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Der Weltmeister und die Lokalmatadoren über Phillip Island

Der Weltmeister und die Lokalmatadoren über Phillip Island

Der Fahrer der Stunde, Valentino Rossi, zählt Phillip Island zu seinen Top Drei MotoGP-Strecken. Die australischen Fahrer wollen dieses Wochenende sein Vergnügen aber unterbinden.

Wie die meisten Fahrer der MotoGP-Weltmeisterschaft konnte Valentino Rossi es kaum erwarten, zum Australien Grand Prix zu kommen. Man muss nur irgendeinen der MotoGP-Fahrer nach seiner Liste der Lieblingsstrecken fragen und Phillip Island wird dabei wohl sehr wahrscheinlich unter den am häufigsten genannten sein. Der neue MotoGP-Weltmeister Rossi ist einer derjenigen, die die australische Strecke besonders gerne haben und er gab in der Donnerstags-Pressekonferenz Down Under zu, dass der Kurs unter seinen `Top Drei´ ist.

`Phillip Island ist eine großartige Strecke. Ich liebe sie so wie es auch viele andere Fahrer tun´, sagte der Italiener. `Für mich ist es sehr schwer zwischen hier, Mugello und vielleicht noch Barcelona zu entscheiden. In jedem Fall sind diese Strecken auf Top-Niveau.´

Über die Feinheiten des einsam gelegenen Kurses meinte Rossi: `Es ist eine eigenartige Strecke, mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit pro Runde- nahe an 200 km/h denke ich - und es ist sehr schnell und flüssig. Man hat hier ein anderes Gefühl als auf anderen Strecken, denn man bleibt bei hoher Geschwindigkeit auf der Kante, während die Maschine sich aufrichten will. Da muss man mit den Beinen nach unten ziehen. Das ist etwas sehr Aufregendes.´

Rossi hatte bislang beneidenswerten Erfolg auf Phillip Island, inklusive einer Siegesserie von 2001 bis 2004 und Triumphen, die ihm gleichzeitig den Titel brachten. Sein Konkurrent Casey Stoner könnte durchaus bereits eine ähnliche Geschichte auf seiner Heimstrecke haben, wären da nicht ein paar unglückliche Missgeschicke in den kleineren Klassen gewesen.

`Ich hatte hier einige gute Ergebnisse: Ich gewann auf der 125er und stürzte, war 2004 ex aequo Zweiter mit Jorge Lorenzo (beide hatten eine Rennzeit von 38:02.000 in einem toten Rennen) und stürzte dann aus dem 250er-Rennen, als ich Richtung Sieg fuhr. Wir waren immer stark, haben es aber nur einmal ganz nach oben geschafft´, sagte der mittlerweile abgelöste MotoGP-Weltmeister und Australien-Sieger von 2007.

`Dieses Jahr haben wir eine sehr gute Chance, aber die Rennen waren zuletzt recht schwierig und es ist nicht die allerbeste Zeit. Wir werden wie immer 100 Prozent geben und schauen, was passiert´, fügte Stoner noch an, der die Bandage von seinem verletzten Kahnbein entfernt hat, um seine Hand freier bewegen zu können.

Auch Chris Vermeulen von Rizla Suzuki ist froh, wieder zuhause zu sein und er schloss sich bei der Pressekonferenz seinem Landsmann Stoner an. Er sprach über das Gefühl, mit der MotoGP nach Hause zu kommen und über diesen eigenartigen Eindruck, in einer vertrauten Umgebung zu sein, nachdem er in allen Ecken des Erdballs unterwegs gewesen ist.

`Wir Australier verbringen die meiste Zeit des Jahres außerhalb unseres Landes in Europa und es ist gut für uns, nach Hause zu kommen. Es ist schön, im Paddock herumzugehen und die Leute... `Australisch´ reden zu hören, könnte man sagen´, scherzte Vermeulen. `Mein erstes Podest 2006 war hier sehr speziell für mich und wir würden dieses Wochenende gerne wieder da oben stehen.´

Der dritte Australier im Feld der MotoGP ist Anthony West und er ist besonders erpicht darauf, in seiner Heimat ein wenig Behaglichkeit zu spüren, hat er davon dieses Jahr doch nicht viel gehabt. Der Kawasaki-Fahrer dürfte wohl für lange Zeit sein vorerst letztes Rennen auf Phillip Island als MotoGP-Fahrer erleben und will das Rennen 2008 genießen.

`So ziemlich jeder hat gesagt, dass man die Fahrer für kommendes Jahr verpflichtet hat. Ich wünschte, Kawasaki hätte mich etwas früher über meine Zukunft wissen lassen, damit ich mir etwas Anderes hätte suchen können. Aber wo auch immer ich hingehe, ich werde darum kämpfen, wieder zurückzukommen´, sagte der vielgereiste Lokalmatador. `Es ist aber gut für uns, wieder hierher zu kommen, vor allem wenn die Ergebnisse nicht in unsere Richtung laufen. Ich werde einfach versuchen, es zu genießen.´

Tags:
MotoGP, 2008, AUSTRALIAN GRAND PRIX

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