Neu auf motogp.com?Hier registrieren

Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

Smith blickt zurück und voraus


Smith blickt zurück und voraus

Der Brite Bradley Smith sprach mit motogp.com ausführlich über seine Achterbahnfahrt in der Saison 2008 und seine Erwartungen an das neue Jahr.

Bradley Smith kann auf ein bewegtes Jahr zurückblicken - Pole Positions, Podestplätze, Führungskilometer und Verletzungen. Er sammelte viele Erfahrungen bei seinem Team Polaris World auf seiner neuen Aprilia-Maschine.

Der Teenager aus England durchlebte Höhen und Tiefen und wechselt 2009 zum erfolgreichen Bancaja Aspar Team.

Vor Smith liegt ein langer Winter voller Training und Vorbereitungen auf ein wichtiges Jahr in seiner Karriere. Der ehemalige Red Bull MotoGP Academy und Honda Fahrer war guter Dinge, als er mit motogp.com sprach.

`Wie fassen Sie Ihre Saison 2008 zusammen?´
`Ich bin ziemlich zufrieden, wie die Saison verlaufen ist. Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass ich Platz 6 in der WM, drei Pole Positions und vier Podestplätze belegen würde, dann wäre ich zufrieden gewesen. Natürlich war es enttäuschend, dass ich kein Rennen gewonnen habe, obwohl ich einige Male die Chance hatte. Aber insgesamt war es eine gute Saison.´

`Sind Sie angesichts der Poles, Führungsrunden und des konkurrenzfähigen Materials nicht enttäuscht, dass es nicht besser gelaufen ist?´
`Zu Saisonbeginn habe ich mich manchmal gefragt: Warum setze ich diese Poles nicht um? Warum gewinne ich diese Rennen nicht? Letztlich habe ich mir die anderen angeschaut, mit all ihrer Erfahrung. Ich bin zum ersten Mal vorne mitgefahren, es war mein erstes Jahr mit Aprilia. Es ist etwas ganz Anderes, eine schnelle Runde im Qualifying zu fahren als im Rennen.´

`Es braucht viel Erfahrung, damit man am Ende in der besten Position ist. Das habe ich einige Male, in Assen und am Sachsenring, geschafft. Ich führte und dann begann es zu regnen. Manchmal ist es egal, was man versucht, es hat einfach nicht sollen sein. Aber es wird mit der Erfahrung kommen und nächstes Jahr werde ich für das Aspar Team fahren. Aber es braucht ein bisschen Glück.´

`Haben Sie also aus diesen Situationen gelernt?´
`Man versteht, dass diese Jungs nicht zum Spaß hier sind. Wenn man ihnen ein bisschen Platz lässt, werden sie ihn nutzen. Da sind alle Fahrer gleich. Man könnte meinen, sie lauern nur hintereinander, aber letztlich möchte jeder um Podestplätze und Siege kämpfen. Es ist nicht so, dass ich nicht aggressiv genug gewesen wäre, ich hatte nicht die nötige Erfahrung für die letzten zwei Runden, wann man überholen sollte und wann nicht. In Mugello habe ich zwei Runden vor dem Ende das Rennen angeführt und fiel in der letzten Runde von 1 auf 5 zurück. Das lässt sich nicht auf einer Runde aufholen. Das ist einfach eine Erfahrungssache.´

`Sie müssen begeistert sein, zu so einem guten Team zu wechseln?´
`Aspar ist ein gutes Team und sie möchten die WM gewinnen. Es wird meine vierte GP-Saison und ich muss den Schritt machen und Rennen gewinnen, um die WM mitfahren. Ich freue mich sehr auf die Wintertests. Letztes Jahr musste ich mich an das Motorrad gewöhnen, jetzt kann ich mich darauf konzentrieren, es besser zu machen und meine Rennpace zu steigern. Wir haben keine Tests während der Saison, also müssen wir es jetzt schaffen, um ein Wörtchen mitsprechen zu können.´

`Fühlen Sie sich unter Druck?´
`Der Fahrplan sieht vor, dass es meine letzte 125er Saison wird. Ich muss mein Bestes geben. Ich weiß nicht, welchen Platz ich belegen werde, aber ich werde um die Meisterschaft kämpfen. Der Titel ist nicht einfach zu gewinnen und es gewinnt nicht immer der schnellste Fahrer, sondern der beste Allround-Fahrer. Man muss auch ein bisschen Glück haben. Danach möchte ich 2010 in die 250er Klasse aufsteigen. Ich freue mich darauf, Ende nächsten Jahres eine Klasse aufzusteigen. Aber ich möchte das auf die bestmögliche Weise schaffen.´

`Sie haben einige Verletzungen davon getragen. Müssen Sie sich diesen Winter operieren lassen?´
`Ich habe das Glück gehabt, dass alles komplett ausheilen konnte. Ich habe keine Komplikationen, was wohl an meiner Jugend liegt. Ich kann mich voll auf die Vorbereitung für die nächste Saison konzentrieren und muss mir keine Gedanken wegen Verletzungen machen. Da die Rennen so eng sind und der Kalender noch enger zusammenrückt wird es umso wichtiger sein, keine Verletzungen zu haben. Man muss konstant und immer vorne dabei sein. Ansonsten verliert man viele Punkte.´

Tags:
125cc, 2008, Bradley Smith, Bancaja Aspar Team

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›