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IRTA-Chef Poncharal blickt zuversichtlich in die MotoGP-Zukunft

IRTA-Chef Poncharal blickt zuversichtlich in die MotoGP-Zukunft

IRTA-Präsident und Tech 3 Yamaha-Teamchef Herve Poncharal erwartet, dass die MotoGP aus der Wirtschaftskrise stärker und konkurrenzfähiger hervorgeht.

In seiner Funktion als Teamchef von Tech 3 Yamaha und als IRTA-Präsident hat Herve Poncharal einen einzigartigen Blick auf die Prozesse in der MotoGP Weltmeisterschaft. Poncharal, der bereits auf zwei Jahrzehnte GP-Erfahrungen bauen kann, führte im vergangenen Jahr sein Team auf den vierten Platz. Damit lieferte Tech 3 die beste Performance eines Privatteams ab.

Um der Wirtschaftskrise entgegen zu wirken, wurden bereits im vergangenen Jahr einige signifikanten Regeländerungen in der MotoGP beschlossen. Mit den Einheitsreifen will man dieses Jahr nicht nur die Kosten reduzieren, sondern auch die Sicherheit verbessern. Die Teams selbst haben sich dazu entschlossen, die Testtage 2009 einzuschränken.

Obwohl die Krise immer mehr den Sport negativ beeinflusst, befindet sich die MotoGP noch in guter Gesundheit. Damit das so bleibt, sind weitere Maßnahmen geplant. Poncharal zeigt sich zufrieden, wie man mit der Krise umegeht. "Im Moment wird in den Werken viel nachgedacht und Brainstorming betrieben. Ich bin sehr beeindruckt, von den Ergebnissen, die es nach dem Teammeeting in Japan gegeben hat", erklärte der IRTA-Präsident.

Poncharal kann der Krise auch etwas Positives abgewinnen. "Es gibt jetzt Ideen, von denen ich vor drei, vier Monaten nicht geglaubt hätte, dass sie jemals eine Chance hätten. Diese Ideen werden sich positiv auf die WM auswirken." In der nächsten Woche gibt es ein weiteres Meeting mit allen unabhängigen Teams. "Dorna, IRTA, FIM und MSMA - jeder will, dass die MotoGP billiger wird", erklärte Poncharal.

Poncharal ist aber realistisch genug zu wissen, dass die Wirtschaftskrise auch die MotoGP schwer treffen wird. "Wir sind abhängig von Sponsoren und Partnerschaften. Wenn sich ihre Einnahmen um 20 oder 30 Prozent verringert, dann verringern sich auch ihre Investitionen in die Teams", weiß Poncharal. "Ich habe viele negative Dinge in den Medien gelesen, aber ich kann jedem versichern, dass wir weiter Rennen fahren werden."

Man habe die Unterstützung der Dorna und Ezpeleta. "Die Welt ändert sich und auch die MotoGP muss sich ändern. Wir sollten diese Situation für radikale Veränderungen in der Zukunft nutzen, damit wir stärker und konkurrenzfähiger aus der Krise herauskommen", erklärte Poncharal, der versucht sowohl für sein Tech 3-Team als auch für die WM geeignete Lösungen zu finden.

Obwohl Tech 3 Yamaha in der vergangenen Saison trotz fehlenden Hauptsponsor großartige Ergebnisse einfuhr - nicht zuletzt durch die Unterstützung von Yamaha und der harten Arbeit der Piloten Colin Edwards und James Toseland - steht die Suche nach einem Sponsor im Vordergrund. "Ich bin keiner, der den Kopf in den Sand steckt. Ich habe bereits mit einigen Leuten gesprochen", verriet der Franzose.

Poncharal ist fest der Überzeugung, dass die MotoGP mit der Zeit gehen wird. "Es ist eine Möglichkeit für die MotoGP sich selbst neu zu konstruieren", sagte der Tech 3-Teamchef. Poncharal geht davon aus, dass bereits in dieser Saison Maßnahmen beschlossen werden, um die MotoGP attraktiver, aufregender zu machen - und dabei Geld zu sparen.

. "Ich bin zuversichtlich, dass wir einen Kompromiss finden, der das Budget reduziert, ohne dabei das Level der MotoGP zu verringern. Wir werden aus der Krise in einer besseren Verfassung gehen, die unabhängigen Teams werden sich in einer posititveren Situation befinden, um Rennen zu gewinnen und wir werden noch konkurrenzfähiger auf der Strecke sein."

Tags:
MotoGP, 2008

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