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Michelin bereitet sich auf schwere Prüfung in Indianapolis vor

Michelin bereitet sich auf schwere Prüfung in Indianapolis vor

Reifenhersteller Michelin rechnet in Indianapolis mit niedrigeren Temperaturen als beim Test.

Beim letzten Besuch in Amerika war die Reifenwahl von Michelin nicht unbedingt wohlwollend begrüßt worden, aber der Reifenhersteller wird darauf hoffen, dass die Wahl an Mischungen für den Red Bull Indianapolis Grand Prix doch etwas besser aufgenommen wird. Keiner der Vollzeit-Fahrer von Michelin konnte bislang eine Indy-Runde auf einer MotoGP-Maschine drehen, aber die Testfahrten mit Erwan Nigon und William Costes Anfang Juli haben Michelin die Schwierigkeiten der Oberfläche vor Augen geführt.

`Als MotoGP-Strecke ist es sehr atypisch und komplexer als wir erwartet haben´, gibt Jean-Philippe Weber, Direktor für Motorradsport bei Michelin, zu. `Die Kurve Nummer eins, die schnelle Links, hat nicht allzu viel Grip, also gab es nach dem Test die Diskussion darüber, die Oberfläche aufzurauen. Es wurde dann aber entschieden, die Strecke unverändert zu lassen.´

Seit dem Test sind angeblich wieder Michelins in Indianapolis im Einsatz gewesen, tauchten vergangene Woche doch Bilder von Clubfahrer Rob Jenson und dem ehemaligen AMA Superbike Star Jeff Haney auf, als sie sich mit Technikern unterhielten und mit einer Honda CBR1000 um die Strecke fuhren. Wie sich die MotoGP-Bemühungen des Werks schließlich wirklich anlassen, wird aber erst das erste Training im Brickyard am Freitag zeigen.

`Aus Reifensicht ist es recht schwierig, den es gibt einige sehr langsame Kurven, dann eine Dreifach-Links am Ende der Runde, wo man gute Traktion braucht und noch zwei oder drei verschiedene Grip-Niveaus auf der Runde. An der Front braucht man eine Konstruktion, die Stabilität beim Bremsen für die erste Linkskurve gibt, aber die Front muss auch gutes Handling in den engeren Sektionen der Strecke ermöglichen. Am Heck ist die Traktion wichtig. Eine Sektion der Strecke hat nur wenig Grip und beansprucht den Reifen mehr, während eine andere Sektion weniger aggressiv für die Reifen ist.´.

In Laguna Seca hatte sich Michelin vertan, da die Temperaturen falsch eingeschätzt worden waren. Diesmal rechnet man mit niedrigeren Temperaturen als bei den Tests. `Zuerst haben wir gedacht, dass wir weichere Mischungen nehmen, da es keine schnelle Strecke mit langen Kurven ist, aber man braucht tatsächlich mittlere bis mittelharte Mischungen. Während der Tests war es sehr heiß, bei einer Streckentemperatur von beinahe 50 Grad. Wir erwarten es am Rennwochenende aber nicht ganz so heiß, also werden wir auch etwas Weicheres für niedrigere Temperaturen bringen müssen.´

Michelin wird beim Red Bull Indianapolis Grand Prix sechs Fahrer in seinem Aufgebot haben, nachdem Dani Pedrosa nach dem Rennen in Misano seinen Wechsel zu Bridgestone bekanntgegeben hat.

Tags:
MotoGP, 2008, RED BULL INDIANAPOLIS GRAND PRIX

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