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Denning erklärt Details des japanischen Windkanal-Tests

Denning erklärt Details des japanischen Windkanal-Tests

Da Loris Capirossi und Chris Vermeulen diese Woche in den Windkanal gehen, hat Rizla Suzuki Team Manager Paul Denning erklärt, woran das Team bei dem kurzen Test in Japan arbeiten wird.

Loris Capirossi und Chris Vermeulen bleiben nächste Saison an Bord einer sich entwickelnden GSV-R800 und das MotoGP-Projekt von Rizla Suzuki ist damit auch kurz vor dem Jahresausklang weiter in guten Händen.

Beide Fahrer waren dieses Jahr in der Königsklasse auf dem Podium, allerdings für das Team nicht regelmäßig genug, was bedeutet, dass es im Winter nach wie vor viel Arbeit gibt, um sich auf 2009 vorzubereiten.

Der erfahrene Italiener Capirossi und sein australischer Teamkollege Vermeulen haben die Weltmeisterschaft 2008 auf den Rängen zehn und acht beendet und Rizla Suzuki landete in der Teamwertung auf dem fünften Platz - Ergebnisse, die hinter den Erwartungen von Team Manager Paul Denning geblieben sind.

Der Sache von Suzuki wurde durch die Hand- und Unterarmverletzungen von Capirossi in Barcelona und Assen auch nicht geholfen, aber es war eigentlich die Stärke des Pakets, die es den Fahrern erschwerte, wenn man sich ihre Aussagen nach einigen Rennen so anhörte.

Vorrang hat nun, die Maschine auf konstantem Niveau zu halten, auch wenn der Griplevel gegen Ende des Rennens nachlässt. Auch Stabilität in den Kurven und auf der Geraden ist ein wichtiges Thema, weswegen diese Woche in Japan im Windkanal getestet wird und kommende Woche dann auf einer anspruchsvollen Strecke wie Phillip Island.

Denning sagte motogp.com: `Der erste Test wird im Hauptquartier der Suzuki-Rennabteilung sein, die knapp außerhalb von Hamamatsu liegt und der Windkanal liegt direkt neben der Teststrecke. Loris und Chris werden dort dabei sein und für Loris haben wir ein paar neue aerodynamische Teile, von denen wir gerne ein paar Daten hätten, wenn er auf der Maschine sitzt.´

Der Teamchef fuhr fort: `Chris war auf der Geraden immer etwas langsamer als Loris und auch John Hopkins, seine Beschleunigung aus den Kurven war aber gut, also können wir das nur der Aerodynamik zuschreiben. Wir hoffen also, nicht nur einige Teile mit Chris zu testen, sondern auch Tipps für ihn zu erarbeiten, wie er sich etwas besser um die Maschine legen kann und außerdem wollen wir die Maschine etwas angenehmer für ihn machen, damit er sich besser zusammenkauern kann.´

Warum der Test im Windkanal so etwas Eigenes für Suzuki im Vergleich zur Arbeit draußen ist, erklärte Denning so: `Wir machen nicht viele Windkanal-Tests mit dem Fahrer. Suzuki macht sehr viel nur mit der Maschine in einem Windkanal voller Größe, anstatt mit einem kleineren Modell. Der aerodynamische Luftwiderstand war dabei traditionell die wichtigste Sache, die in dieser Umgebung getestet wurde, aber bei einer Maschine auf Grand-Prix-Niveau versucht man auch, einen gewissen Abtrieb in den Kurven zu schaffen und die Maschine leicht umlegbar zu machen. Es geht nicht nur um den Luftwiderstand auf der Geraden, es geht auch um einfaches Handling und eine stabilere Maschine.´

`Für die Fahrer ist es das erste Mal, dass sie im Windkanal testen und es geht nur darum, sicherzustellen, dass die Änderungen auch jene Daten widerspiegeln, die Suzuki bereits im Windkanal gesammelt hat; aber mit den Fahrern auf der Maschine. Sie wollen spezifische Daten, denn bei ein oder zwei km/h Unterschied ist es schwer, auf der Strecke den Grund dafür zu finden - ob es von einer besseren Kurvenausfahrt kommt oder vom Grip und so weiter.´

Über die durch Regen beeinflussten eineinhalb Test-Tage nach dem Saisonfinale in Valencia sagte Denning: `Wie jeder Andere hätten wir zwei volle Tage bevorzugt. Wir haben erkannt, dass wir beim Motor-Charakter einen guten Schritt gemacht haben, bei der Kontrollierbarkeit und der Beschleunigung. Aber auch wenn das ein guter Schritt war, so haben wir auch gesehen, dass es nicht genug war, um dorthin zu kommen, wo wir zu Beginn der nächsten Saison sein wollen. Wir haben jetzt also einen Basis, von der aus wir arbeiten können, aber wir wollen beim Motor im Januar und Februar noch weitere wichtige Schritte schaffen.´

In Vorschau auf den Test nächste Woche in Australien, bei dem auch Kawasaki dabei sein wird, während der Rest des Feldes in Jerez in Südspanien fährt, erklärte Denning, worauf Suzuki sich konzentrieren wird, wenn man zum letzten Mal vor dem winterlichen Testverbot auf die Strecke geht.

`Das Wichtigste, was wir auf Phillip Island erreichen wollen, ist besserer Grip durch die langen, schnellen Kurven´, sagte der Engländer. `Die einzige Kurve, bei der wir dabei in Valencia Probleme hatten, war Kurve zwölf, die lange Linkskurve, bevor man in die letzte Kurve kommt. Phillip Island hat drei oder vier lange Kurven, die so sind, also wollen wir versuchen, die Kraft besser auf den Boden zu bekommen, was durch einen anderen Motor-Charakter und Änderungen am Chassis erreicht werden soll.´

Tags:
MotoGP, 2008, Chris Vermeulen, Loris Capirossi, Rizla Suzuki MotoGP

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