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Die US-Erfolgsgeschichte in der MotoGP

Die US-Erfolgsgeschichte in der MotoGP

Die MotoGP bereitet sich auf den ersten Besuch in Indianapolis vor. motogp.com nimmt das zum Anlass, um auf die beeindruckende Siegesstatistik amerikanischer Fahrer zurückzublicken.

Als Nicky Hayden im Oktober 2006 als neuer MotoGP-Weltmeister mit der amerikanischen Flagge eine Ehrenrunde in Valencia drehte, markierte er damit das neueste Kapitel einer langen amerikanischen Erfolgsgeschichte in der Weltmeisterschaft.

Der Mann aus Owensboro, Kentucky, wurde der siebte Amerikaner, der seit 1949 einen WM-Titel in der Königsklasse gewann. Hayden bezwang den fünffachen MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi um fünf Punkte.

Die USA sind die dritterfolgreichste Nation in der Geschichte der WM und haben insgesamt 15 MotoGP-Titel eingefahren. Nur die Italiener mit 18 Titeln und die Briten mit 17 Titeln haben mehr gewonnen.

In den letzten 30 Jahren haben amerikanische Fahrer mehr MotoGP-WM-Titel gewonnen als Fahrer aus allen anderen Ländern, nämlich 15 Titel seit 1978. Das sind mehr als doppelt so viel wie die Gesamttitel der besten Verfolger Italien und Australien, die je 7 Titel gewonnen haben.

Kenny Roberts begann die amerikanische Dominanz mit dem ersten seiner drei 500er Titel im Jahr 1978 - es war der erste 500er Titel für einen Amerikaner.

Roberts verteidigte den 500er Titel für Yamaha in den Jahren 1979 und 1980 und schlug dabei den Amerikaner Randy Mamola um 15 Punkte. Danach wurde Roberts Dritter, Vierter und Zweiter in den Jahren 1981-1983 und trat zurück, um Teammanager zu werden.

In der Saison 1982 wurde der damals 20-jährige Freddie Spencer aus Louisiana im legendären Spa-Francorchamps der jüngste 500er GP-Sieger.

`Fast Freddie´ lieferte sich ein episches Duell gegen Roberts im Titelkampf des Jahres 1983. Beide Fahrer gewannen sechs Rennen, aber Spencer gewann auf seiner Honda den Titel.

Spencer´s WM-Titel 1983 stellte den Beginn einer amerikanischen Dominanz dar. Zwischen 1983 und 1993 kamen die Weltmeister in zehn von elf Saisons aus Amerika. Nur der Australier Wayne Gardner unterbrach 1987 den Siegeszug der Stars and Stripes.

Eddie Lawson gewann 1984 den ersten seiner vier WM-Titel (ein Rekord für einen Amerikaner) für Yamaha. Mamola wurde Zweiter und Spencer Vierter in der Gesamtwertung.

1985 kehrte Spencer auf seiner Honda auf das mittlere Podium zurück und schlug Lawson um acht Punkte. Lawson gewann seinen zweiten 500er Titel 1986 auf einer Yamaha und wiederholte das Kunststück 1988 und 1989.

Angetrieben von der Rivalität mit seinem Landsmann Kevin Schwantz gewann Wayne Rainey von 1990 bis 1992 drei Titel in Serie. Dies war eine der am meisten umkämpften Zeiten des Motorradsports. Die Amerikaner Rainey, Schwantz, Mamola und Lawson kämpften gegen die australischen Legenden und Weltmeister Wayne Gardner und Mick Doohan um die Krone.

1993 war Rainey auf dem Weg zu seinem vierten 500er Titelgewinn in Folge. Doch er erlitt bei einem Unfall in Misano eine Wirbelsäulenverletzung. Schwantz erbte den WM-Titel.

Kenny Roberts Jr. gewann im Jahr 2000 auf einer Suzuki die 500er Krone. Er bezwang einen Rookie-Fahrer, der gerade den 250er Titel gewonnen hatte - Valentino Rossi, der in der Folge fünf WM-Titel zwischen 2001 und 2005 abräumte.

Schon 2003 war der Teamkollege von Rossi beim Repsol Honda Team der Amerikaner Nicky Hayden. Doch Hayden konnte erst 2005 den ersten MotoGP-Sieg auf heimischem Boden in Laguna Seca einfahren.

2006 gewann Hayden seinen ersten MotoGP-Titel. Dabei wurde ihm nichts geschenkt. Er gewann nur zwei Rennen, darunter eine Wiederholung seines Erfolgs in Laguna Seca. Im vorletzten Saisonrennen in Estoril kollidierten der Spanier Dani Pedrosa und Teamkollege Hayden, womit beide ausschieden und Haydens Titelchancen eigentlich gen null tendierten.

Rossi wurde in diesem Rennen Zweiter und hatte somit eine 8-Punkte-Führung vor Hayden beim Saisonfinale in Valencia. Nach einem schwachen Start rutschte Rossi in Runde 5 von der Strecke und Hayden konnte mit einem dritten Platz den Titel einfahren.

Tags:
MotoGP, 2008, RED BULL INDIANAPOLIS GRAND PRIX

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