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Der Große Preis von Großbritannien – Ein Weg der Erinnerung

Nachdem bekannt wurde, dass die MotoGP Weltmeisterschaft ab 2010 wieder nach Silverstone zurückkehrt, ist es nun an der Zeit die Geschichte des britischen Grand Prix auf motogp.com einmal Revue passieren zu lassen und auch die früheren Besuche auf dieser berühmten, englischen Rennstrecke zu beleuchten.

Die MotoGP Rennen werden nächste Saison nach Silverstone zurückkehren. Dort haben vorher schon zehn Zweirad-Ereignisse stattgefunden – in einem Jahrzehnt, welches 1977 begann.

Tatsächlich ist Großbritannien eines von nur drei Ländern, neben Italien und den Niederlanden, in welchem in jedem Jahr seit der Einführung der Weltmeisterschaft im Jahre 1949 ein Grand Prix veranstaltet wurde.

Anfangs beinhaltete den Britischen GP die Meisterschaftsrunde auf der Isle of Man TT, von 1949 bis 1976, bevor man nach Silverstone wechselte. Seit 1987 veranstaltete Donington den britischen Grand Prix und 2009 wird das Event zum 23. Mal hintereinander auf der Rennstrecke in den Midlands ausgetragen, bevor der GP-Zirkus 2010 nach Northamptonshire zurückkehrt.

Beim ersten 500er-Grand Prix von Großbritannien im Jahre 1949 sah man den heimischen Piloten Harold Daniell als Sieger hervorgehen. Er holte sich den Sieg auf einer Norton auf der Isle of Man TT während ein weiterer Brite, Freddie Firth, sich den Sieg in der nun schon nicht mehr bestehenden 350er-Klasse holte und die Ehre des 250er-Sieges an den Iren Manliefe Barrington ging.

Während der 50er und 60er Jahre genossen die Lokalmatadoren große Erfolge in der 500er-Klasse bei der TT – mit einigen berühmten Namen wie Geoff Duke, John Surtees und Mike „The Bike" Hailwood die unzählige Königsklassen-Siege auf der Insel einfuhren. Der viermalige 500ccm-Weltmeister Hailwood war im besonderen ein großer Fan der TT und auf dem Weg zu seinen drei 250er-Kronen und zwei 350er-Titeln sicherte er sich 14 Siege in 18 Jahren bei diesem Event in allen Kategorien.

Der Tod des italienischen Fahrers Gilberto Parlotti beim Grand Prix von 1972 – er führte damals die 125er-WM an – und die darauf folgende Boykottierung des Events durch einige der Elite-Piloten, unter anderem auch durch den legendären Giacomo Agostini (der fünf mal hintereinander 500er-Siege auf der Insel von 1968 bis 1972 einfuhr) waren vermutlich die Auslöser zum Wechsel auf das Festland nach England.

Irland's Tom Herron ging in die Geschichte ein, als Sieger des letzten 500ccm Grand Prix welcher im Jahre 1976 auf der Insel ausgetragen wurde, bevor Silverstone das neue zuhause für den Großen Preis von Großbritannien im Folgejahr wurde.

Der Jahrzehnt-Aufenthalt der Weltmeisterschaft in Silverstone, welcher 1977 begann, überschnitt sich mit dem Start einer goldenen Ära für amerikanische Piloten im Grand Prix-Sport. Mit den US-Stars Kenny Roberts (drei 500ccm-Siege in Silverstone), Randy Mamola (zwei 500ccm-Siege in Silverstone), Pat Hennen und Freddie Spencer (jeweils ein Silverstone-Sieg) waren gleich mehrere in einer großartigen Form auf der südenglischen Strecke.

Roberts' letzer atemberaubender Sieg über den Heimfavoriten Barry Sheene von Silverstone im Jahr 1979 wird als eines der großartigsten Rennen der Geschichte immer in Erinnerung bleiben, während Roberts' und Sheene's Kollegen Wayne Gardner (MotoGP Legende, beim letzten in Silverstone ausgetragenem GP 1986) und 1982 der 500ccm Weltmeister Franco Uncini ebenfalls einen Sieg auf diesem Circuit kosten durften.

Seit 1987 hat Donington ebenfalls viele historisch bedeutsame Rennen gesehen. Mit einem Eröffnungssieg in der Königsklasse auf dieser Strecke durch den Amerikaner Eddie Lawson begann dieser Abschnitt. 1988 gewann Wayne Rainey und drei Mal in Folge holte sich der US-Boy Kevin Schwantz zwischen 1989 und 1991 die Siege.

Schwantz holte sich schließlich 1994 auch noch einen vierten und letzten Sieg in Donington, den letzten seiner 25 GP-Erfolge, bevor sich ab 1995 der Australier Mick Doohan drei Mal in Folge den Sieg in Donington schnappte. Der Britische GP 2000 brachte Valentino Rossi seinen ersten Königsklassen-Sieg und er sicherte sich anschließend vier weitere Siege auf britischem Boden.

Wenn Silverstone die MotoGP nächste Jahr „Willkommen Zurück" heißt, wird sich The Doctor auf die Jagd nach einem weiteren, historischen Sieg machen, während der Gewinner des Britischen GPs von 2006, Dani Pedrosa und der Donington Park Sieger von 2007 und 2008, Casey Stoner, alles in ihrer Macht stehende tun werden, um diese Jagd des Italieners zu verhindern.

Tags:
MotoGP, 2008

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