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Cecchinello über Sparmaßnahmen und Katar

Cecchinello über Sparmaßnahmen und Katar

In seinem unabhängigen Team muss LCR Honda Chef Lucio Cecchinello genau auf das Budget schauen, weswegen er zufrieden mit den Regeländerungen in der MotoGP zur Kostenersparnis ist.

Lucio Cecchinello sprach am Donnerstag mit motogp.com und teilte seine Meinung über die jüngsten Sparmaßnahmen in der MotoGP mit, blickte auf den ersten Test des Jahres, erklärte die Philosophie hinter der Drehzahlbegrenzung an der Satelliten RC212V und blickte auf den kommenden Test in Katar.

Als Leiter eines unabhängigen Teams in der Königsklasse ist der Italiener ständig mit dem Problem der Leistbarkeit der Weltmeisterschaft konfrontiert und er war sehr zufrieden mit den Regeländerungen, die von der FIM am Mittwoch in der Schweiz ratifiziert wurden.

Cecchinello meinte: "Im Moment weiß niemand genau, wie effektiv die Sparmaßnahmen diese Saison sein werden, aber wir müssen jetzt weniger Motoren warten und es wird weniger Verbrauch von Benzin und Reifen geben. Eine andere Sache ist, dass es rein statistisch immer die Möglichkeit gibt, dass ein Fahrer stürzt, wenn er auf die Strecke geht, was doch einige Euro kostet. Mit weniger Zeit auf der Strecke wird sich die Anzahl der Stürze verringern."

"Das könnte unsere Budgets wirklich entspannen, denn jedes Mal, wenn man mit einer MotoGP-Maschine verunfallt, können Bremsscheiben, Auspuffrohre, Titan- und Karbon-Material, Kupplungen, Motorteile, Kühler und so weiter brechen", meinte er weiter. "Für uns könnte das jetzt heißen, dass wir weniger Ersatzteile brauchen und das Werk sollte weniger interne Kosten haben, um die Motoren zu warten."

Als Mitglied der IRTA war Cecchinello auch an der Entstehung der neuen Regeln beteiligt und er sagte über deren allgemeine Auswirkung für die Weltmeisterschaft: "In der die MotoGP ist das, was wir entschieden haben, für alle ein großer Schritt; für Werks- und Privat-Teams. Wichtig ist, dass das Top-Management der MotoGP wieder einmal gezeigt hat, dass man unbedingt schnell reagieren will, um unsere Show weltweit weiter wachsen zu lassen. Ein besonders gutes Gefühl habe ich wegen der Entscheidungen, weil sie das Spektakel am Samstag und Sonntag nicht beeinträchtigen werden, wenn 95 Prozent der echten Show wirklich passieren."

Bei einem Blick zurück auf den ersten Test des Jahres in Sepang, wo sein Fahrer Randy de Puniet an allen drei Tagen auf der RC212V außerhalb der Top Ten war, kam das Drehzahllimit zur Sprache, das die Satelliten-Motoren gegenüber den Werksmotoren ein wenig vorher absperrt. Cecchinello sagte: "Die Drehzahl-Begrenzung wurde wegen der Sicherheit gemacht."

"Das Wichtigste für die Honda-Ingenieure ist es, die Sicherheit und Haltbarkeit der Motoren zu garantieren, weswegen sie Zeit brauchen, bevor sie uns die Haltbarkeit des Motors mit einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen bestätigen können. Dann werden wir in Zukunft Updates bekommen, wo die Drehzahl höher ist. Das ist jetzt zeitlich beschränkt und ich glaube, wir werden während der Saison eine oder zwei Entwicklungen bekommen."

Der ehemalige 125cc-Fahrer sagte weiter: "Außerdem, wenn die HRC-Ingenieure ein Drehzahllimit an den Motor bringen, dann programmieren sie die ECU um, damit die Kraft, die am oberen Ende verloren wird, durch den mittleren und unteren Bereich zurückgeholt wird. Es ist also nicht automatisch so, dass wenn man 300 oder 400 Umdrehungen verliert, gleich langsamer sein muss. Manchmal ist es sogar besser, 300 oder 400 Umdrehungen weniger zu haben, dafür aber mehr Drehmoment und eine ruhigere Beschleunigung."

Er war zuversichtlich wegen der zukünftigen Updates von HRC in diesem Jahr und sagte: "Als die Medien die Information über das Drehzahllimit bekamen, schien jeder recht überrascht zu sein und man zeigte auf die HRC-Ingenieure, aber man muss da immer ein realistisches Bild haben. Ich denke nicht, dass es falsch ist, ein paar Umdrehungen weniger zu haben. Sicher gibt es ein paar schnellere Strecken, wo wir ein paar kleine Nachteile haben werden, denn die Motor-Haltbarkeit muss erst bestätigt werden. Aber mit der ruhigeren Kraftentwicklung könnten wir in Jerez oder anderen Strecken Hilfe haben, weil es enge Kurven gibt."

In einer Vorschau auf den Test auf dem Losail International Circuit von 1. bis 3. März, erklärte Cecchinello noch: "Wir haben vergangene Woche eine tiefgründige Daten-Vergleichsstudie gemacht und werden diese Woche weiter daran arbeiten. Wir werden einiges zu tun haben, wenn wir in Katar sind, denn durch die Daten haben wir verstanden, dass wir unsere Leistung durch eine Änderung der Fahrerposition stark verbessern können. Wir müssen schauen, wie das die Dynamik der Maschine durch das Fahrergewicht, durch die Position der Fußrasten, durch die Lenkerposition und den Sitzwinkel beeinflusst."

Tags:
MotoGP, 2009, LCR Honda MotoGP

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