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motogp.com interviewt Ben Spies vor Indy

motogp.com interviewt Ben Spies vor Indy

Vor seinem dritten MotoGP-Autrtitt beim Red Bull Indianapolis Grand Prix sprach der dreimalige US AMA Superbike Champion Ben Spies mit motogp.com.

Nach seinen ersten beiden MotoGP-Rennen in dieser Saison wird Ben Spies am kommenden Wochenende beim Red Bull Indianapolis Grand Prix seinen dritten Auftritt für das Rizla Suzuki Team haben.

Der talentierte Texaner wird noch immer mit einem MotoGP-Sitz in der kommenden Saison in Verbindung gebracht, aber vorerst liegt seine Konzentration darauf, den 8. Platz mit Suzuki aus Laguna Seca zu übertreffen.

Spies kommt in guter Stimmung nach Indianapolis, da er erst kürzlich seinen dritten US AMA Superbike-Titel in Folge eingefahren hat.

Wie beurteilen Sie Ihre MotoGP-Erfahrungen in Donington und Laguna Seca?
`Es war toll. In Donington war das Ergebnis nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber es war ein tolles Lernwochenende. In Laguna war ich mit dem Ergebnis zufrieden, aber natürlich hätte ich am liebsten noch besser abgeschnitten. Ich hatte aber Probleme in der ersten Rennhälfte. Ansonsten war alles gut. Ich habe die Zusammenarbeit mit dem Team genossen. Es macht Spaß und wir werden jedes Mal besser.´

Was hat Sie an der MotoGP am meisten beeindruckt?
`Das Beste ist die Bewirtung der Fahrer. Ich war überrascht, dass selbst ich als Wildcard-Fahrer sofort nach dem Aufwachen jemanden von Suzuki oder Alpinestars bei mir hatte, der mir Frühstück machte. Das war ich nicht gewöhnt. Es war ein echter Schock für mich!´

Wie beurteilen Sie die Rennen in der MotoGP. Fahren die Piloten härter als in der AMA oder sind sie aggressiver?
`Ich weiß nicht, ob sie aggressiver sind, da ich bislang keine richtig engen Zweikämpfe hatte. Das lässt sich schwer sagen. Ich habe nichts gesehen, dass mich völlig weggeblasen hätte, so dass ich nie wieder Rennen fahren möchte. Der Unterschied ist, dass es statt zwei oder drei schnellen Fahrern fünfzehn, sechzehn oder siebzehn schnelle Fahrer gibt.´

Wie schwierig war es, den Fahrstil anzupassen, als Sie in Laguna AMA und MotoGP an einem Wochenende gefahren sind?
`Es war hart. Vielleicht wäre ich besser gewesen, wenn ich nicht mit zwei verschiedenen Motorrädern gefahren wäre, aber vielleicht auch nicht. Sie sind schon extrem verschieden. Ich hatte ein paar Probleme, musste mich an die Reifen gewöhnen. Sie sind wohl der größte Unterschied und das braucht Zeit. Hoffentlich wird es in Indy etwas besser.´

Warum wurden Sie nach Laguna Seca operiert?
`Ich hatte Probleme mit dem Blinddarm und es waren einige Flüssigkeiten in meinem Magen. Das hat eine Infektion verursacht und deshalb haben sie den Blinddarm entfernt. Zum ersten Mal habe ich es am Samstag in Laguna gespürt, aber ich bin einfach gefahren. Als ich nach dem Wochenende nach hause kam, musste ich ins Krankenhaus. Aber jetzt geht es mir wieder gut.´

Haben die Rennen in der MotoGP Ihre AMA-Saison beeinflusst?
`Nicht wirklich. Der einzige Unterschied ist, dass mein Superbike-Rennen in Laguna vielleicht etwas besser gewesen wäre, wenn ich nicht zwischen den Motorrädern gewechselt hätte. Aber insgesamt hatte es weder einen positiven noch einen negativen Einfluss.´

Was sind Ihre Erwartungen für Indianapolis und wie nützlich war der Reifentest im Juli?
`Er war nützlich, aber sie haben danach noch einige kleinere Änderungen an der Strecke vorgenommen. Ich möchte mich mit jeder Ausfahrt auf dem Bike verbessern und habe kein bestimmtes Ergebnis im Auge. Man weiß nie, was passieren wird, wenn man aufs Motorrad steigt. Alles was ich möchte, ist ein besseres Ergebnis als in Laguna, um damit zu beweisen, dass ich jedes Mal besser werde.´

Arbeiten Sie noch immer eng mit Kevin Schwantz zusammen?
`Ja, Kevin hilft mir. Wir sind aber mehr wie Freunde. Er gibt mir Ratschläge, ich stelle ihm Fragen und wir sind gute Freunde. Ich spreche viel mit ihm, aber das ist alles.´

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?
`Ich möchte in der MotoGP mit gutem Material für ein gutes Team fahren - und natürlich gut abschneiden. Wie gut, weiß man nie. Man muss sich die Chance erarbeiten und dann schauen, was man daraus machen kann. Ich möchte mitfahren, gutes Material bekommen, so hart wie möglich kämpfen und dann kommen die Resultate von allein.´

Tags:
MotoGP, 2008, Rizla Suzuki MotoGP

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