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Weltmeister Simoncelli blickt auf 2008 zurück

Weltmeister Simoncelli blickt auf 2008 zurück

Der 250er Weltmeister Marco Simoncelli blickt in einem ausführlichen Interview auf sein sensationelles Jahr zurück.

Vor Saisonbeginn hatte Marco Simoncelli noch nie ein 250er Rennen gewonnen. Doch das hielt ihn nicht davon ab, das in dieser Saison mehr als zu ändern und mit sensationellen Siegen den WM-Titel einzufahren.

Selbst sagt er zu seinem überraschenden Aufstieg an die Weltspitze: `Es war eine ganz besondere Saison, denn ich hatte zwei schwierige Jahre in der 250er Klasse hinter mir. 2006 hatte ich ein offizielles Motorrad, aber 2007 nahmen sie es mir weg und das war hart. Zu Saisonbeginn 2008 hatte ich eine Gilera LE, die ebenfalls kein Werksmotorrad war, aber sie war gut. Ich fand im Winter ein gutes Setup und war von Anfang an schnell. So konnte ich einige Podestplätze einfahren.´

`Zur Saisonmitte gab mir Gilera ein Werksmotorrad und damit war die zweite Saisonhälfte einfacher. Es war wundervoll, ein tolles Jahr und das ist nach zwei schwierigen Jahren umso besser.´

Der 21-Jährige fuhr sieben Pole Positions, sechs Rennsiege und zwölf Podestplätze heraus. Zuvor war er in zwei 250er Jahren kein einziges Mal auf das Podium gefahren. Die 125er Klasse schloss er 2005 als Fünfter ab.

`Die Motivation ist immer hoch, aber wenn die Ergebnisse fehlen, ist es schwieriger´, erinnert er sich. `In diesen Situationen muss man an sich selbst glauben und noch härter mit dem Team zusammenarbeiten. Diese Momente haben uns noch mehr zusammengeschweißt und uns noch stärker gemacht. Wenn man diese schwierigen Momente durchgestanden hat, ist alles besser.´

Der Mann aus Cattolica nahe Misano sicherte sich den Titelgewinn mit einem dritten Platz in Malaysia. Seine Nerven waren vor dem Rennen in Sepang jedoch stark angespannt.

`Ehrlich gesagt war ich nervös in der Startaufstellung´, verriet er. `Ich versuchte, Fehler zu vermeiden und mein Bestes zu geben. Im ersten Teil des Rennens, versuchte ich zu gewinnen, aber nach einigen Runden ging ich vielleicht zu viel Risiko und stürzte fast. Also dachte ich mir: heute ist es das Beste, Platz 3 zu belegen.´

`Nachdem ich die Ziellinie überfahren hatte, hielt ich an der Boxenmauer an und wollte meinem Team gratulieren. Der Druck war weg, aber mir war sehr heiß und ich fühlte mich nicht so gut. In meinem Kopf drehte sich alles und ich dachte schon, ich würde ohnmächtig werden. Ich wusste nicht, wie ich mich fühlen sollte. Das habe ich erst später begriffen.´

Simoncellis Titelgewinn ließ auch MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi strahlen. Der Italiener verfolgt die Karriere des 250er Champions schon seit einiger Zeit.

`Ich bin mit Vale befreundet. Manchmal trainieren wir zusammen beim Motocross und wir analysieren die Rennen gemeinsam zu hause´, sagt Simoncelli. `Ich frage ihn nach Rat und wenn er mir welchen gibt, passe ich natürlich genau auf!´

Obwohl Simoncelli natürlich eines Tages mit Rossi in der Königsklasse fahren möchte, wird er 2009 in der 250er Klasse bleiben. Er freut sich auf die Herausforderung: `Dieses Jahr war es so kompliziert, den Titel zu gewinnen. Jeder sagt, dass es schwierig sei, zu gewinnen, aber es ist noch schwieriger, den Titel zu verteidigen. Es wird also ein hartes Jahr. Aber ich werde erneut mein Bestes geben und versuchen, eine Saison wie diese hinzulegen und den Titel 2009 noch einmal zu gewinnen.´

Tags:
250cc, 2008, Marco Simoncelli, Metis Gilera

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