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Die Saison bisher: Rückblick 250ccm

Die Saison bisher: Rückblick 250ccm

Die Sommerpause der 250er Klasse ist mitten im Gange. Grund genug für motogp.com, einen Blick zurück auf die ersten zehn Rennen dieser Saison zu werfen.

Zur Sommerpause führt Metis Gilera-Fahrer Marco Simoncelli die 250er WM an. Er startete als Geheimtipp in die Saisonvorbereitung und wurde dem absolut gerecht. Simoncelli holte drei Siege und sieben Podestplätze.

Der freundliche Lockenkopf im zarten Alter von 21 Jahren war bislang der Star der Saison. Dabei war sein Saisonstart ein Desaster: ein Ausfall in Katar und eine Kollision mit Alvaro Bautista auf der letzten Runde in Jerez. Doch er schlug mit einem Sieg bei seinem Heimrennen in Mugello zurück und holte in Barcelona und am Sachsenring zwei weitere Siege sowie sechs Podestplätze in den letzten sechs Rennen.

Allerdings machte sich Simoncelli durch einige `Rennzwischenfälle´ nicht gerade viele Freunde auf der Strecke. Hector Barbera klagte sogar: `Er hätte mich umbringen können´, als der Spanier spektakulär auf der letzten Runde in Italien mit Simoncelli kollidierte. Simoncelli holte trotzdem die maximale Punktzahl. Zuletzt erhielt Simoncelli ein Werksmotorrad von Gilera. Denn die Piaggio Gruppe unterstützt seinen Titelkampf nach besten Kräften.

Zweiter der Gesamtwertung ist Red Bull KTM-Fahrer Mika Kallio. Der Finne hatte einen beeindruckend konstanten Saisonbeginn und führte die WM für einige Rennen an, bevor Simoncelli seine Serie startete.

Kallio gewann drei Rennen in Jerez, Shanghai und Donington. Sein einziger schwarzer Fleck ist ein mechanischer Defekt in Catalunya, was ihn die Führung in der Meisterschaft kostete - so fehlen ihm elf Punkte auf Simoncelli.

Schon zu Saisonende 2007 war Kallio in guter Form, die er jetzt auf der Titeljagd wiederfinden möchte.

Ebenfalls ein Wörtchen mitreden möchte der beliebte spanische Mapfre Aspar-Fahrer Alvaro Bautista - ein heißer Tipp zu Saisonbeginn. Doch der Spanier hatte viel Pech in dieser Saison.

Sein dramatischer Unfall mit Simoncelli in Jerez schockte seine heimischen Fans. Trotzdem konnte er zwei Siege in Estoril und Assen einfahren und stand bei den letzten vier Rennen vor der Sommerpause immer auf dem Podium. Angesichts seines 46-Punkterückstands auf Simoncelli hat er jedoch jede Menge Arbeit vor sich, wenn er die Erwartungen der Spanier in diesem Jahr noch erfüllen möchte.

Bautistas Landsmann Alex Debon liegt dahinter auf Rang 4 der WM-Tabelle. Debon hatte sich selbst als Titelkandidat ins Gespräch gebracht, doch unkonstante Leistungen ließen ihn zurückfallen, obwohl er endlich eine Werks-Aprilia bekam. Im Mai holte der erfahrene Spanier den ersten Sieg seiner Karriere auf abtrocknender Strecke in Le Mans - es war sein 112. WM-Rennen. Da er sonst nur noch zweimal auf dem Podium stand und am Sachsenring ausfiel, ist er höchstens noch als Außenseiter im Titelkampf anzusehen.

Einen Punkt hinter seinem Landsmann Debon liegt Hector Barbera, der kurz vor der Sommerpause auf seiner Werks-Aprilia gerade so richtig in Schwung zu kommen schien. Wenn er seine teilweise schwankenden Leistungen in der zweiten Saisonhälfte stabilisieren kann, erscheinen weitere Podestplätze als möglich.

Der Saisonstart von Mattia Pasini verlief glänzend: ein Debütsieg in der 250er Klasse unter Flutlicht auf dem Losail International Circuit. Obwohl er noch drei Mal auf dem Podium stehen sollte, kam der Italiener in Estoril, Donington und Assen nicht ins Ziel. Noch muss er Erfahrung in dieser Klasse sammeln.

Außerhalb der Top-6 muss Thomas Lüthi erwähnt werden, der sich von einem schwierigen Start in seine zweite 250er Saison erholte und zuletzt vernünftige Ergebnisse einfuhr. Von Hector Faubel, dem amtierenden 125er Vizeweltmeister, wurden wahrscheinlich größere Taten erwartet.

Sieben Läufe vor Saisonende ist noch alles offen. Weiter geht es am 15. bis 17. August beim Tschechien GP in Brünn.

Tags:
250cc, 2008

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