagte der Franzose.

`Wir werden auch unseren Prozess der Reifenempfehlung an unsere Teams verbessern, denn so können wir eine bessere Performance liefern. Die Saison ist noch lange nicht vorbei und wir freuen uns, nach einigen sehr positiven Rennen in diesem Jahr, auf die letzten sieben Rennen der Saison.´

Tags:
MotoGP, 2008

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