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Die Fahrer über die Bridgestone-Reifen nach dem ersten Schlagabtausch

Die Fahrer über die Bridgestone-Reifen nach dem ersten Schlagabtausch

Der vergangene Sonntag erlebte den ersten ernsten Schlagabtausch in der MotoGP mit den Bridgestone-Einheitsreifen. Das Ergebnis waren recht unterschiedliche, aber zumeist positive Reaktionen.

Eine der größten Änderungen für die MotoGP-Saison 2009 ist das neue Reifenreglement, in dem Bridgestone als einziger Hersteller in der Königsklasse verblieben ist.

Besonders die Qualifikation wird sich dadurch verändern, denn es gibt keine extra Reifen für das Abschlusstraining mehr. Zudem hat man nur noch 45 Minuten, um die Startpositionen zu ermitteln. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Kosten der MotoGP gesenkt werden.

Mit dem Abschluss der Wintertests und dem ersten Schlagabtausch beim BMW M Award konnten einige Fahrer bereits positive Schlüsse zu den Bridgestone-Reifen und den neuen Regeln ziehen.

Anstelle der extra Qualifikations-Reifen können die Fahrer in dieser Saison auf eine weichere Reifenmischung zurückgreifen. Alle Fahrer erhalten die selben Reifen, womit der Wettbewerb fairer gestaltet werden soll.

Der erfahrenste Fahrer der MotoGP-Szene, Loris Capirossi, spielte ein große Rolle bei der Einführung der Bridgestone-Reifen in die MotoGP, als er noch für Ducati fuhr. Zudem ist er ein Fan der neuen Regel.

Der Italiener, der in diesem Winter mit der neuen Suzuki bislang ausgezeichnete Leistungen zeigen konnte, sagte: “Es ist jetzt einfacher, denn alle haben das gleiche Material. Wir haben die Wahl zwischen weichen und harten Reifen und vielleicht können manche Fahrer sogar die Rennen auf den weichen Reifen fahren, denn es sind keine Qualifikations-Reifen mehr.”

Er fügte hinzu: “Wir werden 45 Minuten Zeit haben und alle werden ihr Bestes geben. Im letzten Jahr waren manche Fahrer erst nur Zehnter oder Elfter, dann haben sie einen Qualifier aufgezogen und waren Zweiter. Das wird es nicht mehr geben.”

Ein weiterer erfahrener MotoGP-Fahrer ist Colin Edwards, der viele Jahre lang mit Michelin gefahren ist. Aber auch er befürwortet das neue System, auch wenn er beim Shootout am Sonntag nur Zehnter werden konnte. “Ich denke, die Einheitsreifenregel ist eine gute Sache, damit sitzen wir alle in einem Boot. Wir suchen jetzt nicht mehr nach dem Reifen, der auf deine Maschine passt, sondern man stellt die Maschine auf den Reifen ein.”

Der Texaner sagte weiter: “Es ist jetzt ein bisschen anders für uns, als im letzten Jahr, aber wir fahren die Maschine jetzt seit fünf Jahren und das könnte für mich von Vorteil sein. Ich weiß was ich mit ihr tun kann und was nicht, genau wie mein Cheftechniker, wir müssen es einfach nur anpassen. Ich finde die Regel toll, andere Rennserien haben auch schon die Einheitsreifen und es scheint gut zu funktionieren.”

Einer der erfolgreichsten Qualifikanten des letzten Jahres war Jorge Lorenzo, der in den ersten drei MotoGP-Rennen jeweils auf Pole fahren konnte. Er musste sich ebenfalls vor der neuen Saison an die Bridgestone-Reifen gewöhnen und glaubt, dass er dadurch leichte Nachteile hat.

Der Spanier sagte: “Ich denke die Qualifikation wird in diesem Jahr recht schwer, ohne die extra Qualifier. Mit denen bin ich immer sehr gut zurecht gekommen, denn sie passten zu meinem Fahrstil. Aber jetzt habe ich diesen Vorteil nicht mehr, ich muss mich also neu anpassen. Ich kann besser mit den harten Reifen fahren, es wird also schwierig für mich gute Resultate in der Qualifikation einzufahren.”

Lorenzos größter Rivale, Andrea Dovizioso muss sich ebenfalls an die Bridgestone-Reifen anpassen. Er bleibt jedoch optimistisch, auch wenn er bislang langsamer war, als Jorge Lorenzo. “Wir müssen abwarten bis das erste Rennen gefahren wird, aber ich denke nicht, dass es ein großes Problem für uns wird, denn du kannst viele Runden mit einem Reifen absolvieren. Wir haben auch nicht zu sviele Reifen, aber genug, dass sie für ein Wochenende ausreichen.”

Zum Schluss noch Valentino Rossi, der im letzten Jahr für Schlagzeilen sorgte, weil er zu Bridgestone gewechselt war. “Wir müssen abwarten und sehen was wird. Es sieht aber gut aus und man kann ganz gute Rundenzeiten mit den Reifen fahren. Aber diese Reifen sind nicht wie die Qualifier, sie bieten nicht den selben Grip. Du kannst aber dennoch ans Limit gehen und schnelle Zeiten fahren. Ich denke, ich werde mich in diesem Bereich noch ein bisschen verbessern müssen.”

Tags:
MotoGP, 2009

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