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Ezpeleta blickt auf die seltsamen Umstände des Katar-Rennens zurück

Ezpeleta blickt auf die seltsamen Umstände des Katar-Rennens zurück

Der Dorna CEO erklärt die Schritte, die zur Verschiebung des MotoGP-Rennens auf den Montag führten.

Dorna CEO Carmelo Ezpeleta war einer der Drahtzieher hinter der schnellen Entscheidung, das MotoGP-Rennen des Commercialbank Grand Prix in Katar, auf Montag zu verschieben. Ein noch nie dagewesenes Ereignis in der MotoGP. Dennoch war es die richtige Entscheidung.

”Es kann überall auf der Welt regnen, aber in Katar ist das schon recht ungewöhnlich, vor allem so, wie es am Sonntag war”, sagte Ezpeleta zu motogp.com. “Solch ein Regen wie im 125cc-Rennen war noch ganz normal, das war nur eine Husche, die schnell vorüber war. Aber das, was da kurz vor dem Rennstart der MotoGP herunterkam, war nicht normal. Wir wussten ja schon, dass ein Nachtrennen bei Regen nicht gehen würde. Die Organisation in Katar bot uns an, das Rennen zu verschieben, das eröffnete uns Möglichkeiten, und das können wir uns für Rennen wie Katar näher betrachten. Für normale Grand Prix ist es aber keine Option.”

“Wir waren dort, um Rennen zu fahren und am Ende haben wir eine Lösung gefunden, eine die für alle Beteiligten die Beste war. Die Entscheidung wiedersprach nicht dem Reglement, aber es gab auch nichts beispielhaftes für eine solche Situation.”

Ezpeleta erklärte weiter, dass verschiedene Optionen in Betracht gezogen worden waren und analysiert wurden. “Es wäre unwirtschaftlich gewesen ein Rennen bei Tag auszutragen, denn die mitgebrachten Reifen waren auf die nächtlichen Temperaturen abgestimmt. Außerdem mussten wir eine Art Versicherung haben, dass uns am Montag nicht die gleichen Bedingungen ereilen würden wie Sonntag. Hinzu kam, dass wir ein OK von den Medien brauchten, ob das Rennen gezeigt werden könnte.”

“Bis zum letzten Jahr gab es ja noch gar keine Nachtrennen und schon gar keines im Regen. So wandten wir außergewöhnliche Maßnahmen an, die zukünftig auch im Regelwerk verankert sein werden.”

Die ungewöhnlichen Probleme, die durch den Regen verursacht wurden, würden aber nicht dazu verleiten irgendwelche Hau-Ruck-Aktionen einzuleiten, was das einzige Nachtrennen der MotoGP betrifft. Der Dorna CEO könnte sich kein weiteres Nachtrennen für 2010 vorstellen.

“Katar wird mit Sicherheit das einzige Nachtrennen bleiben. Ich glaube auch nicht, dass wir für ein weiteres Nachtrennen planen, denn ich sehe keine Rennstrecke, die die Bedingungen erfüllen könnte. Nicht einmal in Katar war es so, in der vergangenen Woche.”

Neben dem Wetter wurde von den Fahrern aber auch die reduzierte Trainingszeit beim ersten Saisonrennen kritisiert. Ezpeleta erklärte, dass er die Sorgen der Fahrer verstehe und sagte: “Ich denke sie haben recht. Wir wollten die Motoren weniger belasten und die erste Lösung war, die Trainingszeit zu reduzieren. Wir haben später festgestellt, dass es auch andere Wege gibt. Ein neuer Vorschlag für 2010 und bereits für diese Saison, wenn es umsetzbar ist, wäre Freitags weiter eine Stunde Training, und dann Sonnabend früh und Nachmittag, aber mit einer limitierten Rundenzahl, damit die Motoren weniger belastet werden.”

“Damit hätten Teams und Fahrer mehr Zeit für die Feinabstimmung. Wenn wir uns auf dieses System einigen können, dann werden wir es noch in diesem Jahr anwenden.”

Tags:
MotoGP, 2009

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