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Amerikanische Journalisten über die Erwartungen an Indianapolis

Amerikanische Journalisten über die Erwartungen an Indianapolis

motogp.com hat sich mit zwei der profiliertesten Mitgliedern der amerikanischen Motorrad-Presse getroffen, um deren Ansichten zum Red Bull Indianapolis Grand Prix zu erfahren.

Der Red Bull Indianapolis Grand Prix hat im MotoGP-Paddock schon für einiges Aufsehen gesorgt, da Fahrer und Fans bereits gespannt sind, was der erste Auftritt der Weltmeisterschaft im Brickyard so mit sich bringt. Um die Reaktionen in den Staaten ein wenig einzufangen, hat sich motogp.com mit ein paar Größen der US-Motorrad-Medienlandschaft getroffen, um zu fragen, was sie über das Rennen denken. Chris Jonnum, Redakteur von Road Racer X und Henny Ray Abrams, der bei den Cycle News tätig ist, teilten ihre Sicht der Dinge mit. Diese beiden haben bereits viel amerikanisches Racing erlebt und haben auch schon viel von der MotoGP gesehen.

Auch wenn der Red Bull US Grand Prix in Laguna Seca bereits ein Vorzeigerennen in den USA ist, wird das Rennen in Indianapolis aufgrund der schieren Größe des Landes für viele die erste Gelegenheit sein, dass sie bei einem WM-Rennen dabei sein können. Zahlreiche Zuschauer werden erwartet, auch wenn es demografische Unterschiede zu Laguna Seca gibt. Welchen Platz das Rennen in der Geschichte einnehmen wird, lässt sich erst am 14. September sagen. `Ich denke, das muss man erst abwarten, da es schwer ist, genau zu wissen, was die Fans denken, bevor das Rennen eigentlich stattgefunden hat und wir sehen, wie viele Leute da waren und was sie sagen´, sagte Jonnum.

`Die generelle Stimmung gegenüber der Veranstaltung scheint aber positiv zu sein. Es gibt eine große Einwohnerzahl rund um Indianapolis, aus der man Zuseher anlocken kann und trotz der aktuellen Wirtschafts-Probleme denke ich, dass viele Fans diese historische Veranstaltung besuchen wollen. In Laguna sind die Zahlen ein wenig zurückgegangen und das kann durchaus auch deswegen gewesen sein, weil Leute stattdessen entschieden haben, nach Indy zu kommen. Die Strecke hat gute Arbeit bei der Promotion der Veranstaltung geleistet und ich denke, wir werden viele Zuschauer haben, vor allem im Vergleich zu einem normalen amerikanischen Motorradrennen.´

Wer diese Zuschauer sein werden, ist auch interessant und Abrams musste sich hierzu über den Unterschied zwischen Ost- und Westküsten-Besuchern äußern. `Die Strecken an der Ostküste oder im mittleren Westen ziehen normalerweise mehr Zuschauer an, zumindest in der amerikanischen Superbike. Die amerikanischen Superbike-Rennen in Kalifornien locken nicht so viele Zuschauer an - abgesehen vom Infineon Raceway nördlich von San Francisco. Der mittlere Westen ist das Kernland des amerikanischen Motocross, wo Nicky Hayden die meiste Zeit seiner Jugend verbracht hat´, erklärteder erfahrene amerikanische Motorrad-Journalist.

`Diese Verbindung von Indianapolis und der MotoGP bedeutet den Fans im mittleren Westen mehr, da sie durch den Indianapolis Motor Speedway eine stärkere Verbindung zum Rennsport haben und auch weil es viele amerikanische Superbike-Rennen in der Osthälfte der USA gibt. Zumindest im ersten Jahr sollte das Rennen eine Vielzahl an lockeren Rennfans anlocken, die alle Rennen im IMS besuchen.´

Jonnum sieht keinen großen Unterschied bei den Fans aus verschiedenen Regionen, doch er denkt, dass der Unterschied im Wohlstand zwischen der Bay Area und der Umgebung von Indianapolis wohl bei den Besuchern eine andere Demografie zur Folge haben wird und meinte: `Vielleicht werden die Fans in Indy den durchschnittlichen Amerikaner etwas besser repräsentieren, aber ich bin mir nicht sicher. Der größte Unterschied ist, dass Indy eine größere Einwohnerbasis hat, da alles westlich von Laguna der Ozean ist, der offensichtlich nicht sehr dicht besiedelt ist!´

Der Red Bull Indianapolis Grand Prix ist der jüngste Event, der die MotoGP-Weltmeisterschaft nach Amerika bringt und Jonnum denkt, er hat das Potential, auch der erfolgreichste zu werden. `Ich denke, wenn es ein amerikanisches Motorradrennen gibt, das dies schaffen kann, dann ist es dieses. Ich erwarte, dass recht viele Motorradfans kommen werden und auch jene, die normalerweise eher an Autorennen interessiert sind´, fuhr er fort.

`Amerikanische Fans, die Straßen-Rennsport mögen, scheinen sich sehr dafür zu begeistern und auch belesen zu sein. Unter den amerikanischen Fahrern ist Nicky Hayden der beliebteste, aber Colin Edwards und John Hopkins werden auch sehr gerne gemocht. So wie überall auf der Welt ist Valentino Rossi der beliebteste Fahrer überhaupt, was doch ein wenig überraschend ist, wenn man bedenkt, dass wir Amerikaner doch eher für unseren Ethnozentrismus bekannt sind!´

Tags:
MotoGP, 2008, RED BULL INDIANAPOLIS GRAND PRIX

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