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Ducati erklärt die Desmosedici GP9

Beim Wrooom-Event in Italien stellte Ducati-Chef Claudio Domenicali die Verbesserungen an der Desmosedici GP9 für die Saison 2009 vor.

Am Mittwoch wurde die neue Desmosedici GP9 beim alljährlichen Ducati-Ski-Event Wrooom in Madonna di Campiglio enthüllt. Ducati Corse CEO und Ducati Motor Holding Product Director Claudio Domenicali erklärte die Fortschritte an der neuen Maschine.

`Das neue Motorrad ist eine große Veränderung und wir verändern zum ersten Mal seit vielen Jahren unser Konzept. Der Rahmen ist ein Teil der Ducati-DNS und wir haben viele Tests damit bestritten. Natürlich stehen noch viel mehr an, aber es scheint, als ob wir den richtigen Weg eingeschlagen hätten.´

`Es ist eine innovative Struktur, bei welcher der neue Karbon-Rahmen den oberen Teil des Motors mit der Steuerung verbindet. Das ist schwer vorzustellen, da unser bisheriger Rahmen so lange die Basis für unsere Motorräder gebildet hat, aber es zeigt auch, dass die besten Lösungen von Innovationen kommen können. Der alte Rahmen ist noch immer gut und wird weiterhin in unseren Straßenmotorrädern eingesetzt werden, aber wir möchten das neue System ausprobieren.´

Über den neuen Motor sagte Domenicali, dass die Arbeiten von Filippo Preziosi, General Director of Ducati Corse, noch immer fortschreiten. `Wir arbeiten an neuen Motor-Mapping-Einstellungen und wir versuchen, die Drehmomentkurve so gut wie möglich zu glätten. Der Motor soll so fahrbar wie möglich sein. Wir haben die Leistung, aber wir müssen uns auf ein lineares Ansprechverhalten des Motors konzentrieren.´

Die aktuelle Weiterentwicklung des Motors ist dabei bereits von einer Kostenkontrolle betroffen. `Zusammen mit den anderen Mitgliedern der MSMA arbeiten wir an Veränderungen, hauptsächlich für 2010, um die wirtschaftliche Situation für die Satellitenteams, aber auch für den Sport insgesamt zu verbessern. Dafür ist eine strikte Kostenkontrolle wichtig. Auch müssen die Kosten gegen die Einnahmen abgewogen werden. Alle Hersteller haben sich dies als ein gemeinsames Ziel gesetzt.´

`Ein Weg, dieses Ziel zu erreichen, könnte es sein, die Motoren langlebiger zu machen, so dass sie mehr Rennen bestreiten. Dadurch werden die Kosten einschneidend gesenkt. Momentan holen wir rund 600 bis 800 km aus einem Motor heraus, aber wir hoffen, dass wir diese Distanz verdoppelt können.´

Über die Zahlen des Ducati-Rennprogramms sagte Domenicali: `Von unseren 40 Millionen Euro Budget sind 70-75% dem MotoGP-Projekt gewidmet, aber wir dürfen nicht vergessen, dass darin auch die Einnahmen von Sponsoren, Organisatoren und Lizenzen enthalten sind. Wir glauben, dass wir eine gute Balance haben, aber wir wissen auch, dass es am wichtigsten ist, die Managementkosten zu senken.´

Als Grund für den Verlust des WM-Titels, den Casey Stoner und Ducati 2007 errungen hatten, gab er an: `Wenn wir nicht gegen Valentino Rossi gefahren wären, hätten wir wieder gewonnen. Er hat zu unglaublicher Stärke gefunden und das Lob gebührt ihm. Casey Stoner ist immer noch jung und hat viel Potenzial, um sich weiter zu verbessern. Er und das Team werden aus dem letzten Jahr lernen.´

Der große Neue im Ducati-Team ist Ex-Weltmeister Nicky Hayden, der im Winter von Repsol Honda zu den Italienern wechselte. `Wir sind sehr glücklich, dass Nicky zu uns gestoßen ist. Wir wollten ihn schon seit einer langen Zeit haben. Er ist Weltmeister, ein echter Kämpfer und ich glaube, er wird der perfekte Partner für Casey sein. Sie kommen gut miteinander aus und er ist sehr schnell - er wird Casey weiter antreiben.´

`Die ersten Tests waren für ihn hart, aber am letzten Tag in Jerez waren wir mit seinen Ergebnissen sehr zufrieden. Wir freuen uns auf die Tests im Februar. Unser Motorrad hat seine Eigenarten, das wissen wir, und wir wissen auch, dass nicht alle Fahrer immer damit klar gekommen sind, aber wir wissen, dass es schnell ist und Nicky ist fähig, damit schnell zu fahren.´

Zur Beziehung zu den Satellitenteams sagte Domenicali: `Die Satelliten-GP9 wird nicht das exakt gleiche Motorrad sein wie die Werksmaschine, aber sie ist sehr ähnlich. Sie wird genauso aussehen und auch gute Rennen ermöglichen. Das Feedback von fünf Fahrern anstelle von zweien wird uns helfen, aber Filippo wird entscheiden, in welche Richtung wir mit der Maschine gehen.´

Tags:
MotoGP, 2008, Ducati Marlboro Team

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